Burg Pfalzgrafenstein Rhein Rheinland-Pfalz

Burg Pfalzgrafenstein

Burg Pfalzgrafenstein – lohnt sich ein Besuch? Dieser Frage werden wir heute in einem Kurzbericht über dieses kleine, aber dennoch schmucke Bauwerk auf den Grund gehen.

Auf unserer Tour am Rhein entlang kommen wir auch an der malerischen „Inselburg“ Pfalzgrafenstein vorbei. Mitten im Rhein stehend hält sie seit Jahrhunderten den Wogen des Stromes stand. Sie befindet sich in der Strombiegung rheinabwärts hinter Bacharach auf der Valckenaue, einer kleinen Rheininsel gegenüber von Kaub in Rheinland-Pfalz. Somit ist die Burg eine Wehranlage am Mittelrhein, die am niedrigsten liegt. Erreicht werden kann sie nur mit der Fähre.

Ursprünglich hatte sie ihren Zweck darin, als Zollburg zu dienen. Dies führte selbstverständlich zu einem großen Ärgernis der Bischöfe, da auch die Schiffer, die den Wein der Klöster transportierten, Zoll entrichten mussten.

Auch in späteren Jahren wurde sie von einer adligen Familie bewohnt. Lediglich der Kommandant hat eine kleine Wohnung in den Gemäuern und konnte von seiner Wohnung aus die Zollstation, die gegenüber der Burg lag, beobachten.

Ludwig IV. ließ zunächst in der Zeit von 1326-1327 den fünfeckigen Bergfried errichten, im weiteren Verlauf entstand der Rest des Gebäudes. Dieser konnte im Übrigen nur mittels einer Zugbrücke erreicht werden.

In den Jahren 1339-1342 folgte die Ringmauer mit einer Höhe von zwölf Metern. Diese wurde zudem mit einem überdachten Wehrgang versehen. Darüber hinaus verfügte die Burg sogar über ein Verlies. Da die Burg in unmittelbar Nähe zum Rhein steht, ja eigentlich sogar mittendrin, stellt sich die Frage, ob die Mauern dem Hochwasser trotzen und die Gefangenen im Verlies schützen konnten. Offensichtlich hat sich der Bauherr damals auch darüber Gedanken gemacht und so soll sich bei Hochwasser der Boden anheben.

Durch den barocken Turmhelm erhielt die Burg ihr heutiges Aussehen. Der Turm erlangte somit eine Höhe von 36 Metern.


Burg Pfalzgrafenstein ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. 

Burg Pfalzgrafenstein Rhein Rheinland-Pfalz Kaub
Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub

Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die Burg vorne einem Schiffsbug ähnelt, weshalb sie häufig als das „steinerne Schiff“ bezeichnet wird.

Victor Hugo

So hat Victor Hugo die Burg Pfalzgrafenstein auf seiner Rheinreise beschrieben.

Der Innenhof ist mit einer Länge von ungefähr 25 Metern und einer Breite von 12 Metern recht groß. Von außen hätten wir alles etwas kleiner eingeschätzt. Darüber hinaus ist er durch die Galerien recht offen gestaltet.


Idealerweise parkt man in der Nähe von Kaub und setzt dann mit der einer Fähre zur Burg über. Sowohl das Entgelt für die Fähre als auch der Eintritt für die Burg werden gemeinsam in der Burg bezahlt. 

Nachdem der Zollbetrieb eingestellt wurde, hatte die Burg bis in die 1960er Jahre die Funktion als Signalstation für die Schifffahrt.

Heute fungiert Burg Pfalzgrafenstein als Museum, weshalb es möglich ist, diese auch von innen zu besichtigen.

Neben einer Führung kann die Burg auch selbst entdeckt werden. Fahr nicht vorbei, sondern schau herein. Schleiche über die Wehrgänge, bestaune den Bergfried und gestalte dir deine eigene Entdeckungstour durch die Burggemäuer. Genieße den Ausflug ins Mittelalter.

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Ja, es lohnt sich, Burg Pfalzgrafenstein einen Besuch abzustatten. So klein die Burg ist, so beeindruckend ist sie auch. Es besteht wohl kein Zweifel daran, dass es sich hierbei um ein begehrtes Fotomotiv handelt. Verbinden kann man einen Besuch der Burg durchaus mit einer Stadtbesichtigung von Bacharach.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Kurzbericht dein Interesse an der Burg Pfalzgrafenstein geweckt haben.


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