Halle (Saale) – „Händelstadt“ in Sachsen-Anhalt

Wir sind ohne große Erwartungen nach Halle (Saale) gefahren und waren am Ende des Tages begeistert. Die Stadt Halle (Saale) ist eine Großstadt im Bundesland Sachsen-Anhalt, im Jahr 2017 wurden hier 241.093 Einwohner gezählt. Halle ist wohl die größte Stadt in Sachsen-Anhalt, sie liegt im unteren Teil des Bundeslandes.

Mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist Halle zu einer Universitätsstadt geworden. An der Universität könnt ihr die Studiengänge für Geistes-, Natur-, und Ingenieurwissenschaften belegen. Darüber hinaus könnt ihr an der Uni Kunst, Design und Musik studieren. Halle (Saale) und Musik verbindet etwas besonderes: Georg Friedrich Händel wurde am 23.02.1685 in Halle geboren. Händel war ein Komponist der Barockmusik. Er verstarb am 14.04.1759 in London. Somit wird Halle auch häufig die „Händelstadt“ genannt. Es gibt in Deutschland nur ein Denkmal des Komponisten Georg Friedrich Händel und dieses steht in Halle auf dem Marktplatz.

Händels Messiah –Hallelujah ist weltbekannt.

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Marktplatz mit Händel-Denkmal

Das Geburtshaus von Georg Friedrich Händel ist heute ein Museum der Musik. Dieses Haus gehörte über einen Zeitraum von fast 100 Jahren der Familie Händel. Die ersten Mauern des Hauses wurden bereits im Mittelalter erbaut. Im Jahr 1937 wechselte das Haus in das Eigentum der Stadt Halle. Es wurde zu einem Musikmuseum im Jahr 1948 umfunktioniert und letztmalig im Jahr 2001 erweitert.

Wie in vielen anderen Städten ist auch in Halle (Saale) die Altstadt das Herz der Stadt. Sie wird durch verschiedene Stadtringe eingegrenzt. Im „Herz“ der Stadt Halle sind viele Denkmäler zu sehen, die aus der Renaissance-Zeit, des Barocks und der Gründerzeit stammen. Bevor die Altstadt durch den Stadtring eingegrenzt wurde, wurde diese durch eine Stadtmauer mit Befestigungsanlagen von dem übrigen Teil der Stadt abgegrenzt.

Sehenswert sind darüber hinaus der Marktplatz mit dessen roten Turm und der Kirche „Unsere Lieben Frauen„. Hier findet ihr auch das unter Denkmalschutz stehende Stadthaus.

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Altstadt

Das Landgericht wurde zwischen 1901 und 1905 erbaut und in den Jahren 2003/2004 restauriert – ein stattliches historisches Gebäude. An der Fassade wurden Abbildungen rechtsgelehrter Persönlichkeiten angebracht. Ein Highlight ist das Treppenhaus, ein imposantes Gebilde, das beim Eintreten in das Gebäude sofort alle Blicke auf sich zieht. Es besteht aus einer doppelten Wendeltreppe und wurde in einer Kuppelhalle erbaut, die ca. 42 Meter hoch. Der Durchmesser dieser Kuppelhalle wird mit 20 Metern angegeben.

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Das Paulusviertel ist ein überaus beliebtes Wohngebiet in Halle. Insbesondere leben in diesem Viertel gerne die Studenten. In der Mitte des Viertels steht die Pauluskirche, rundherum wurde sodann das Paulusviertel erbaut. Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria hat mit finanziellen Mitteln den Bau der Pauluskirche, die auf dem Hasenberg steht, unterstützt. Sogar die Kirchweihe im Jahr 1903 hat sie besucht.

Das Stadtzentrum und die Universität sind fußläufig vom Paulusviertel aus gut zu erreichen.

Ein Ausflug zur Moritzburg sollte auch auf dem Programm stehen. Die Moritzburg wurde u.a. von Conrad Pflüger und Andreas Günther erbaut. Sie diente einmal als Domizil der Erzbischöfe von Magdeburg. Erzbischof Ernst hat 1484 eigens den Grundstein hierfür gelegt. St. Mauritius – ein Schutzpatron – ist der Namensgeber der Moritzburg. Später hat man in der Moritzburg ein Kunstmuseum untergebracht.

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Moritzburg

Wer gerne Sapziergänge macht, ist in den grünen Oasen von Halle gut aufgehoben. In Halle gibt es eine Vielzahl von Parkanlagen. Einige dieser grünen Oasen möchte ich hier nennen: Amtsgarten, Galerie im Grünen, Heine-Park, Klausberge, Pestalozzipark, Stadtpark, Reichardts Garten.

Als weitere Sehenswürdigkeiten sind in Halle das Beatles-Museum, das Halloren- und Salinemuseum, die Marktkirche „Unser Lieben Frauen“, Burg Giebichenstein, der Göbelbrunnen, Leipziger Turm und viele weitere zu erkunden.

Ist man gerade in der Nähe sollte man auf jeden Fall einen Abstecher in die „Händelstadt“ machen.

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2 Antworten auf “Halle (Saale) – „Händelstadt“ in Sachsen-Anhalt”

  1. Durch Halle bin ich bisher nur durchgefahren und stand jedes Mal im Stau. Daher sind die Erinnerungen bisher leider eher durchwachsen. Aber der Bericht liest sich gut und vielleicht halte ich da nächste Mal einfach an und bummel mal ein bisschen durch die Altstadt.

    Liebe Grüße
    Liane

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