Flensburg: Historische Altstadt und maritime Highlights
Flensburg – eine Stadt voller maritimer Tradition, nordischer Gelassenheit und beeindruckender Vielfalt. Hier treffen historische Gassen auf modernes Hafenflair und überall ist die enge Verbindung zum Meer spürbar.
Ob du durch die Altstadt schlenderst, dir am Hafen die frische Brise um die Nase wehen lässt oder einfach das besondere nordische Leben genießt. Hier gibt es viel zu entdecken. Heute stelle ich dir unsere besten Tipps für einen abwechslungsreichen Tagesausflug nach Flensburg vor.
Inhalt
So erreichst du Flensburg mit dem Auto
Flensburg, im Bundesland Schleswig-Holstein gelegen, liegt ganz im Norden Deutschlands. Die Stadt erstreckt sich entlang der Flensburger Förde, einem Seitenarm der Ostsee.
Mit dem Auto lässt sich Flensburg bequem erreichen. Die wichtigste Verbindung ist die A7. Sie verläuft von Süden bis zur dänischen Grenze. Wer aus Richtung Hamburg anreist, benötigt etwa zwei Stunden. Allerdings kann der Verkehr in und um Hamburg zu Verzögerungen führen. Von Kiel führt die Fahrt über die Bundesstraßen B76 und B200. Es ist mit einer Fahrzeit von etwa 1,5 Stunden zu rechnen.
Parkmöglichkeiten in Flensburg
Wir haben bei unserer Ankunft recht schnell eine zentrale Parkmöglichkeit gefunden. In der Nähe der “Rote Straße” befindet sich der Parkplatz Am Rathaus. Wegen der zentralen Lage ist er mit 4,00 Euro für zwei Stunden nicht gerade die günstigste Parkmöglichkeit. Dafür bist du nach ein paar Schritten direkt mitten im Geschehen.
In der Innenstadt gibt es einige Parkhäuser und Parkplätze. Der Hafenbereich bietet direkt am Wasser öffentliche Parkplätze an. Wer kostenlos parken möchte, muss sich außerhalb des Stadtzentrums umsehen und beispielsweise in einem Wohngebiet sein Auto abstellen. Beachte aber hier eventuelle Parkscheibenregelungen.
Ladestationen für Elektroautos befinden sich teilweise in den Parkhäusern.
Geschichtlicher Einblick
Ein Rätsel konnte bis heute nicht gelöst werden: Die Herkunft des Stadtnamens Flensburg. Einer Sage nach soll Herzog Knud Lavard einen Ritter beauftragt haben, eine Burg am Ende der Förde zu errichten. Dieser Ritter trug den Namen Fleno und er errichtete die Fleno-Burg. Möglicherweise ist sie der Namensgeber der Stadt. Eine Fleno-Burg gibt es übrigens auch in Hamburg.
Doch auch archäologische Funde werfen eine interessante Theorie auf. In der Nähe der Marienkirche stießen Forscher auf Überreste einer Turmfestung. Es wird vermutet, dass sich von ihr der Stadtname ableitet.
Gerade dieses ungelöste Geheimnis verleiht Flensburg eine besondere Aura und macht die Stadt umso faszinierender.
Historische Entwicklung
Die Gründung Flensburgs fand im Mittelalter statt. Schnell entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum. Insbesondere der Handel mit Rum brachte der Stadt einen gewissen Wohlstand. Bis heute ist sie für ihre Rum-Tradition bekannt. Diese Tradition hat ihren Ursprung in der Seefahrt und dem Handel mit der Karibik.
In der Ära der dänischen Herrschaft erlebte Flensburg eine Blütezeit und etablierte sich über viele Jahre hinweg als eine der bedeutendsten Städte im Herzogtum Schleswig. Doch erst im 19. Jahrhundert, nach einigen politischen Umbrüchen, wurde sie endgültig Teil Deutschlands. Bis heute trägt Flensburg die Spuren dieser bewegten Vergangenheit. Die kulturellen Einflüsse beider Nationen – deutscher und dänischer – sind allgegenwärtig. Die wechselvolle Geschichte der Grenzregion erzählt von Konflikten und Begegnungen, die das Leben in der Stadt bis heute prägen.
Flensburg heute
Mittlerweile hat sich Flensburg zu einer lebendigen Hafenstadt entwickelt, in der historische und moderne Architektur harmonisch aufeinandertreffen. Die Altstadt mit ihren reizvollen Kaufmannshäusern erzählt von vergangenen Zeiten, während sich am Hafen eine dynamische, moderne Kulisse entfaltet.
