Delos

Der Flug nach Delos war recht kurz, die Landung eher ein Wagnis, da der Pilot ziemlich steil zur Landung ansetzte und diese etwas unsanft ausfiel.

Delos, gelegen im Ägäischen Meer,  ist eine der Kykladen-Inseln. Sie wird oft als Museums- oder auch als Ruinen-Insel bezeichnet. Mit ca. 4,6 km Länge und 1,2 km gehört sie zu den kleinsten Inseln. Ungefähr in der Mitte der Insel befindet sich der Berg ‚Kynthos‘ mit einer Höhe von unwahrscheinlichen 112 Metern. Einwohner hat Delos nicht wirklich, lediglich die Wächter des Museums leben auf der Insel. 1990 wurde die Insel zum Weltkulturerbe erklärt.

Im Hintergrund erhebt sich der Berg Kynthos

Vom Flughafen ging es direkt zum Hafen. Nach der Ankunft im Hafen haben wir uns gleich auf den Weg gemacht, die Museumsinsel zu erkunden. Zunächst schauten wir uns  den ‚Antiken Hafen‘ an, der direkt an der Anlegestelle liegt. Von hier aus gingen wir über die ‚Heilige Straße‘ zum Tempelgelände. Diese ist ungefähr 300 m lang und endet schließlich im ‚Heiligen See‘.

Heilige Straße

Seitlich der ‚Heiligen Straße‘ befand sich die mächtige Säulenhalle vom Makedonenkönig Phillip. Sie stammt aus dem Jahr 210 v. Chr.  und wird auch als Stoa bezeichnet. Wir befanden uns mitten im ‚Heiligen Bezirk‘. Bei unserem Rundgang entdeckten wir allerdings neben den Ruinen noch andere schöne Dinge. So liefen uns ständig diese kleinen Wegbegleiter über die Füße …

Hardun – eine Echsenart

Hardune sind keine gewöhnlichen Eidechsen. Sie werden oft auch als Schleuderschwanz bezeichnet. Durch ihren schwarzen Rücken und den gelblichen Kopf fallen sie besonders auf. Diese kleinen Tiere brausten massenhaft über die Insel und wir hatten wirklich viel Glück, dass wir diese Fotos machen konnten. Da wurde uns schon einiges an Geduld abverlangt.

Hardun – Schleuderschwanz

Der Apollontempel war wohl der mächtigste,  der prächtigste und gleichsam auch der bedeutendste Tempel auf Delos. Das Areal um ihn herum wird als ‚Apollon-Heiligtum‘ bezeichnet. Die riesige Apollon-Statue konnten wir uns leider nicht mehr ansehen, da diese durch eine umstürzende Bronzepalme zerstört wurde. Man hat versucht, diese wieder aufzurichten, doch dieses war ein schwieriges Unterfangen und ist nicht geglückt.

Überreste der Tempelanlage

Mit Beginn der Errichtung der Tempelanlagen begann ein regelrechter Wettkampf der Inseln um Delos herum, da sich jede Insel einbringen wollte.  Es wurden Tempel und Hallen erbaut, wodurch man sich erhoffte, die Macht über die Insel Delos zu erlangen. Doch schlussendlich erbauten die Delier den  Apollon-Tempel und damit das mächtigste Bauwerk der Insel.

Von hier aus gelangten wir zur Löwenterrasse, die früher die Prozessionsstraße säumte. Es wird erzählt, dass hier neun aus Marmor bestehende Löwen standen, die zum ‚Heiligen See‘ ausgerichtet waren. Errichtet wurde die Löwenterrasse Ende des 7. Jhd. v. Chr. von den Naxier, den Einwohnern Naxos.

Löwenterrasse
Löwenstatue

Eines der beeindruckendsten Gebäude ist der Tempel der Göttin Isis mit seinen zwei Säulen auf der Vorderseite. Isis, die Göttin der Fruchtbarkeit und Wiederbelebung der Toten, haben die Menschen auch als Schutzgottheit angesehen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurde er erbaut. Auf die linke vordere Seite wurde eine Reliefbüste gesetzt. Vor dem Tempel wurde ein Hochaltar der Göttin errichtet. An diesem wurden Opfer in Form von Verbrennungen wohlriechender Stoffe durchgeführt.

Isis-Tempel

Wir besichtigten noch die freigelegten wunderschönen Mosaike. Eins der schönsten Mosaike ist das im Impluvium (Wasserbecken)  im Haus der Delphine. Neben der Rosette seht ihr in den Ecken jeweils zwei Delphine abgebildet.

Mosaik im Impluvium im Haus der Delphine
Mosaik im Haus der Delphine

Nach der Besichtigung der Museumsinsel haben wir noch ein wenig die Flora und Fauna der Insel bewundert.

Felseneidechse

Gern angesteuert wird die Insel auch von Seglern. Der Blick vom Meer auf die Ausgrabungsstätte ist sehr reizvoll.

Einen kleinen Tipp möchten wir euch noch mit auf den Weg geben: Solltet ihr einmal nach Delos fahren, sorgt dafür, dass ihr auf jeden Fall eine Kopfbedeckung,  Sonnencreme und vor allem ausreichend Wasser mitnehmt. Die Sonne brennt und Schattenplätze gibt es nicht.

Nach ca. fünf Stunden haben wir die Insel mit der Fähre wieder verlassen. Freut euch mit uns auf Mykonos, unser Ziel für den nächsten Tag.

 

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