Heraklion

Inhaltsverzeichnis

 

      1. Heraklion
      2. Gortys – Matala – Spili
      3. Rethymnon
      4. Samaria-Schlucht – Eine Wanderung durch Kretas spektakulärste Schlucht
      5. Kloster Arkadi – Lasithi-Hochebene – Moni Toplou – Vai – Agios Nikolaos
      6. Knossos – Chania – Kloster Tzagaroli Monastery

 

 

Nach unserer einwöchigen Kykladen-Rundreise sind wir auf Kreta angekommen und freuen uns auf zwei weitere Wochen mit vielen schönen Erlebnissen.

Kreta gehört zu den südlichsten Inseln der Ägäis und ist ca. 160 km vom Festland entfernt. Von den griechischen Inseln ist Kreta mit einer Fläche von ungefähr 8.200 km² die größte Insel.

Die Insel hat sehr viele Facetten. Neben archäologischen Ausgrabungsstätten und Museen könnt ihr – je nach Reisezeit – eine wunderschöne Flora und Fauna erleben und entdecken. Darüber hinaus besticht die Insel mit ihren Bergen und Schluchten, die zu anstrengenden und erlebnisreichen Wanderungen einladen. Und natürlich kommen auch die Sonnenanbeter auf ihre Kosten, da Kreta weitläufige Strände zu bieten hat.

Aber dazu in den einzelnen Abschnitten unseres Reiseberichtes später mehr. Lasst euch überraschen und tourt mit uns über die Insel.

Anflug auf Kreta

Wir beginnen zunächst eine einwöchige Rundreise, die unmittelbar nach der Ankunft in Heraklion am Flughafen startet. Um euch einen besseren Überblick über die Reiseroute zu verschaffen, haben wir diese skizziert.

Heraklion ist nicht nur die Hauptstadt der Insel, sondern auch der Sitz der Verwaltungsregion. Ungefähr in der Mitte der Nordküste ist sie direkt an der Ägäis angesiedelt. Hinter ihr erstrecken sich kleinere Berge, eher Hügel, die bis zu den Ruinen von Knossos reichen.

Aus kunsthistorischer Sicht steht die Stadt immer noch ein wenig unter venezianischem Einfluss. Als erstes treffen wir am Eleftherios Venizelos Square auf den Löwenbrunnen, ein von den Venezianern erbauter Brunnen. Wir befinden uns bereits mitten in der Stadt und erfahren, dass die Venezianer Löwen ausgewählt haben, da für sie der Markuslöwe ein Wahrzeichen war.

Löwenbrunnen

Der Brunnen besteht aus acht Wasserbecken. In der Mitte befindet sich eine Säule, auf der vier steinerne Löwen platziert wurden. Diese wiederum stützen eine Wasserschale. Hierin wird zunächst das Wasser gesammelt, bevor es durch die Mäuler der Löwen in das Becken des Brunnens sprudelt. Auf den acht Wasserbecken sieht man weitere verschiedene Verzierungen, unter anderem von Meeresgöttern und einem Stier.

In Auftrag gegeben wurde der Brunnen von Francesco Morosini, einem venezianischen Statthalter. Aus diesem Grund wird der Löwenbrunnen häufig auch als Morosini-Brunnen bezeichnet.

Als die Türken Kreta erobert haben ging dieser Brunnen  an die Türken über. Er wurde großartig umgebaut, so dass ein sog. Brunnenhaus entstand. Nachdem die Zeit der Türken auf Kreta beendet war, wurde von den Griechen der Brunnen flugs wieder in seine ursprüngliche Form zurückgebaut.

Von hier aus geht die Tour mitten durch die Stadt weiter zum venezianischen Hafen.

Wie wir feststellen, ein weiteres Highlight der Stadt. Hier herrscht ein großes Gewusel. Die Fischer bieten ihren frischen Fang zum Kauf an. Auf unsere Frage, ob wir sie samt ihres Fanges fotografieren dürfen, stimmen sie zu und setzen sich in Pose.

Hier in diesem malerischen Hafen ist kein Platz für die riesigen Kreuzfahrtschiffe, lediglich kleine Boote und Segelschiffe können ihn nutzen. Auch sind hier noch die Reste der venezianischen Werften zu sehen, in denen die Schiffe repariert, aber auch gebaut wurden. Wir erfahren, dass mindestens 40 Galeeren gleichzeitig gebaut bzw. repariert werden konnten.

