Paris – À la deuxième vue

Paris übt einen besonderen Reiz auf seine Besucher aus. Nirgendwo anders auf der Welt gibt es eine derart kulturelle Vielfalt an Kultur und Unterhaltung. Es verwundert daher nicht, dass viele ihrer Besucher die Stadt ein zweites Mal oder sogar öfter als Reiseziel auswählen.

Auch wir haben Paris wiederholt besucht, wobei unser Interesse nicht nur den historischen Bauten, den zahlreichen Museen, den vielfältigen Parkanlagen sondern insbesondere dem Zauber dieser Stadt galt, die einfach zum Flanieren einlädt.

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Paris ist ohne Zweifel der Eiffelturm, der zwischen 1887 und 1889 als Eisenfachwerkturm im Rahmen der damaligen Weltausstellung und zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet wurde. Benannt nach seinem Erbauer Gustave Eiffel ist der 312 Meter hohe Turm wahrscheinlich bereits millionenfach fotografiert worden.

Besonders gute Panoramafotos lassen sich vom Tour de Montparnasse anfertigen. Dieses 210 Meter hohe Bürogebäude befindet sich im Stadtteil Montparnasse und wurde von 1969 bis 1973 vom Architekten Roger Saubot errichtet.

Heutzutage kostet der Eintritt zu diesem Gebäude 15 Euro. Eine Investition, die sich lohnt und den Besucher in der obersten Etage mit einem atemberaubenden Ausblick über ganz Paris belohnt.

Einen besonderen Reiz übt das nächtliche Paris aus. Abends sind viele historische Gebäude illuminiert und bieten attraktive Motive für den Fotografen. Natürlich durfte auch bei dieser nächtlichen Tour der Triumphbogen nicht fehlen, den wir bereits während unserer ersten Parisreise besichtigt hatten.

Seine Errichtung geht bekanntlich zurück auf Napoleon I., der dieses Denkmal zur Ehrung der Grand Armée errichtete, jene Soldaten, die zur damaligen Zeit Europa in weiten Teilen eroberten.

Während unseres nächtlichen Rundgangs gelangten wir selbstverständlich auch zum Eiffelturm, der immer wieder auf eine andere Art angestrahlt wird. Auf diesem Bild ist die klassische Variante vom nordwestlichen Ende des Champ de Mars zu sehen.

Auch am Tage hat der Triumphbogen einen besonderen Anziehungswert. Als Vorbild des Bauwerkes diente der Triumphbogen des Konstantins in Rom, der zu Ehren des Kaisers Konstantin in Erinnerung an dessen Sieg an der Milvischen Brücke im Jahre 312 errichtet wurde.

Von dem bereits oben erwähnten Tour de Montparnasse erschließt sich ein weitläufiger Blick über Paris, in dessen Zentrum hier das Wahrzeichen von Paris steht.

Aus dem Häusermeer ragt hier die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre heraus, die in der Zeit von 1875 bis 1914 gebaut wurde. Begonnen wurde der Bau durch den Architekten Paul Abadie, dem nach seinem Tode im Jahr 1884 noch sechs weitere Architekten folgten.

Anstoß für den Bau dieser Kirche gab merkwürdigerweise kein religiöser Impuls sondern die Niederlage Frankreichs gegen Preußen 1870/71.

Im Blickfeld dieses Bildes ist die Kathedrale Notre Dame, die  in den Jahren von 1163 bis 1345 errichtet wurde und damit eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs ist.

Sie wurde am 15. und 16. April 2019 durch einen Großbrand schwer beschädigt. Mit den Restaurationsarbeiten wurde im November 2021 begonnen. Diese werden sich vermutlich noch viele Jahre hinziehen.

Ein weiteres Monument in Paris ist das Panthéon, die nationale Ruhmeshalle Frankreichs und die Grabstätte französischer Berühmtheiten. Es wurde in der Zeit von 1758 bis 1790 erbaut.

Zuletzt wurde dieses Gebäude im Zusammenhang mit der Ehrung der Tänzerin und Bürgerrechtlerin Josephine Baker erwähnt. Die französische Regierung ehrte diese Persönlichkeit am 30.11.2021 mit der Aufnahme in die Ruhmeshalle.

Ein weiterer markanter Kuppelbau in Paris ist der Invalidendom. Dieser wurde von 1679 bis 1708 unter der Bezeichnung Chapelle royale des Invalides als Kirche gebaut und war dem Heiligen Ludwig geweiht. Im Jahre 1840 wurde die Kirche zur Grabstätte Napoleon I. umgebaut.

Der ehemalige Kaiser konnte erst 1861 in der Grabstätte beigesetzt werden.

Spektakulär ist auch das Grand Palais, ein riesiger Glaskuppelbau, der im Rahmen der Weltausstellung im Jahre 1900 errichtet wurde. Es stellt mit dem gegenüberliegenden Petit Palais und der benachbarten Pont Alexandre III ein bedeutendes Architekturensemble der Belle Époque dar.