Nach wie vor prägen Wirtschaft und Handel die Stadt, doch auch als Universitätsstandort gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Sie zieht junge Menschen an, die der Stadt eine lebendige Atmosphäre verleihen.
Ein ganz besonderes Highlight ist die Förde, die Flensburg ihren unverwechselbaren maritimen Touch verleiht. Segeln ist schon lange zur Tradition geworden und die Nähe zur Ostsee sorgt stets für eine frische Brise.
Flensburgs Besucher erleben eine Stadt, in der Geschichte, Kultur und eine angenehme Lebensqualität miteinander in Einklang stehen.
Sehenswürdigkeiten von Flensburg
Flensburg fasziniert mit seinem pulsierenden Treiben, das sich in den geschäftigen Hauptstraßen ebenso entfaltet wie in den versteckten Hinterhöfen. Das einzigartige Hafenflair durchzieht die Stadt mit maritimer Energie und zieht Besucher unweigerlich in seinen Bann. Eine Stadt, die zum Erkunden einlädt und immer wieder überrascht.
Flensburgs historische Kaufmannshöfe
Die Hinterhöfe in Flensburg sind kleine verborgene Juwelen, zauberhaft und jeder mit seiner eigenen Geschichte. Man könnte sie als einen perfekten Ort beschreiben, an dem man sich von der Hektik der Stadt zurückziehen kann. Ihre Mischung aus historischem Erbe, kunstvollen Handwerksbetrieben oder auch einladenden Gaststätten macht sie zu einem Muss bei der Stadtbesichtigung. Diese reizvollen, versteckten Oasen eröffnen dir eine ganz neue Perspektive auf Flensburg.
Krusehof
Bei unserer Stadtbesichtigung stolperten wir gleich am Anfang in den Krusehof, der ein faszinierendes Stück der Stadtgeschichte mitschreibt.
Ursprünglich war dies ein bedeutender Kaufmannshof, ein zentraler Ort für Händler, die hier ihre Waren ablieferten. Im 18. Jahrhundert entstanden im Krusehof die ersten Steingebäude. Die Geschichte des Krusehofs ist sehr eng mit der Entwicklung der “Rote Straße” verbunden.
Seit 1959 ist der Krusehof im Besitz der Familie Kruse. Sie setzte als Wegbereiter der Sanierung in der Rote Straße (1961/62) die Maßstäbe. Einst befand sich hier ein trubeliges Zentrum des Handwerks und Handels. Gastwirte, Schneider, Klempner und Gemischtwarenhändler trafen sich in diesem engen Hof. Das Straßenbild war von ihren Pferden und sogar von Kühen, die einem Milchhändler gehörten, geprägt.
Kannst du dir vorstellen, dass in der heutigen Weinstube einst die Wäsche gewaschen wurde? Wo heute edle Tropfen in einem ansprechenden Ambiente serviert werden, dampften früher die Wasserbottiche. Ein unerwarteter Wandel, findest du nicht?
Blumenhof
Der Blumenhof ist eine weitere kleine Perle in Flensburg. Bis heute ist der Hof über mehrere Generationen in Familienbesitz geblieben. Eingebettet in die Rote Straße hat er seine eigene Geschichte. Seinen Namen verdankt er einem Blumengeschäft, das einst in dieser netten Umgebung seine Türen öffnete. Schnell verwandelte sich der Hof in ein blühendes Paradies.
Allerdings geht die Geschichte noch ein wenig weiter zurück. Auch hier prägten Handwerker und Händler das Geschehen, der Hof entwickelte sich zu einem lebendigen Treffpunkt.

Gespickt mit kleinen, liebevoll gestalteten Läden lädt er seine Besucher ein, kurz einmal innezuhalten. Neben einem kleinen Restaurant, das für die Mittagspause eine heiße Suppe anbietet, entdeckten wir ein Geschäft mit Marzipanspezialitäten … zumindest wurde es von außen so angepriesen. Trotz intensiver Begehung des Geschäfts haben wir leider keine Spezialitäten, sondern nur alltägliches und meist in Lübeck gefertigtes Marzipan entdeckt. Im Übrigen bot das Geschäft allerlei Teesorten an.
Ursprünglich soll hier eine Tabakwarenhandlung und sogar die erste Opel-Vertragswerkstatt ihren Sitz gehabt haben. Lorenz Goldt, der das Gebäude für seinen Kornhandel erbaute, eröffnete 1905 in diesem Hof seine Werkstatt.
Der Blumenhof ist ein weiterer kleiner Geheimtipp für alle, die Flensburg erleben wollen.
