Giethoorn

Giethoorn ist ein Dorf in der niederländischen Provinz Overijssel. Das Dorf schlängelt sich entlang eines Dorfkanals, der ca. 8 Kilometer lang ist und liegt in der Nähe des Naturschutzgebietes De Wieden. Hier wurde früher Torf und Schilf abgebaut. Von diesem Dorfkanal gehen zahlreiche Grachten ab. Wegen der vielen Grachten wird Giethoorn auch oft als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Aber es gibt nicht nur Wasserstraßen. Auch viele Wege sind vorhanden, um ausgedehnte Spaziergänge zu machen oder mit dem Fahrrad durch diesen romantischen Ort zu radeln. Giethoorn ist ein autofreies Dorf.

Auf die Frage „Welche Sehenswürdigkeiten gibt es denn in Giethoorn?“ gibt es nur eine Antwort: Giethoorn mit seinen Grachten ist die Sehenswürdigkeit. Die Grachten sind aus meiner Sicht das Highlight  des Dorfes. Diese waren auch der Grund, warum ich mich für einen Ausflug nach Giethoorn entschieden habe. Nachdem ich einiges über Giethoorn gehört habe wusste ich, da möchte ich auch einmal hin.

1958 wurde ein Film mit dem Titel „Fanfare“ in Giethoorn gedreht, der von zahlreichen Zuschauern in den niederländischen Kinos gesehen wurde. Hiernach stieg der Besucherstrom enorm an.

Mit seinen reetgedeckten Häusern, die im übrigen wunderschöne und überaus gepflegte Vorgärten haben und seinen kleinen Kanälen lockt dieser kleine Ort zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Die Häuser mit ihren Grundstücken befinden sich auf zahlreichen kleinen Inseln, diese werden mit hohen Brücken miteinander verbunden. Teilweise sind die Häuser noch aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Daneben gibt es auch noch die Torfgräberhäuschen und einige Museen.

Durch das viele Wasser  ist auf den Grundstücken natürlich nicht so viel Platz vorhanden. Die Häuser hat man deshalb nach oben hin ausgebaut. Teilweise sind dadurch sog. „Kameldächer“ entstanden.

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Giethoorn ist ein Dorf, das sowohl jungen als auch älteren Besuchern etwas zu bieten hat. Es ist geprägt von Ruhe, herrlicher Natur, Nostalgie und Romantik. Auch Wassersportler finden hier einen wunderschönen Ort vor. Das Dorf Giethoorn kann sowohl auf dem Wasserweg, zu Fuß als auch mit dem Fahrrad erkundet werden.

Man kann sich mit einem Boot durch die zahlreichen Grachten fahren lassen oder auch selbst ein Boot ausleihen. Ein Bootsführerschein ist nicht erforderlich. Ich bin von ´t Zwaantje aus gestartet. ´t Zwaantje ist ein Familienunternehmen, das 1992 gegründet wurde. Während der Fahrt mit dem Boot durch die Grachten von Giethoorn bekommt man den Eindruck, in eine Traumwelt einzutauchen. Aus dem Staunen kommt ihr so schnell nicht wieder heraus.

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Am Ende meines Ausflugs bin ich in ein kleines Café eingekehrt, dort gab es super tolle Waffeln mit heißen Kirschen und Vanilleeis 🙂 Ich meine mich erinnern zu können, dass es das Grand Cafe Fanfare war.

Giethoorn: Ein Ausflug der auf jeden Fall lohnenswert ist.

Noch ein paar Tipps zur Anreise mit dem Auto.

Für die Anreise von Düsseldorf  aus benötigt man ca. 2,5 Stunden (235 km) um nach Giethoorn zu gelangen. Giethoorn ist über die N 334 zu erreichen und liegt zwischen Stennwijk und Zwolle. Parkmöglichkeiten sind in der Dominee J.J. Ketstraat  oder auf großen Freiflächen am Bartus Warnersweg  zu finden.

© 2018 by Travel-See-Xperience

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  1. Herrlich, der Reisebericht über Giethoorn. Durch den aufschlussreichen Bericht mit schönen Bildern könnte man schon morgen in die Grachten-Landschaft fahren. Weiter machen, ich freue mich über jeden Bericht.

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