Im letzten Jahr befand sich im Grand Palais eine riesige Eisfläche, auf der die Pariser Schlittschuhlaufen konnten. Gerne wurden die Räume auch als Diskothek genutzt.

Aus dem Häusermeer ragt der Triumphbogen heraus, was bei seiner Höhe von immerhin 49,54 Metern nicht erstaunlich ist.

Im Hintergrund ist Notre Dame zu sehen. Der Vordergrund bietet eine hervorragende Übersicht über den Jardin des Tuileries. Diese Gartenanlage wurde 1564 im Auftrag von Catherine de Medici errichtet und 1664 durch den Gartenbauarchitekten André Le Nôtre in einen französischen Garten umgestaltet.

Besonders im Sommer lohnt sich ein Spaziergang durch diesen berühmten Garten, in dem es auch zahlreiche Statuen von Künstlern wie Rodin zu bestaunen gibt. An den Garten grenzt das mächtige Gebäude des Louvre an.

Auffällig ist auch die Gebäudekette, die sich entlang der Seine zieht. Eine Vielzahl von Palästen säumen das Ufer des Flusses.

Vor der Kirche St. Eustache befindet sich auf dem Platz Rene-Cassin die Skulptur Ecoute von Henri de Miller aus dem Jahre 1986. Die Figur bestehend aus einem Kopf, der sich auf eine offene Hand lehnt, wurde von dem französischen Bildhauer aus Sandstein gefertigt.

Aus einer anderen Blickrichtung gewinnt das Ensemble aus Skulptur und Platz eine ganz andere Sinnhaftigkeit. Im Hintergrund befindet sich das runde Gebäude der Bourse de Commerce – Pinault Collection, ein historische Gebäude, das in ein Museum umgebaut wurde.

Vormals befand sich in diesem Gebäude die Handelsbörse. Der Umbau hat über 200 Millionen Euro gekostet. Im Jahr 2016 fand die Eröffnung statt. Auf dem Foto ist der Rundbau noch in seinem Originalzustand zu sehen.

Aus dem Wust vieler historischer Gebäude erhebt sich im Hintergrund die schmale Silhouette des Hyatt Regency, früher als Hotel Concorde La Fayette bekannt.

Sacré-Cœur de Montmartre ist auch von vielen anderen Gebäuden gut zu sehen. Nicht weil sie so hoch ist, die Kirche hat lediglich eine Höhe von 83 Metern. Aber der Hügel Montmatre, auf dem sie steht, ist immerhin 130 hoch.

Die Vorteile eines guten Teleobjektivs werden mit der zweiten Aufnahme erkennbar. Die Kirche wird mit all ihren Details hervorgeholt.

Paris hat eine unglaublich dichte Bebauung. Gleichwohl wirkt diese ziemlich kompakt, da nur wenige Hochhäuser aus diesem Häusermeer herausragen.

Wenn man mit dem Teleobjektiv den Eiffelturm heranzoomt, wird noch deutlicher, wie sehr der Turm wie eine Nadelspitze aus der Bebauung der Stadt herausragt.

In der Stadt herrscht immer ein buntes Treiben und es gibt viel zu sehen. So auch improvisierte Akrobatik vor und von Zuschauern, um die gewichtsmäßige Belastung des menschlichen Körpers vorzuführen.

Die Fontaine des Innocents (Brunnen der Unschuldigen)  wurde in den Jahren 1547 bis 1549 von Pierre Lescot im Stil der Renaissance errichtet und von Jean Goujon mit Skulpturen ausgeschmückt.  Ihren Namen hat sie von der Kirche Saint Innocents, die sich in der Nähe befand, aber bereits 1786 abgerissen wurde.

Kirche und Brunnen waren früher von einem riesigen Friedhof umgeben, auf dem mehr als zwei Millionen Tote bestattet waren. Diese mussten in den Jahren 1780 bis 1788 aus hygienischen Gründen umgebettet werden.

Weil es so prächtig ist, haben wir auch bei unserem zweiten Besuch das Rathaus von Paris besichtigt. In der klaren Winterluft und bei Sonnenschein kommen die Farben und Strukturen des Gebäudes hervorragend zur Geltung.

Dies wird besonders augenscheinlich, wenn Details des Rathauses – hier der Hauptturm – dargestellt werden.

Ein besonderes Fotomotiv bieten auch die Brücken über die Seine. Diese Brücke, die Pont Notre Dame, führt zum Palais de la Cité, ursprünglich der Stadtpalast der französischen Könige. Der Palast wurde im 11. Jahrhundert errichtet und war über vier Jahrhunderte das Zentrum der Macht in Frankreich. Noch heute befindet sich in einem Teil des Palastes das Justizministerium.

Das Gebäudeareal ist auf der Îsle de la Cité, einer Binneninsel in der Seine, angesiedelt.

Die gewaltigen Ausmaße des Stadtpalastes werden erst mit etwas Abstand erkennbar. Links neben dem barocken Palastgebäude schließt sich die Conciergerie an. Der Name leitet sich von dem königlichen Hofverwalter ab, der ursprünglich in diesem Gebäude residierte. Später fand das Gebäude Verwendung als Gefängnis.