Wir schlängeln uns durch das Gewusel von Touristen und Einheimischen um über die Mole das Kastell Koules zu erreichen.

Das Kastell ist am Eingang des Hafens gelegen und diente früher als Festung. Im 16. Jahrhundert wurde es von Republik Venedig erbaut. Wir erfahren durch unseren Tourguide, dass das Kastell insgesamt mit über 40 Kanonen bestückt war. Das Kastell besteht aus insgesamt zwei Gebäuden und die Wände sollen an einigen Stellen fast 9 Meter dick sein. Insgesamt 26 Räume dienten einst als Kaserne, als Gefängnis und sogar eine kleine Kirche sollte untergebracht gewesen sein.

Kastell Koules

Nach Überquerung der langen Mole stehen wir vor dem Eingang des Kastells. Dieser wird von dem prachtvollen venezianischem Löwen des Heiligen Markus geschmückt, der leider nicht mehr so gut erhalten ist, wie etwa die anderen drei.

Vom Kastell aus geht es wieder Richtung Innenstadt. Wir laufen über die 25is Avgoustou und Leof. Kalokerinou bis zur Agio Mina, wo sich die St. Minas-Kathedrale befindet. Wenn man es genau nimmt, heißt sie ‚Metropolitan-Kirche vom Heiligen Menas‘.

Die Kirche hatte eine sehr lange Bauphase, die von dem Architekten Athanasios Moussis begleitet wurde. Sage und schreibe hat man für die Fertigstellung 32 Jahre (!) benötigt. 1895 konnte sie endlich eingeweiht werden.

St. Minas-Kathedrale

Mit Platz für mehrere Tausende Menschen ist sie eine der größten Kirchen Griechenlands. Die Glockentürme sind 32,7 Meter hoch. Auffallend sind die Kuppeln, wobei die Hauptkuppel genauso hoch wie die Glockentürme ist. Erbaut wurde die Kirche aus hellem Sandstein, von dem sich die glänzenden Dachziegel absetzen.

Über mehrere Marmorstufen steigen wir hinauf zum Hauptportal über dem wir auf einer Marmorplatte den Bibelspruch „Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ lesen können.

Im Inneren der Kathedrale kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine wahre Pracht und wir können nur jedem raten, der einmal nach Heraklion kommt, sich diese Kathedrale anzusehen.

Da das Fotografieren in den Kirchen im Allgemeinen nicht so gern gesehen wird, haben wir uns hier auf zwei Aufnahmen des Deckenfreskos beschränkt.

St. Minas-Kathedrale
St. Minas-Kathedrale -Jesus Weltenherrscher

Was natürlich bei einem Aufenthalt in Heraklion nicht fehlen darf, ist der Besuch des archäologischen Museums. Hier bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns später auf unserer Rundreise in der minoischen Ausgrabungsstätte Knosses erwartet.

Der Besuch des Museums ist schon fast Pflicht. Es ist mit seinen außergewöhnlichen Mosaiken von Knossos, Skulpturen und vieles mehr sehr interessant und lohnenswert.


Nach dem Nationalmuseum in Athen hat das archäologische Museum in Heraklion wohl die hervorragendste antike Sammlung Griechenlands.

Hier sind Fundstücke von den antiken Ausgrabungsstätten Phaistos, Agia Triada und Knosses zu sehen. So auch ein Teil des Sarkophags aus Agia Triada.

Detailaufnahme des Sarkophags aus Agia Triada

Neben der kleinen Schlangengöttin aus Fayence aus der Schatzkammer des Heiligtums des Palastes von Knossos gibt es noch sehr viele weitere Schätze zu bestaunen.

Schlangengöttin

Langsam geht dieser mit sehr vielen schönen Eindrücken gefüllte Tag zu Ende und schnell ist der Entschluss gefasst, diesen bei einem traumhaften Sonnenuntergang am Hafen ausklingen zu lassen.

Wir sind gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird. Wenn ihr auch Lust habt, noch mehr über Kreta zu erfahren, begleitet uns doch einfach weiter auf unserer Rundreise.

 

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