Spätgotisches Kaufmannshaus
Das einzig erhaltene spätgotische und zugleich älteste Kaufmannshaus befindet sich am Südermarkt 12. Nach dem verheerenden Stadtbrand (1485) wurde es von Jens Lorup, einem Ochsenhändler, neu errichtet.
In der ehemaligen Kaufmannsdiele befindet sich heute eine Apotheke. Bei einem Besuch der Apotheke kannst du Reste der ursprünglichen Ausmalung anschauen, die freigelegt und restauriert wurden. Die einst schlichten Luken im Obergeschoss der Giebelfassade wurden durch vier Fenster ersetzt. Darüber ist eine Reihe gestufter, dreieckiger Zierblenden zu sehen. Eine kleine Raffinesse, die dem Bau eine besondere architektonische Note verleihen.
Südermarkt
Auf dem Südermarkt treffen wir auf einen historischen Knotenpunkt, an dem einst bedeutende Handelswege zusammenliefen. Die alten Routen verbanden Friesland mit der Region Angel und führten von Viborg in Dänemark bis nach Wedel.
Bereits um das Jahr 1100 spielten diese Verkehrswege eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Stadt. Händler, Reisende und Kaufleute brachten Waren und auch kulturelle Einflüsse mit. Die Stadt wuchs, florierte und ihre Gassen füllten sich mit geschäftigem Treiben. Auch heute ist der Markt ein Herzstück Flensburgs, was daran zu erkennen ist, dass die Menschen ihn nutzen und sich hier bei bestem Wetter eine Pause vom Alltag gönnen.
Heinrich-Sauermann-Haus

Was wäre eine Stadt ohne Museum? Das Heinrich-Sauermann-Haus beherbergt ein Kunstgewerbemuseum. Oberhalb der Rathausstraße wurde es in den Jahren 1900 bis 1903 in der Nähe des Hans-Christiansen-Hauses errichtet.
Das imposante Gebäude strahlt eine schlossähnliche Erhabenheit aus und zieht unweigerlich die Blicke der Passanten auf sich. Es wurde im Stil der niederländischen Renaissance errichtet. Dieser Stil verleiht ihm eine Eleganz und lässt zugleich eine gewisse architektonische Ähnlichkeit zum Schloss Frederiksborg erkennen.
Die kunstvoll verzierte Fassade mit ihren filigranen Details und markanten Türmchen betont den historischen Charakter des Bauwerks.
Heiliggeistkirche
Seit der Reformationszeit dient die 1386 erbaute Kirche den dänischen Bürgern als Gotteshaus. Wie in vielen Küsten in Südeuropa üblich befinden sich auch in ihr zwei Schiffsmodelle. Diese Votivschiffe erinnern an die Rettung der in Seenot geratenen Seemänner. Hierneben ist die Kirche mit spätmittelalterlichen Fresken und einem Barockaltar ausgestattet. Votivschiffe findest du häufig auch in Kirchen auf Inseln.
Besonders auffällig ist der hohe, spitz zulaufende Turm, der seit vielen Jahrhunderten das Stadtbild prägt. Wer annimmt, dass hier ausschließlich Gottesdienste stattfinden, liegt falsch. Tatsächlich ist sie zu einem kulturellen Zentrum geworden, in dem hin und wieder Konzerte stattfinden.
Kaufmannshaus Hansen
Die alten Kaufmannshäuser sind wirklich sehr beeindruckend. Ein bemerkenswertes Beispiel für die hanseatische Bauweise ist das Kaufmannshaus Hansen. Es wurde in der Altstadt errichtet und zeugt von der Blütezeit des Seehandels. Charakteristisch sind die solide Backsteinfassade und die kunstvoll gestalteten Giebel.
Das Gebäude erfüllte sowohl Wohn- als auch als Geschäftszwecke. Die imposante Größe und aufwendige Gestaltung lassen auf den beträchtlichen Wohlstand des Kaufmanns schließen. Von diesem Standort aus wurden Waren in die ganze Welt im- und exportiert. Zu den Hauptgütern gehörten Rum und Zucker.
Der Schrangen
Ein Schrangen bezeichnet ursprünglich einen Tisch oder eine Bank, auf denen Brot oder Fleisch zum Verkauf angeboten wurden. Der 1595 erbaute Schrangen in Flensburg bot zusätzlich noch Wohnungen an, sie befanden sich im ersten und zweiten Geschoss. Im Gegensatz zu den Bäckern nutzten die Schlachter ihn bis zum 18. Jahrhundert, um ihr Fleisch zu verkaufen. Ab 1851 befanden sich der Polizeikontor in dem Gebäude.
