Abtei Himmerod – Auf den Spuren der Zisterziensermönche

Unweit der Gemeinde Großlittgen in der Eifel entdecken wir mitten in der Natur nahe des Flüsschens Salm und umsäumt von vielen Wanderwegen die Abtei Himmerod.

Wir beschließen, diese Abtei etwas näher zu inspizieren.

Während unseres Rundgangs wird uns berichtet, dass hier die Zisterziensermönche viele Jahre in Abgeschiedenheit gelebt haben, um Gott zu dienen. Das Kloster sellbst wurde allerdings am 13.10.2017 aufgelöst. Heute dient es noch der Unterbringung von Gästen.

Bernhard von Clairvaux gründete im Jahr 1134 das Kloster Himmerod. Die Säkularisation und die französische Revolution vernichteten zahlreiche Klöster. So wurde auch der Orden der Zisterzienser vollkommen zerstört. Im Juli des Jahres 1802 erklangen zum letzten Mal die Stimmen der Mönche zum heiligen Gesang, danach verließen sie den Ort. Die Abtei Himmerod lag hiernach brach.

Abtei Himmerod

Eine der reichsten Abteien des Landkreises soll Himmerod gewesen sein. Dies wohl deshalb, weil neben den Gebeten und der kirchlichen Tätigkeit der Schwerpunkt sowohl auf die Landwirtschaft als auch auf den Anbau von Wein gerichtet wurde. Wenn man weiß, dass in der Abtei mittlerweile nur noch ein Mönch lebt, ist es schwer vorstellbar, dass hier einst mehr als 200 Mönche untergebracht waren.

Dieser eine Mönch – Pater Stephan – wollte sich nicht vertreiben lassen. Obwohl die Abtei aufgelöst wurde, fühlte er sich verpflichtet zu bleiben. So betreut er nunmehr die Gäste, die in die Abtei kommen, um hier wieder zu sich selbst zu finden.

Nachdem wir uns ausgiebig die Außenanlagen angeschaut haben, zieht es uns nun ins Innere, in die Klosterkirche.

Eine lichtdurchflutete, schlichte Barockkirche erwartet uns. Erbaut wurde sie von Abt Leopold Camp. Diese Kirche besitzt keinen Glockenturm. Stattdessen wurde sie mit einer mächtigen Westfassade ausgestattet und zahlreiche Ornamente schmücken das Portal.

Bei der Führung wird uns berichtet, dass in der Abtei Himmerod Gäste gern gesehen sind. Diese wohnen während ihres Aufenthaltes in einem Gäste- und Exerzitienhaus. Nicht nur Menschen, die einen Ort der Ruhe und Besinnlichkeit suchen, sondern auch Urlauber und Wanderer werden gern aufgenommen. Jedem Gast steht die Möglichkeit offen, z.B. auch an den Gottesdiensten teilzunehmen.

Rund um die Abtei befinden sich verschiedene Klosterbetriebe. So gibt es neben einer Gärtnerei auch eine Fischerei. In einer kleinen Buchhandlung werden neben zum Teil religiösen Büchern auch kleinere Kunstwerke zum Verkauf angeboten. Und nicht zuletzt kommen wir auch an der Klostergaststätte vorbei, die die zahlreichen Besucher des Klosters zum Verweilen einlädt.

Wir beginnen unseren Rückweg und erhaschen noch diesen schönen Blick auf das Kloster.

Der Rückweg hält einige Überraschungen für uns bereit. So entdecken wir ein riesiges Insektenhotel.

Dieses gut ausgestattete Insektenhotel bietet diversen Insektenarten Unterschlupf und wir stellen begeistert fest, dass es sehr gut angenommen wird. Es wurde unter anderem mit Materialien wie Lehm, Ziegeln und Schilf gebaut. Bei näherem Hinschauen finden wir Wildbienen, Hummeln und Spinnen. Wir sind sicher, dass sich noch einige andere Insektenarten in diesem ‚Hotel‘ aufhalten, können aber keine mehr ausfindig machen.

Wenn ihr als Wanderer in der Nähe auf dem Eifelsteig unterwegs seid, solltet ihr auf jeden Fall einen Abstecher zur Abtei Himmerod machen. Empfehlenswert ist die 13. Etappe des Eifelsteigs, die vom Kloster Himmerod zum Ort Bruch führt.

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