Bad Teinach-Zavelstein
Bad Teinach-Zavelstein im Nordschwarzwald beeindruckt neben der Burgruine Zavelstein mit wunderschönen Fachwerkhäusern und zahlreichen Wanderwegen.
Das Städtchen Zavelstein erhebt sich 170 m über Bad Teinach. Der Kurort Bad Teinach schaut auf eine lange Tradition als Heilbad zurück.
Einquartiert haben wir uns in dem historischen Ortsteil Zavelstein im Wellness-Hotel Berlins KroneLamm.

Das Wellnesshotel liegt direkt am Waldrand und lädt nach ausgiebigen Spaziergängen zum Relaxen und Genießen im Gourmetrestaurant ein.
Burgruine Zavelstein
Burg Zavelstein wurde um 1200 als Zavelsteiner Stauferburg erbaut und diente fortan verschiedenen Burgherren als Wohnsitz.

Dadurch, dass 1367 der Württembergische Graf Eberhard II. nach Zavelstein fliehen musste, bekam diese einen besonderen Stellenwert.
Später (1525) wurde sie im Rahmen der Bauernkriege extrem beschädigt, was die Burgherren jedoch nicht davon abhielt, ihren Wohnsitz dort zu belassen.

Bevor wir zum Burgeingang kamen, mussten wir den Burggraben mit der dazugehörigen Zugbrücke passieren.
Von 1989 bis 1992 wurde der ehemalige Burggraben sowie der Zugang zur Burg Zavelstein wieder freigelegt.

Freiherr Benjamin Buwinghausen von Wallmerode war ab 1612 der neue Besitzer, was ihn dazu veranlasste, die Burg zu einem Spätrenaissanceschloss umbauen zu lassen. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde sodann auch das Schloss erheblich zerstört und wechselte erneut den Besitzer. Allerdings wurden keine Sanierungsmaßnahmen mehr durchgeführt, so dass seit diesem Zeitpunkt lediglich die Ruine verblieben ist.

Allein im Inneren des Burghofes wird man in die Vergangenheit zurückversetzt. Leider ist von der früheren Stauferburg nur noch ein Teil der Kernburg erhalten. Neben den Halsgräben, der Toranlage und dem Kellergewölbe ist auch der sanierte Bergfried zu besichtigen.


Selbstverständlich waren wir auch neugierig auf das Innere der Burg, zumindest auf das, was noch erhalten geblieben ist.
Nachdem ich eine Treppe ausfindig gemacht hatte, stellte sich nur noch die Frage, wo uns diese wohl hinführen mag. Ins Verließ? Nicht ganz. Wir erreichten den „Großen Burgkeller“, der dazu diente riesige Mengen Weinfässer zu lagern. Ungefähr 300 hl Wein wurden im Rahmen einer Plünderung im Jahr 1634 aus diesem Keller entwendet.
Danach stand die Besichtigung des Bergfrieds an, natürlich mussten wir wieder hoch hinaus!

Die Treppenanlage ist relativ neu und sicher. Die Mühe, den Bergfried zu besteigen, lohnt sich auf jeden Fall.

Der 28 Meter hohe Bergfried wurde um 1200 erbaut. Erst 1813 wurde der heutige Eingang zum Turm mittels eines Durchbruchs erstellt. Der frühere Zugang befand sich ungefähr auf halber Höhe.
Im unteren Teil des Bergfrieds befand sich früher das Verließ, in dem die Gefangenen untergebracht waren.
Im oberen Teil des Bergfrieds bestanden die Stufen aus alten und ausgetretenen Steinen. Auch wurde es, je weiter man nach oben kam, enger. Doch dann eröffneten sich uns bei bestem Wetter sagenhafte Ausblicke …




Nach der Besichtigung der Burg waren wir gespannt, was das mittelalterliche Dörfchen noch alles zu bieten hat.
Die Burgruine Zavelstein ist heute ein beliebter Ort für Hochzeiten und Konzerte.
Stadtrundgang
Zavelstein blickt als ehemals kleinste Stadt Baden-Württembergs auf eine spannende Geschichte. Alleine die charmante kleine Fußgängerzone, die unmittelbar vor der Burgruine endet, verzaubert mit ihren schmucken Fachwerkhäusern die Besucher. Das komplette mittelalterliche Städtchen steht unter Denkmalschutz.
Zavelstein verfügte über mehrere Jahrhunderte über eine eigene Schmiede. Mittlerweile haben die Schmiede den Ort verlassen und so steht sie für Touristen zur Besichtigung offen.

Schmiede waren seinerzeit in den Ortschaften wichtige Handwerker und unverzichtbar.
Die Besichtigung der Schmiede ist kostenlos.
1379 fand die Kirche St. Georg erstmals Erwähnung als eine Kapelle. Nach einer aufwendigen Umgestaltung 1578 erhielt die Kirche ihre heutige Größe und das Aussehen.

Im Inneren wird die schlichte Gestaltung durch Grabsteine geprägt. Diese gehören zu der Familie von Buwinghausen und stammen aus dem 17./18. Jahrhundert.
Der massive ehemalige Wehrturm verleiht der Kirche einen besonderen Charme.

Das Pfarrhaus wurde 1545 für das „Ämbtlen Zavelstein“ errichtet.

Das Zavelsteiner Schul- und Rathaus entstand in den Jahren 1841-1845. Neben dem Klassenzimmer beherbergte es Räume für den Bürgermeister und den Gemeinderat. Sogar die Wohnung des Schulmeisters fand in dem Haus einen Platz.
Seit 2000 ist hier nunmehr das Heimatmuseum untergebracht.
Wusstest du, was ein Waaghäusle ist?
Das historische Waaghäusle in Zavelstein stammt aus dem Jahr 1906. Es steht direkt am Straßenrand und ist für Besichtigungen geöffnet.

Im Inneren befinden sich Plakate, die über die Geschichte und die Nutzung des Waaghäusle informieren. Es diente früher zum Wiegen des schlachtreifen Viehs.
Wandern in Zavelstein
Die Wälder rund um Bad Teinach-Zavelstein sind ein wahres Wanderparadies. So ist Zavelstein ein wunderbarer Ausgangspunkt für viele Touren.
Auch die sagenumwobene Zavelsteiner Burg ist von Wanderwegen umgeben, die mit informativen Tafeln zum Aufbau und Werdegang der Burg den Wissensdurst der Wanderer stillen.
So kannst du den Historischen Rundweg bewandern. Während du durch den Wald läufst eröffnen sich immer wieder Blicke in das Tal und auf die Burgruine Zavelstein.
Die Strecke ist sehr kurz, abwechslungsreich und teilweise sogar anspruchsvoll.
Interessantes zu Wanderungen um die Burg Zavelstein findest du auf dem Bestager Reiseblog. Dagmar berichtet in ihrem Beitrag über den berühmten Zavelsteiner Krokusweg. Ein Naturschauspiel, das weit über die Grenzen von Bad Teinach-Zavelstein hinaus bekannt ist.
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