Der Tempel der Hatschepsut

Der Totentempel der Hatschepsut stammt aus der 18. Dynastie und ist der am besten erhaltene Tempel in Deir el-Bahari am Westufer des Nil in Theben.

Der Tempel der Hatschepsut wurde etwa um 1500 vor Christus innerhalb von 15 Jahren errichtet.

Die einzigartige mehrstufige Struktur, die sich an die Kalkfelsen an der Schulter des Flusstales schmiegt, ist ein wahrhaft atemberaubender Anblick. Leider sind die meisten Säulen nicht im Original sondern Rekonstruktionen.  Dies wird besonders erkennbar, wenn man ältere Aufnahmen mit denen der jüngsten Zeit vergleicht.

Die Rekonstruktion der Tempelanlage hat mittlerweile eine über hundertjährige Geschichte. Die Ägyptologen der Universität Warschau verfolgten in Zusammenarbeit mit der ägyptischen Altertumsbehörde von Anfang an das Konzept, die zerstörte Bausubstanz mit modernsten Werkstoffen und Verarbeitungstechniken zu rekonstruieren und zu konservieren.

So ist der Tempel der Hatschepsut eine Dauerbaustelle wie auch viele andere Tempelanlagen in Ägypten.

Hatschepsut war die einzige weibliche Pharaonin in der Geschichte des alten Ägypten. Nach dem Tod ihres Vaters Thutmosis I. und ihres Halbbruders und Ehemanns Thutosis II., der ihrem Vater auf dem Thron folgte, kam sie im Neuen Reich an die Macht. Ihr Sohn Thutmosis der III. war zum Zeitpunkt ihrer Machtübernahme noch zu jung, um die Regentschaft zu übernehmen.

Viele der Verwüstungen der Tempelanlage sind angeblich durch Thutmosis III. verursacht, wohl aus Rache dafür, dass er durch seine Mutter so lange von der Macht abgehalten wurde. Mittlerweile geht die Forschung allerdings davon aus, dass die Zerstörungen erst viel später geschahen und sich diese Vermutung als haltlos herausgestellt hat. Diese Statue der Hatschepsut steht am Ende des nördlichen Flügels der 1. Pfeilerhalle.

In der sogenannten Hathor-Kapelle bilden die Säulen und Pfeiler den Kopf der Göttin Hathor ab. Die Frauenköpfe tragen Kuhohren und stellen damit den Bezug zu der Kuhgestalt der Göttin Hathor her.

Auf der daneben stehenden Stehle werden die Uräen (aufrecht stehende Schlangen) vom Sonnensymbol gekrönt.

Auf einer der Seiten wird Horus, der Falkengott gezeigt, der die Kronen von Ober- und Unterägypten sowie die Sonnenscheibe mit Uräus trägt. Jeweils einer der Uräen trägt um den Schlangenleib das Ankh, auch Anch, das Symbol des Lebens.

Vor den Pfeilern des dritten Portikus stehen einige Osirisstatuen, die eine beachtliche Höhe von etwa 5 Metern haben. Ursprünglich befanden sich an dieser Stelle 26 Statuen, von denen sieben restauriert und wieder aufgestellt wurden.

Ein Pfeiler, der einen Pharao abbildet. Während die rechte Figur fein herausgearbeitet wurde, bleibt die linke rudimentär, als seien die Arbeiten abgebrochen worden.

Anubis, der Gott der Unterwelt, sitzt vor einem Tisch, auf dem ihm Opfergabe dargebracht werden. Diese Darstellung befindet sich in der „Anubiskapelle“ auf der Westwand der Säulenhalle.

Auf der mittleren Terrasse der unteren Kapelle des Anubis findet sich auf der Nordwand über dem Nischeneingang diese Darstellung des Thutmosis III. wie er Weingefäße an Sokar darbietet. Sokar ist einer der ältesten Totengötter des alten Ägypten. Zu früheren Zeiten galt er als Fruchtbarkeitsgott, änderte dann aber seine Gestalt im Laufe der Zeit.

In der Säulenhalle der Anubiskapelle rechts von der südlichen Nische sieht man Nechbet und Re-Harachte. Nechbet (auch Nechebet) ist in der ägyptischen Mythologie eine Himmels- und Kronengöttin. Re-Harachte ist ein Sonnengott in der ägyptischen Mythologie. Er ist aus einer Verschmelzung der Gottheiten Re und Harachte entstanden.

In der Mitte zwischen den beiden Gottheiten befand sich ursprünglich eine Abbildung der Königin Hatschepsut, die aber restlos weggemeißelt wurde.  Darüber schwebt ein Geier mit gespreizten Flügeln. Die Geierdarstellung findet sich an verschiedenen Stellen des Tempels.

Ein Andenkenladen in der Nähe des Tempels. Die Verkäufer Hassan und Mahmoud warten auf Kundschaft.

Ein junger Ägypter auf dem Esel, der uns Touristen freundlich begrüßt.

Unser nächster Abstecher führte uns nach Medinet Habu, dem Totentempel des Ramses III.

 

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