Chartres

Chartes ist eine Kleinstadt, die 90 Kilometer südwestlich von Paris an der Eure liegt. Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist ihre Kathedrale.

Bevor wir die Kathedrale erreichten, entdeckten wir ein weiteres imposantes Gebäude in Chartres, bei dem es sich, wie kann man es anders erwarten, um das ehemalige Postamt der Stadt handelt, l’hôtel des Postes genannt.

Das Gebäude wurde zwischen 1923-1928 gebaut. Seid 2007 fungiert es nach umfangreicher Renovierung als Medienbibliothek.

Berühmt wurde die Stadt durch die Kathedrale Notre-Dame de Chartres. Sie wurde in der Zeit von 1194 bis 1220 erbaut. Damit ist sie die älteste hochgotische Kirche der Welt, die in ihrer Substanz unverändert geblieben ist.

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dem obigen Bild um eine Detailaufnahme der Fassade der Kathedrale. Deutlich erkennbar sind die gotischen Kreuzbögen und die zahlreichen Wasserspeier.

Der für damalige Zeiten schnelle Aufbau der Kathedrale ergab sich durch den starken Wettbewerb zwischen den französischen Städten, immerhin wurden zu dieser Zeit über 80 Kathedralen gebaut.

Diese Gruppe von Skulpturen befindet sich über dem Königsportal. In der langen Reihe sind Figuren von Königen dargestellt. Darüber thront die Statue Marias mit ihrem Kind umrahmt von zwei Engeln. Ein Motiv, das sich an und in der Kathedrale, die der Marienverehrung diente, mehrfach wiederholt.

Die Statuen des Chartreser Königsportals von 1145/50 sind die ältesten, noch erhaltenen gotischen Statuen der Kunstgeschichte.

Unterhalb dieser Figurengruppe befindet sich ein großes Rosettenfenster.  Im Zentrum der Rose ist Jesus abgebildet, wie er am Tag des Jüngsten Gerichts erscheint.

Die trophenartigen Kreise um die Mittelfigur zeigen vor allem Engel und Apostel. Im Inneren der Kathedrale sind diese Abbildungen natürlich besser zu erkennen.

Der Nordturm hat eine Höhe von 115 Meter und wurde 1516 fertiggestellt. Dabei sind die unteren Stockwerke älter als der zwischen 1142 und 1170 erbaute Südturm. Der Bau des ersten Stockwerks begann 1134, nach einem Brand aus demselben Jahr wurde der zweite Stock zwischen 1145 und 1152 gebaut und der dritte Stock begann im Jahr 1194 nach einem weiteren Brand.

Die Westfassade mit den beiden Türmen in einer Gesamtübersicht. Wesentliche Teile der Westfront wurden im 12. Jahrhundert gebaut. An der Westfassade befindet sich die Haupteingangstür zum religiösen Gebäude.

Umrahmt von zwei Türmen präsentiert es ein wichtiges skulpturales Programm: 24 große Statuen (heute sind leider nur noch 19 übrig) und mehr als 300 Figuren bilden eine Dekoration im Einklang mit der Architektur der Kathedrale.

Die Fassade ist 47,65 Meter breit, das Rosettenfenster hat einen Durchmesser von 12 Metern.

Das Südportal hat wie das Nordportal drei Buchten, denen eine Veranda vorausgeht. Es ist der Kirche geweiht, von den Aposteln (zentrale Bucht) bis zu den Beichtvätern (rechte Bucht) und den Märtyrern (linke Bucht). Seine Datierung liegt nahe an der des Nordportals, vielleicht etwas früher. 

Die Besichtigung der Kathedrale von Chartres bildete den Abschluss unser kleinen Rundreise zu den Schlössern der Loire, die uns auch heute noch in unvergesslicher Erinnerung ist.

 

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