Interessant ist die Kombination aus historischem Bauwerk und moderner Nutzung. Mittlerweile beherbergt der Schrangen kleine Läden und Gastronomiebetriebe, die das Stadtbild bereichern. Darüber hinaus verbindet das Gebäude einzelne Einkaufsstraßen miteinander und trägt zur lebendigen Atmosphäre der Altstadt bei. Seine historische Struktur verleiht dem Ort eine besondere Ausstrahlung und macht ihn zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher.
St. Marienkirche
Gleich hinter dem Schrangen befindet sich die St. Marienkirche, die erstmals 1284 erwähnt wurde. Der imposante Bau wurde im gotischen Stil errichtet. Als eine der Hauptkirchen in Flensburg, konnte sie über die Jahrhunderte hinweg bewahrt und erhalten werden.
Bei vollem Geläut erfüllen die Glocken des markanten Turms die Einkaufsstraßen mit ihrem Klang. Ein Eindruck, den wir selbst erleben konnten.
Im Inneren erstrahlt die Kirche mit prachtvollen mittelalterlichen Gewölbemalereien, einem kunstvoll gearbeiteten Renaissance-Altar und dem Standbild der eindrucksvollen Mondsichel-Madonna.
Unterwegs am Hafen
Ein weiteres Highlight stellt auf jeden Fall der Hafen dar. Hübsch angelegt und mit vielen kleinen Booten und Segelyachten bietet er eine idyllische Kulisse für Spaziergänge entlang der Promenade. Neben seiner historischen Bedeutung ist er heute ein lebendiges Zentrum für maritimes Leben und Handel. Die beeindruckende Szenerie aus modernen Hafenanlagen und den reizvollen historischen Speicherhäusern vereint seemännisches Flair mit geschichtlicher Ausstrahlung. Während die alten Gebäude für vergangene Handelszeiten stehen, sorgen die modernen Einrichtungen für lebendige Betriebsamkeit und Dynamik. Interessierst du dich für Speicherhäuser? Dann lohnt sich auch ein Blick auf Hamburgs beeindruckende Speicherstadt!
Der Hafen ist ein wahres Paradies für Segler und lockt als erstklassiges Segelrevier der Flensburger Förde mit idealen Bedingungen. Sanfte Winde und eine bezaubernde Küstenlandschaft machen einen Segeltörn zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Abseits der glitzernden Wellen entfaltet sich eine ebenso entspannte Atmosphäre. Entlang der Promenade reihen sich Restaurants und Cafés aneinander, die diese zu einem lebendigen Treffen werden lassen. Ob bei einem Spaziergang mit Blick auf die Boote oder beim Chillen im Sonnenstuhl, das maritime Lebensgefühl lässt sich in vollen Zügen genießen.
Wenn du schon einmal hier bist, solltest du unbedingt einen Blick in den Museumshafen werfen, der an die frühere Zeit der Schifffahrt und dem damit verbundenen Handel erinnert. Neben Kränen und historischen Stegen kannst du 20 restaurierte Segelschiffe bestaunen, die allesamt aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen.
Flensburg veranstaltet jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende ein Hafenfest im Museumshafen. Dessen Höhepunkt ist die Rum-Regatta, an der zahlreiche Boote teilnehmen.
Nordertor
Das Nordertor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Flensburgs. Um 1595 erbaut, stellte es bis 1795 die nördliche Begrenzung der Stadt dar. Mit seiner markanten Backsteinfassade und den schmuckvollen Elementen verkörpert es die Architektur der späten Renaissance. Früher diente das Tor der Sicherheit der Stadt und war ein Kontrollpunkt für den Warenhandel. Heute werden durch das Tor die Altstadt mit der Neustadt verbunden.
An der Nordseite befinden sich das Wappen des dänischen Königs Christian IV. und der lateinische Spruch “Regna Firmat Pietas” (Frömmigkeit stärkt das Königtum).
Mit seiner historischen Bedeutung ist das Nordertor heute ein begehrtes Fotomotiv. Es erinnert an eine Zeit, in der Flensburg durch Handel und Seefahrt florierte und von schützenden Stadtmauern umgeben war.
Neben dem Nordertor gab es noch zwei weitere Stadttore: das Rude Port (Rote Tor) in der 'Roten Straße' und das Friesische Tor in der 'Friesischen Straße'.
Rum – dat Gold vun de Karibik
Die Braasch-Höfe haben wir als einen Ort empfunden, der tief mit der Geschichte des Rums und der Stadt verbunden ist. Den netten Laden auf der Rote Straße haben wir schon am Anfang unseres Stadtrundgangs gesehen, die sich anschließenden Höfe jedoch gar nicht richtig wahrgenommen. Das muss natürlich nachgeholt werden!
