Manderscheid

Ritterspiele, Gaukler und Volksfest. Wir nehmen euch heute mit auf eine kleine Reise durch die Zeit und berichten über die Manderscheider Burgen. 

In der Südeifel, zwischen den Flüssen Lieser und Kleine Kyll liegt ruhig und idyllisch ein beschaulicher Ort: Manderscheid. So zumindest ist es heute. Die zu Manderscheid gehörenden Burgen, die Ober- und die Niederburg, waren früher bis auf äußerste verfeindet. Auf den hier nunmehr befindlichen Wanderwegen trafen die Landesbereiche der Grafen von Manderscheid und des Kurfürsten von Trier aufeinander. Getrennt wurden die beiden Burgen durch ein kleines enges Tal, das Liesertal.

Um zur Oberburg zu gelangen müssen wir einige Stufen erklimmen, da diese sich auf einem kleinen Plateau befindet. Diese Anstrengung ist jedoch schnell vergessen, da wir, erst einmal oben angekommen, mit einem schönen Blick über das „Liesertal“ und auch Manderscheid belohnt werdet.

Trotz der Ruinen ist heute noch zu erkennen, dass die Außenmauer aussieht, als wäre sie seinerzeit dreieckig erbaut worden.

Wusstet ihr, was ein Bergfried ist? Dieser Begriff stammt aus dem 12. Jahrhundert und wird bei mittelalterlichen Burgen als Bezeichnung für den Hauptturm verwendet.

Dieser Bergfried also bei der Oberburg ist fünf Stockwerke hoch! Mittlerweile soll der Turm wieder begehbar sein und Besucher können von ihm auf die Niederburg hinunterschauen.

Von der Niederburg aus regierten im 12. Jahrhundert die Grafen von Manderscheid. Nachdem Wilhelm V. die Niederburg nach seinen Vorstellungen hat umbauen lassen, stellte sie einen prachtvollen Herrschaftssitz dar. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat er veranlasst, dass sie mit ausreichenden Befestigungsanlagen versehen wird.

Am letzten Wochenende im August eines jeden Jahres werden die Burgen mit mittelalterlichem Leben gefüllt. Neben den kämpfenden Rittern treffen sich in den alten Gemäuern ‚das Volk‘ und die Gaukler, die gemeinsam singen, tanzen, spielen und trinken. Ein wirklich sehr schönes Erlebnis.

Rund um die Burgen von Manderscheid gibt es zahlreiche Wanderwege. So auch den ‚Manderscheider Burgenstieg‘ mit dem Rittersteig.

Einmal um Manderscheid herum führt euch der ca. sechs Kilometer lange Rundwanderweg. Untypischerweise beginnt dieser Rundwanderweg in der Stadt, so dass zunächst einige Gässchen passiert werden müssen, bevor man in die Natur eintauchen kann.

Teilweise werden wir von dem Weg schon sehr gefordert, bevor er uns über Pfade hinab ins Tal der Lieser führt. Wir haben uns zu früh gefreut, denn schon geht es wieder hinauf bis zu dem Aussichtspunkt ‚Belvedere‘. Hier werden Wanderer mit einem wunderschönen Blick auf die Burgen belohnt.

Der Rundwanderweg bietet als weiteren Aussichtspunkt noch das ‚Kaisertempelchen‘, welches im Jahr 1888 erbaut wurde. Die Bewohner von Manderscheid sollen es nach wie vor das „Jackenhäuschen“ nennen. Dieser Name fällt auf die etwas seltsame Bezeichnung des Flurstückes „Auf der Jack“ zurück. Warum dieser Aussichtspunkt später den Namen ‚Kaisertempelchen‘ bekam, konnte man uns nicht erklären. Von hier aus führt der Weg wieder hinunter in die Stadt.

Die Eifel bietet viele schöne Ausflugsziele. Für uns ist sie glücklicherweise schnell zu erreichen, so dass wir häufiger einen Abstecher in die Natur machen können.

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