Meran

– Die Stadt, in der schon Kaiserin Sissi wohnte –

Der Vinschgau, das Etschtal und das Passeiertal münden in einen wunderschönen Talkessel, in dem eine Stadt mit Mittelmeerklima liegt – Meran.

Ein wohl allen bekannter Kurort, der durch seine Jugendstilgebäude geprägt wird. Auf der Südseite der Alpen gelegen wird sie oft als ‚Perle‘ von Südtirol bezeichnet.

Blick auf die Passer

Meran ist von großen Parks, Promenaden und Flüssen umsäumt. Die – je nach Jahreszeit – mit Schnee bedeckten  Gipfel könnt ihr fast überall von der Stadt aus sehen. Es ist ein seltsamer Anblick, wenn Palmen und andere exotische Pflanzen auf verschneite Gipfel treffen. Durch das fast ganzjährige mediterrane Klima ist dies jedoch möglich.

Auch gibt es in Meran keine Verständigungsprobleme. Mit Italienisch, Deutsch und Englisch findet ihr immer Gesprächspartner.

Palmen und mit Schnee bedeckte Gipfel

Während unseres Urlaubs entschließen wir uns, erneut einen Ausflug nach Meran zu machen. Vor ein paar Jahren waren wir schon einmal hier und nun sind wir gespannt, ob und – wenn ja – wie sich die Stadt verändert hat.

Wir parken im Parkhaus an der Therme. Dieses Parkhaus ist zwar etwas teurer, dafür aber leicht zu finden und sehr zentrumsnah. Ein Hinweis für alle, die einen größeren Wagen fahren: die Stellplätze haben eine ausreichende Breite.

Auf unserem Weg vom Parkhaus zur Altstadt laufen wir über die Thermenbrücke und überqueren die Passer. Durch die Passer wird die Altstadt von allen anderen Stadtteilen getrennt. Wisst ihr, wo die Passer ihren Ursprung hat? Nein? Mir geht es ebenso. Die Passer hat ihre Quelle am Timmelsjoch. Auf dem Weg durch das Passeirtal, den Sarntaler Alpen und der Texelgruppe wuchs der jetzt durch Meran fließende Fluss heran.

Die Passer teilt die Stadt
Die Passer teilt die Stadt

Als erstes wollen wir uns die Laubengasse ansehen und schlängeln uns durch das Gewusel vieler Menschen. Wir befinden uns nun auf der Passeggiata Lungo Passirio (der Passerpromenade). Von hier aus sind es nur noch wenige Schritte bis ins Meraner Stadtzentrum und wir erreichen die bekannten „Meraner Laubengassen“, eine Einkaufsmeile, die aber auch mit vielen Sehenswürdigkeiten des Mittelalters bestückt ist. Uns erwartet ein bunter Mix aus vielen unterschiedlichen Geschäften, Delikatessengeschäften, Lokalen und Bars.

Laubengasse

Unbedingt müsst ihr bei einem Bummel durch die Laubengassen einen Blick auf die auffallend schönen Fassaden der Häuser werfen, die mit Erkern und Torbögen aus verschiedenen Zeitepochen versehen sind. Je nach Tageszeit könnt ihr gemütlich durch die Laubengassen bummeln oder aber ihr werdet geschoben.

Einheimische erzählen uns, dass dies die längsten Laubengassen in ganz Tirol seien.

Am Ende der Laubengassen erreichen wir im ältestesten Stadtteil von Meran – Steinach – den Pfarrplatz. Groß und mächtig steht auf diesem die St. Nikolaus-Kirche.  Sie stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Außenwand wird durch ein großes Christopherus-Fresko verziert.

Pfarrplatz

Wenn ihr euch den ca. 80 Meter hohen Turm anschaut, werdet ihr darüber verwundert sein, dass dieser mehrere Uhren hat. Ursprünglich konnten die Stadtbewohner auf den unteren Uhren die Zeit ablesen. Dann jedoch wurden die Häuser immer größer und auch höher, die Uhren konnten nicht mehr von allen Plätzen der Stadt gesehen werden. Kurzerhand wurde das Uhrwerk weiter nach oben versetzt, so dass jetzt die Uhrzeit wieder von den Kirchturmuhren abgelesen werden kann.

Insgesamt sieben Uhren zeigen nun die Zeit an, wer sich jetzt noch verspätet, muss eine wirklich gute Ausrede haben!

Sieben Uhren zeigen die Zeit an

Wer schon mehrere Berichte von mir gelesen hat weiß, dass ich – fast – jede Kirche auch von innen besichtigen muss. So machen wir uns auf und schauen uns die St. Nikolaus-Kirche von innen an.

Der in der Kirche befindliche Hochaltar stammt aus den Jahren 1786-1788. Die Meraner Einwohner haben die sieben Kirchenfenster gestiftet. Auf diesen werden Szenen aus dem Leben Mariens dargestellt, wobei das mittlere Fenster die Marienkrönung zeigt. Die Statuen, die wir zwischen den Fenstern aufgebaut sehen, stellen neben den 12 Aposteln auch Christus und Maria dar.

St. Nikolaus-Kirche

Nach der Besichtigung der Kirche erkunden wir weitere Gassen und Winkel der Stadt und finden uns schließlich am Bozener Tor wieder.

Bozener Tor

Bis zur Kurpromenade, die am Ufer der Passer liegt, ist es nur einen Steinwurf weit. Entlang des Flusses laufen wir vorbei an wunderschönen Gebäuden bis wir schließlich zur Wandelhalle kommen. Dort überqueren wir über den ‚Steinerner Steg‘ die Passer und gehen über die Passeggiata Estate (Sommerpromenade) zurück. Diese wird u.a. durch große Mammutbäume gesäumt, die im Sommer sehr viel Schatten spenden und für angenehme Temperaturen sorgen.

Blick auf die Winterpromenade

Wir laufen weiter und finden in einem kleinen Park das Sissi-Denkmal. Dieses wurde zu Ehren der Kaiserin Elisabeth aufgestellt, die mehrfach die Stadt Meran besucht hat und ihr damit ein höherer Bekanntheitsgrad verliehen wurde.

Sissi-Denkmal

Über die schönste Brücke Merans, die Postbrücke, geht es zurück auf die Passeggiata Lungo Passirio.

Wir wollen uns natürlich auch noch das Kurhaus ansehen. Man sagt, dass es das schönste Gebäude der Stadt ist. Die Errichtung des Kurhauses begann im 19. Jahrhundert und dauerte bis in das 20. Jahrhundert. Zwischenzeitlich wurde es zu einem Veranstaltungszentrum umfunktioniert.

Leider können wir wegen einer Veranstaltung das Kurhaus nicht von innen besichtigen. Eine wohlhabende, bekannte italienische Familie feiert hier gerade ihr 100jähriges Bestehen. Die Räumlichkeiten sind somit für die Öffentlichkeit während dieser Feier nicht zugänglich.

Kurhaus

Einer der ersten Urlaubstage neigt sich dem Ende und wir beschließen, in ein nettes Lokal einzukehren und uns etwas zu stärken. Noch während wir in dem Lokal sitzen überlegen wir, wo es als nächstes hingehen soll.

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