Die Hofanlage umfasst zwei Höfe und blickt auf eine vielseitige Vergangenheit zurück. Ursprünglich wurden hier Käse produziert, Tiere gehalten sowie verschiedene Waren hergestellt und verkauft. Mittlerweile gehören die beiden Höfe zur Rum-Manufaktur Braasch, die seit Generationen hochwertige Rumspezialitäten produziert. Besucher können hier die faszinierende Welt des Rums entdecken und mehr über die Herstellung der Spirituose erfahren.
Im hintersten Teil des Hofes verbirgt sich eine besondere Attraktion, das Rum-Museum. In diesem bekommst du spannende Einblicke in die frühere Rum-Produktion. Mit historischen Geräten, imposanten Fässern und aufschlussreichen Dokumenten wird die enge Verbindung Flensburgs zum Rumhandel lebendig. Flensburg spielte einst eine bedeutende Rolle im internationalen Handel. Besucher erleben, wie der Rum einst seinen langen Weg aus der Karibik nahm, über das Meer transportiert wurde und schließlich im Hafen der Stadt ankam.
Wer die Welt des Rums entdecken möchte, sollte sich diesen besonderen Ort nicht entgehen lassen. Im Geschäft erwartet dich eine Kostprobe, ob purer Rum oder raffinierte Kreationen mit seiner einzigartigen Note. Also, sei mutig, probiere aus und genieße das Erlebnis. Es wird dich garantiert überraschen!
Wenn du dich für ansprechend gestaltete Hinterhöfe wie in Flensburg interessierst, solltest du unbedingt einmal die Buden und Gassen in Lübeck besichtigen.
Flensburg aus unserer Sicht
Flensburg ist definitiv eine Stadt, die überrascht. Nicht nur die historischen Segelschiffe machen sie besonders, sondern auch die Geschichten, die sich an fast jeder Ecke entdecken lassen. Von den verwinkelten Gassen der Altstadt über die Rum-Tradition bis hin zur direkten Lage an der Förde, bietet die Stadt für jeden etwas. Man könnte sagen, hier trifft Historie auf nordische Gelassenheit! Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Geschichts- und Kulturinteressierte, sondern auch für Genießer, die in den kleinen Läden und Cafés den regionalen Spezialitäten nachspüren. Wer das Besondere sucht, wird hier fündig.
Um die Stadt ausgiebig zu besichtigen, solltest du mindestens einen Tag einplanen. So bleibt genug Zeit, alles in Ruhe zu erkunden.
Wie das Navi in die Irre geführt wurde
Die Rückfahrt von Flensburg hätte eine entspannte Tour werden können – doch wie so oft lief alles anders als geplant. Am Anfang verlief die Fahrt noch normal, doch plötzlich geschah das Unerwartete. Während unserer Stadtbesichtigung hatten Baustelleneinrichtungen die gewohnten Wege über die Landstraße in ein Labyrinth verwandelt und unser Navi war wegen der Kürze der Zeit noch nicht auf dem aktuellen Stand. Es war schlichtweg hoffnungslos überfordert.
Immer wieder die gleiche monotone Stimme: “Bitte wenden! Falls möglich, bitte wenden! Dem Straßenverlauf für 200 Meter folgen, dann bitte wenden!”
Doch wohin? Direkt in die gerade erst aufgestellten Absperrungen? Leider konnten auch die Einheimischen nicht helfen. Mit verzweifeltem Schulterzucken und Ratlosigkeit gaben sie frustriert zu: “Wir wissen selbst nicht mehr, wie man hierherkommt, geschweige denn, wie man wieder wegkommt. Alles wurde gleichzeitig abgesperrt. Und die Umleitungsschilder stimmen nicht.” Letzteres hatten wir auch schon bemerkt.
Die Rettung? Kein hochmodernes GPS-Update, keine ausgeklügelte App, sondern ein Held längst vergangener Zeiten, der auf unseren Reisen stets einen festen Platz im Gepäck hat: der gute alte Papier-Atlas. Voller Spuren unserer Reisen und doch verlässlicher als die digitale Navigation. Mit ihm fanden wir die einzig richtige Route. Kreuz und quer ging es durch verschiedene abgeschiedene Ortschaften, so dass wir am Ende das Herrenhaus Hoyerswort wohlbehalten erreichten. Am nächsten Tag waren im Navi alle Baustellen und deren Absperrungen aktualisiert, sodass wir unsere Ausflüge ohne Umwege fortsetzen konnten.
Hast du Lust auf historische Gassen, Hafenflair und nordische Gelassenheit? Dann wird es Zeit, Flensburg zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich. Lass dich treiben und finde heraus, was die Stadt für dich bereithält!
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