Werl – Von der Sälzerstadt zur Wallfahrtsstadt

Die frühere Sälzerstadt Werl besticht nicht nur mit vielen Fachwerkhäusern im alten Stadtkern, sondern auch mit der Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung.

Begleitet uns auf unserem Stadtrundgang durch die kopfsteingepflasterten Gässchen und erlebt mit uns die Wallfahrtsbasilika.

Werler Stadtmodell

Diesen beginnen wir auf dem ‚Alten Markt‘, der das Zentrum der Stadt bildet. Hier befindet sich die Wallfahrtsbasilika, die am 16.10.1953 in den Rang der päpstlichen Basilicminora (Basilica minor) erhoben wurde.

Die Basilika ist eine dreischiffige Kirche der Franziskaner, zu der seit 1661 die Menschen pilgern. Hier erfahren wir auch, dass Werl bereits im Mittelalter zur Pilgerstation auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela geworden ist. Mittlerweile strömen jährlich sehr viele Pilger nach Werl.

Im Vordergrund der Basilika sehen wir an einer Steinmauer angebracht eine Tafel, die darauf hinweist, dass die Wallfahrtskirche zur Basilica minor erhoben wurde. Unmittelbar hinter dem Aufgang befindet sich eine Wandelhalle nebst Arkaden.

An der Seite der Basilika entdecken wir ein Tor, dass offensichtlich in einen Garten führt. Da das Tor nicht verschlossen und der Zugang nicht verboten ist, öffnen wir es und betreten die Außenanlagen der Wallfahrtsbasilika. Schnell stellen wir fest, dass wir nichts Unrechtes tun, da sich noch mehr Menschen hier befinden und der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die alte Wallfahrtskirche verfügt über einen liebevoll gepflegten Außenbereich, der uns durch zahlreiche große, alte Bäume ein wenig Schatten spendet und zum Verweilen einlädt.

Vom Garten aus gelangen wir durch die ‚Heilige Pforte‘ in das Innere der Wallfahrtsbasilika.

Durch das einfallende Sonnenlicht kommen die Motive der Fenster im Seitenschiff besonders zur Geltung. Sie stammen aus dem Jahr 1961, wurden von Helmut Lang aus Antikglas, Schwarzlot und Blei hergestellt.

Darbringung Jesu im Tempel
Geistsendung

Es erfolgten im Inneren der Basilika immer wieder Umbaumaßnahmen. So wurde unter anderem die komplette Ausstattung aus der Zeit der Errichtung der Kirche im Rahmen von Modernisierungsarbeiten entfernt.

Oben: neue Wallfahrtsbasilika / Unten: alte Wallfahrtsbasilika

In der Nähe des Altars befindet sich das Gnadenbild, welches Maria sitzend auf einem Thron dargestellt.

Gnadenbild

Auf der gegenüberliegenden Seite des Gnadenbildes befindet sich die im Jahr 1961 errichtete Orgel mit ca. 4.500 Pfeifen. Über ihr ist die von Wilhelm Buschulte, einem deutschen Maler, Grafiker und Glasbildner hergestellte Rosette, in deren Mittelfeld Maria zu sehen ist.

Diese spiegelt sich in der Glasscheibe, die das Gnadenbild umgibt, sehr schön wider.

Nach der Besichtigung der Basilika setzen wir unseren Stadtrundgang fort, um uns den alten Stadtkern anzuschauen. Wir queren den Marktplatz in Richtung Propsteikirche und Krämergasse. Hier sollen neben der Propstei auch die alten Fachwerkhäuser zu finden sein. Die Spannung, was uns hier erwarten wird, steigt.

Handwerkerbrunnen

Auf dem Bild sehen wir den Handwerkerbrunnen, eine Detailaufnahme des Brunnens auf dem Marktplatz. Dieser setzt sich aus drei Bereichen zusammen: den „Pilgerweg von Soest nach Werl“ (Titelbild des Beitrags), den „Dichter-Brunnen“ und den „Handwerker-Brunnen“.

Die Stadt Werl wurde einst durch die Gewinnung des Salzes geprägt, mittlerweile ist es der drittgrößte Wallfahrtsort in Deutschland.

Wir entdecken bei unserem Stadtrundgang viele klassizistische Fassaden. Die mit sehr viel Fleiß und liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser sowie die mit Kopfstein gepflasterten Gassen runden die Tour ab.

Auf der Straße „Kirchplatz“ fallen uns einige Touristen auf, die sich durch ein schmiedeeisernes Tor ein altes Haus anschauen. Wir erhaschen einen Blick und erfahren, dass es sich um die Propstei handelt, die mittlerweile unter Denkmalschutz steht.

Eingang zur alten Propstei

Solche schmiedeeisernen Tore sind in Werl vor großen, teilweise prunkvollen, Grundstücken häufig zu finden.

Nun ist es hier allerdings nicht so, dass sich alle großen Grundstücke in einem bestimmten Teil der Stadt befinden. Vielmehr wechseln sich kleinere Grundstücksparzellen mit den größeren ab. Die großflächigen Grundstücke standen früher im Besitz der Erbsälzerfamilien. Mittendrin befinden sich die Großbauten wie die Probsteikirche und die Wallfahrtsbasilika. Die Stadt stellt sich ihren Besuchern somit sehr kontrastreich dar.

Alte Fachwerkhäuser prägen den Stadtkern

Den späten Nachmittag und Abend verbringen wir am Möhnesee, der von Werl aus schnell zu erreichen und der ideale Platz ist, um den Tag nach einer Stadtbesichtigung ausklingen zu lassen.

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