Rechts im Bild sind Teile der Pont au Change (Geldwechslerbrücke) zu sehen.  An den Stirnseiten trägt sie das Monogramm von Napoleon III

Der Uhrturm (Tour de l’Horloge) ist Bestandteil der Conciergerie. Die erste Uhr in Frankreich wurde 1370 installiert.

Der Tour Saint Jaques, ein gotischer Glockenturm, war früher Bestandteil der Kirche Saint-Jacques-la-Boucherie. Sie bestand bereits im 11. Jahrhundert. Während der französischen Revolution wurde die Kirche 1797 zerstört. Zwischen März 2006 und April 2009 wurde er für 8,3 Millionen Euro durch die Stadt Paris als Eigentümer restauriert.

Der Turm misst einschließlich der Jakobsfigur 55,43 Meter.

Natürlich haben wir auch den 22 Meter hohen Obelisken auf dem Place de la Concorde erneut besichtigt. Dieser wurde im Jahre 1835 dort aufgestellt und ersetzte die Freiheitsstatue die seit der Revolution dort zu finden war. Der Obelisk von Luxor ist ein Geschenk des ägyptischen Vizekönigs Muhammad Ali Pascha an Frankreich.

Ein Blick auf die Avenue des Champs-Élysées vom Place de la Concorde. Weit hinten ist der Triumphbogen zu sehen. Der Name bedeutet „Allee der elysischen Felder“ und leitet sich von dem gesegneten Gefilde Elysion ab.

Eine Darstellung der Göttin Athene im Pop Art Stil. Paris ist übersät von derartigen Malereien unterschiedlichsten künstlerischen Niveaus.


Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt Paris ist die Pfarrkirche La Madeleine. Ihre Fassade mit korinthischen Säulen ist für eine Kirche ungewöhnlich und erklärt sich aus den unterschiedlichen Nutzungsplänen ihrer Erbauer.

König Ludwig XV. wollte eine Kirche bauen, Napoleon eine Ruhmeshalle für seine Soldaten, letztendlich wurde sie dann doch zur Pfarrkirche.

Wenn man in Paris ist, lohnt sich auch ein Abstecher nach Versailles. Von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zur Französischen Revolution war das Schloss von Versailles Sitz der französischen Könige. Die Verschwendungssucht der französischen Könige hat sich in diesem barocken Prachtbau mit einem Ausmaß von einem halben Kilometer voll und ganz ausgelebt.

Zu sehen ist dies bereits an dem überaus prunkvollen Eingangstor, das Ehrentor (Grille d’Honneur). Das Tor wurde 2008 restauriert und im Zuge der Restauration neu mit Blattgold überzogen. Auf diesem Foto sieht man noch den Originalzustand vor der Restaurierung.

Das Ehrentor ist im oberen Bereich mit dem königlichen Wappen verziert, auf dem drei stilisierte Lilien abgebildet sind, von Lorbeerblättern umrandet und mit der Königskrone gekrönt.

Besonders beeindruckend ist die Schlosskapelle des Schlosses mit aufwendiger Deckenmalerei und zahlreichen Fresken. Dieses Foto wurde von der Empore aufgenommen. Im Blickfeld befindet sich die Orgel. Die ursprüngliche Orgel wurde im Auftrag König Ludwig des XIV. von den Orgelbauern Robert Clicquot und Julien Tribuot errichtet.

Nach Zerstörung durch die französische Revolution wurde die alte durch eine neue Orgel von dem Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll ersetzt.

Ein Gesamteindruck der Schlosskapelle sehen wir auf dem Foto oben. Im Jahr 1710 fand die Einweihung statt. Sie war das letzte große Bauprojekt unter Ludwig XIV. nach der im 17. Jahrhundert begonnenen Erweiterung des Palastes. 

Der bekannteste Raum im Schloss Versailles ist zweifellos der Spiegelsaal. Der Saal verfügt über 17 Fenster, die den Blick in den Schlosspark ermöglichen. Demgegenüber stehen auf der Innenseite des Raumes 17 Spiegel mit insgesamt 350 Einzelelementen.

Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im 17. Jahrhundert war die Anfertigung von Spiegeln teuer und aufwendig. Die Herstellung der Spiegelflächen war der erste Großauftrag für eine von Jean-Baptiste Colbert gegründete Glasmanufaktur, der späteren Compagnie de Saint-Gobain, mit der das venezianische Monopol in dem Bereich gebrochen wurde.

Ein Reiterrelief von König Ludwig XIV., der ein begeisterter Pferdeliebhaber und ausgezeichneter Reiter war.

Ursprünglich ein Salon, der von Königin Marie-Theresia genutzt wurde, erfuhr dieser Raum ab 1701 eine Umwidmung durch König Ludwig XIV. zum Schlafgemach, der in diesem 1715 verstarb.

Die weitläufige Parkanlage wurde durch den Gartenbauer André Le Nôtre erstellt, der mit diesem Park neue Maßstäbe in der Europäischen Gartenkultur setzte.

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