Salzburg

Salzburg in Österreich liegt ungefähr 116 Kilometer von München entfernt.  Für Kulturreisende hat die Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten ihren besonderen Reiz. Hält man sich in der bayerischen Region auf, lohnt sich in jedem Fall ein Abstecher in die Mozart- und Festspielstadt. 

Die Stadt ist besonders attraktiv durch ihre landschaftliche Lage am Nordrand der Alpen, ihren zahlreichen Kirchen, dem Altstadtkern, Schlössern und  natürlich durch die Festung Hohensalzburg.

Ein großer Baum lädt während des Stadtrundgangs zum Ausruhen ein und bietet den Passanten Schatten in der warmen Sommerzeit.

In der Salzburger Altstadt befindet sich der Peterskeller,  auch St. Peter Stiftskulinarium genannt. In historischer Kulisse kann man dort die österreichische Küche genießen.

Der Sankt Peter Bezirk ist benannt nach dem Stift St. Peter, auch Erzabtei St. Peter, das älteste Benediktinerkloster Österreichs. In direkter Nähe befindet sich auch das Franziskanerkloster und der Salzburger Dom.

Der wilde Mann ist eine Brunnenfigur, ein Schildhalter mit dem Stadtwappen der Stadt Salzburg. Zum Zeitpunkt unseres Besuches war vom eigentliche Wappen nicht mehr viel zu sehen. Von Zeit zu Zeit wird die Figur gereinigt und das Wappen erneuert. Die Kosten der letzten Restauration in der Werkstatt der Metallrestauratorin Elisabeth Krebs in Wien 2012 beliefen sich auf immerhin 100.000 Euro.

Die Plastik wurde aus Kupferblech gefertigt, wodurch sich die grüne Patina erklärt. Im Rahmen der Restaurationsarbeiten stellte sich heraus, dass sie zu Anfang bunt bemalt war. Erfreulicherweise hat man im Rahmen der Restauration es dabei belassen, nur das Stadtwappen in den Originalfarben wieder herzustellen.

Von der Altstadt aus hat man einen guten Blick auf die Festung Hohensalzburg, einem Festungskomplex aus dem 11. Jahrhundert. Die Festung steht auf dem Festungsberg im Süden der Altstadt. Die erste Burg des Festungskomplexes wurde bereits 1077 im romanischen Stil erbaut.

Unter den zahlreichen Brunnen in Salzburg gehört die sogenannte Pferdeschwemme zweifelsohne zu den schönsten. An dieser Stelle stand ursprünglich der Hofmarstall der Salzburger Fürsterzbischöfe.

Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ 1696 die Marstallschwemme zum Tränken der Pferde errichten. Die Figur des Pferdebändigers ziert das fürsterzbischöfliche Wappen.

Die Fresken des Brunnens stammen aus 1732 und wurden durch Fürsterzbischof Firmian in Auftrag gegeben. Auch die Balustrade aus Marmor, die das Becken umgibt, wurde im Rahmen dieses Umbaus errichtet.

Einen malerischen Blick auf Salzburg mit der Festung Hohensalzburg im Hintergrund hat man vom Kapuzinerberg, einem Hügel in Salzburg, auf dem sich ein Kapuzinerkloster aus dem 17. Jahrhundert befindet.

Insbesondere ist die Festung Hohensalzburg vom Kapuzinerberg in ihrem gesamten Verlauf sehr gut zu erfassen. In den Sommermonaten ist die Stadt gut besucht.

Die Kirche mit den beiden Türmen mit Kupferdächern und der mächtigen Kuppel ist der Salzburger Dom aus der Zeit des Frühbarocks. Die ursprünglichen Kirchen wurden durch Brände zerstört. Der Dom in der heutigen Form wurde 1628 eingeweiht.

Davor sieht man die Kollegienkirche (Universitätskirche). Die Kollegienkirche entstand unter Erzbischof Johann Ernst Graf Thun als Gotteshaus für die schon 1620 gegründete Benediktiner-Universität.

Rechts befindet sich die Franziskanerkirche. Diese Kirche gehört zu dem Franziskanerkloster und wurde 1498 eröffnet. Sie besteht aus der ursprünglichen romanischen Langhaus-Basilika mit ihrem Kreuzrippengewölbe und daran anschließend in der gleichen Breite wie das Langhaus einem feingliedrigen spätgotischen Chor mit Sternrippengewölbe.

Wendet man den Blick weiter zur Seite kann man dem Verlauf des Flusses Salzach folgen, der durch die Stadt fließt. Am linken Ufer liegt die als Fußgängerzone ausgewiesene Altstadt mit Gebäuden aus dem Mittelalter und Barock. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses erstreckt sich die Neustadt aus dem 19. Jahrhundert.

Die Evangelische Christuskirche wurde 1867 eingeweiht. Sie ist ein Beispiel der Stilrichtung des romantischen Historismus. Auffallend ist der Turm mit einer begehbaren Balustrade.

Die Altstadt Salzburgs wird durch ihre zahlreichen Kirchen geprägt.

Zurück vom Kapuzinerberg kommen wir erneut an der Marstallschwemme vorbei, was uns Gelegenheit gibt, die Figur des aufbäumenden Pferdes aus einer anderen Perspektive aufzunehmen.

Dies ist ein frühes Hauptwerk von Michael Bernhard Mandl. Im Rahmen der Umbauarbeiten durch Fürsterzbischof Firmian wurde die Figur um 90° gedreht und erhielt einen neuen Sockel.

Die Kollegienkirche am Universitätsplatz trägt deutlich barocke Züge. Sie wurde vom Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach fertiggestellt und 1707 eingeweiht.

