Ein Tag in Sirmione am Gardasee

Am Anfang unserer wunderschönen Reise durch Italien verbrachten wir einen Tag in Sirmione am Gardasee.

Der Gardasee, gelegen zwischen den Alpen und der Po-Ebene ist der größte See in Italien. Von unserer letzten Station in Bozen waren es knapp 160 km bis hierher.

Sirmione ist eine kleine italienische Gemeinde in der Region der Lombardei und mit Sicherheit einer der schönsten Orte am Gardasee. Am Südufer des Gardasees auf einer in den See hineinragenden Halbinsel erreichen wir Sirmione.

Um einen Teil der Schönheit des Sees genießen zu können, fuhren wir eine längere Strecke am Seeufer entlang und konnten den ein oder anderen tollen Blick auf den Gardasee erhaschen.

Die Altstadt von Sirmione ist zauberhaft. Allerdings hat sie einen Nachteil. Wenn man sie in Ruhe besichtigen möchte, sollte man schon sehr zeitig vor Ort sein. Gegen Mittag ist Sirmione von Touristen völlig überlaufen und eine Stadtbesichtigung artet in Gedränge und Geschiebe aus. Wir waren bestens vorbereitet und deshalb auch schon sehr früh angereist, was auch unschwer auf den Fotos zu erkennen ist, da teilweise über den See noch eine richtige Dunstglocke hing.

So konnten wir das Schlendern durch die engen Gässchen in vollen Zügen genießen. Die Geschäfte sind nett und mit viel Liebe eingerichtet und zahlreiche Cafés aber auch Restaurant laden ein, die Zeit ein wenig still stehen und das Gesehene „sacken“ zu lassen.

Das frühere Fischerdörfchen hat sich mittlerweile komplett dem Fremdenverkehr zugewandt. Mit den liebevoll hergerichteten Häusern und gepflasterten Gassen lockt es täglich zahlreiche Touristen an.

Die Piazza Carducci und die Straße Corso Vittorio Emanuele sind der eigentliche Mittelpunkt der Altstadt. Denn hier reihen sich tatsächlich Geschäfte, Boutiquen, Cafés und Restaurant aneinander.

Das Castello Scaligero (Scaligerburg) ist eine der schönsten Wasserburgen am Gardasee.

Im 13. Jahrhundert wurde sie zur Verteidigung der Stadt erbaut. Sie ist zur Besichtigung geöffnet, so dass in den Räumen der Burg sowohl mittelalterliche als auch römische Ausstellungsgegenstände bewundert werden können. Gleichzeitig stellt sie auch den Eingang zur Altstadt dar.

Der Hauptturm bietet aufgrund seiner Höhe von 30 Metern einen schönen Blick über den Hafen, auf den See und die pittoreske Umgebung.

Mit ihren vielen Türmen, Zinnen und Mauern bietet die Wasserburg viele Fotomotive. Besonders auch abends, wenn sie angestrahlt wird.

Die Wasserburg ist das Wahrzeichen von Sirmione. Sie befindet sich unmittelbar neben der Brücke, die früher von den Scaligeri auf dem Osthafen errichtet wurde.

Auch wenn ihr heute hier einen sehr idyllischen Ort vorfindet, so war dieser einst Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. So wurden beispielsweise im 13. Jahrhundert sehr viele Anhänger der religiösen Gemeinschaft der Pataria hier hingerichtet.

Die Chiesa Santa Maria Maggiore befindet sich etwas abseits vom Zentrum. Interessant an der Kirche ist, dass der Kirchturm aus einem Skaligerturm entstanden ist, der allerdings nicht in das Gebäude der Kirche, sondern in ein der Kirche gegenüberliegendes Haus eingebaut wurde.

Besuchst du gerne Kirchen? Dann solltest du dir die Chiesa Santa Maria Maggiore unbedingt ansehen. Zu finden ist sie auf der Via Santa Maria Maggiore. So unscheinbar sie von außen wirkt, so sehr überzeugt das Innere. Sie wurde beispielsweise mit Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert ausgestattet.

Neben der Scaligerburg sind die Grotte di Catullo (Grotten des Catull), eine weitere Sehenswürdigkeit. Wenn du jetzt denkst, dass es sich hierbei um Felshöhlen handelt, liegst du völlig falsch. Es sind Ruinen einer antiken römischen Villa, ungefähr aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Das Areal steht zur Besichtigung offen. Von hier aus könnt ihr auch den tollen Ausblick auf die in der Nähe befindlichen Oliven- und Zypressenhaine genießen.

Wer nach diesen Sehenswürdigkeiten noch Zeit übrig hat, kann sich ein wenig im Maria-Callas-Park umsehen. Maria Callas war geradezu in Sirmione verliebt. Die griechische Sopranistin lebte sogar in der Zeit von 1950 bis 1959 hier. Die Villa Maria Callas befindet sich auf einem dicht bewachsenen Hügel mitten auf der Insel. Ihr gegenüber befindet sich mittlerweile ein Luxushotel.

Durch die imposante Lage der Stadt wurde Sirmione zur Perle des Gardasees. Eine Stadt mit zahlreichen Facetten stellt sich den Touristen vor. Neben der romantischen Altstadt, der Scaligerburg und die Ruinen der römischen Villa hat die Stadt noch sehr viel mehr Seiten, die es zu entdecken gibt.

Da wir auf einem Roadtrip durch Italien waren, konnten wir nicht alles erkunden und haben uns auf die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten konzentriert.

Den Abend verbrachten wir in der Altstadt und ließen dort den Charme der Stadt noch einmal auf uns wirken.

Bereits am nächsten Morgen ging es weiter nach Verona.

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2 Antworten auf “Ein Tag in Sirmione am Gardasee”

    1. Hallo, die Reise ist schon länger her und fand außerhalb der Schulferien statt. Grundsätzlich sollte man Sirmione morgens besuchen. Ab Mittags ist die Stadt von Touristen überlaufen.
      Viele Grüße
      Ulrike

      Gefällt 1 Person

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