Sie ist neben dem Dom der bedeutendste Kirchenbau in Salzburg. Beeindruckend ist die mächtige Schaufassade nach Norden.

Auf dem vorgelagerten Universitätsplatz finden regelmäßig Wochenmärkte statt.

Eine weitere beeindruckende Brunnenanlage ist der Residenzbrunnen auf dem Residenzplatz in der Altstadt. Er wurde zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein geschaffen.

Von Juli 2008 bis Juni 2009 wurde der Brunnen mit einem Kostenaufwand von mehr als eine Million Euro restauriert.

Als Erschaffer des Brunnens gilt der Bildhauer Tommaso di Garona.

Speiende Meerrösser bilden die untere Gruppe. Darüber tragen vier athletische Männer die Wasserschale, in der drei Delphine ein weiteres, kleineres flaches Muschelbecken halten, in dessen Mitte ein Triton das Wasser nach oben sprüht.

Der Residenzbrunnen befindet sich auf dem Residenzplatz. Dieser wird begrenzt durch den Dom, das Domquartier und verschiedene Museumsgebäude wie das Salzburger Weihnachtsmuseum, das Salzburgmuseum und das Panorama Museum.

Vom Domplatz aus hat man einen guten Überblick über die Fassade des Salzburger Doms. Die mächtige zweitürmige Fassade ist mit einer Vielzahl von Figuren verziert. Die Türme sind 81 Meter hoch. Der Dom besteht aus einem marmorähnlichen Kalkstein.

Auf dem zweiten Geschoß befinden sich jeweils die Turmuhren. Zu dem Zeitpunkt unseres Besuches war die Fassade schwer angegriffen. Sie wurde daher in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem Budget von 5 Millionen Euro restauriert.

Kirschblüten mit Dom, eine gelungenen Kombination.

Über allem thront die Festung Hohensalzburg.

Selbstverständlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Dom auch von Innen zu besichtigen. Die auf der Vierung ruhende Tambourkuppel hat eine Höhe von 71 Meter.

In der Kuppel finden sich in zwei Reihen jeweils acht Fresken mit Szenen aus dem Alten Testament, die wie die Malereien im Hauptschiff Fra Arsenio (Donato) Mascagni (1579–1636) und Ignazio Solari zugeordnet werden.

Von Santino Solari soll der Altarraum stammen. Das Altarbild zeigt die Auferstehung Christi, gemalt von Arsenio Mascagni. Über dem Altar sind die Statuen von den Heiligen Rupert und Virgil.

Wieder zurück auf dem Domplatz sieht man im Vordergrund die Mariensäule. Dahinter schließt sich das schmucklose Gebäude der langen Galerie an. Im Hintergrund erkennt man Schiff und Turm der Franziskanerkirche.

Ein letzter Blick auf den imposanten Residenzbrunnen.

Vom Kapitelplatz aus erhaschen wir einen Seitenblick auf den Dom zu Salzburg. Einige Menschen nutzen die warme Witterung zu einem Schachspiel.

Wenn man Salzburg besucht, sollte man auch die zweite spektakuläre Pferdeschwemme nicht versäumen. Die Kapitelschwemme befindet sich auf dem Kapitelplatz.

Der ursprünglich an dieser Stelle befindliche Brunnen wurde 1732 durch Fürsterzbischof Firmian  ebenfalls zu einer Schwemme umgebaut. Hauptfigur ist der Meeresgott Neptun mit seinem Dreizack.

Von der Kapitelschwemme hat man einen guten Gesamtüberblick über das lebhafte Treiben auf dem Kapitelplatz.

Noch großartiger ist der Gesamtüberblick allerdings, wenn man sich die Mühe macht, auf die Festung Hohensalzburg zu gehen. Von dort erstreckt sich das schöne Salzburg in all seiner Pracht.

Der Dom zu Salzburg lässt sich von dieser Position in seiner gesamten Größe erfassen. Man erkennt beide Türme, Längsschiff, Querschiff und den Kuppelbau.

Die Dichte der Kirchen in dieser Stadt ist auffällig. Zum Zeitpunkt der Errichtung dieser Gotteshäuser wies Salzburg erst die Hälfte der heutigen Einwohnerzahl auf.

Auf dem Mönchsberg befindet sich eine Befestigungsanlage mit den beiden Türmen der Mönchsbergscharte (Roter Turm und Abtsturm), die durch selbige mit dem Festungsberg verbunden ist.

Aus der Festung bietet sich dieser Blick auf die Stadt Salzburg.

Die Festung Hohensalzburg war eine Wehranlage, die nach dem Verlust ihrer eigentlichen Bedeutung nach wie vor ein touristisches Ziel erster Güte ist.

Dem haben auch die Österreicher Rechnung getragen und die Festungsanlage 2015-2016 umfangreich renovieren lassen.

Von der Anlage hat man einen weitläufigen Blick über das Salzburger Land. Im Hintergrund sieht man im Dunstschleier die Alpen. Davor schlängelt sich die Salzach. Im Vordergrund ist das Stift Nonnberg zu sehen, ein Benediktinerinnenkloster.

Der Abschluss eines schönen Tages in der Stadt Salzburg, die auf jedem Fall einen Besuch wert ist.

 

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  1. Durch deinen Beitrag konnte ich mich einmal mehr davon überzeugen, wie schön Salzburg ist. Ganz bald schon, werde ich ein Wochenende dort buchen. Von mir aus (Zürich) fährt man auch nur ein paar Stunden mit dem ÖV.

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