Indonesien: Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Reisetipps

‘Selamat Datang’ ist die traditionelle Begrüßung für einen ankommenden Gast in Indonesien. Übersetzt bedeutet es in etwa ‘Gesegnete Ankunft’ oder einfach ‘Willkommen’.

Mit Indonesien haben wir ein Reiseziel gewählt, dass an Vielfalt kaum zu übertreffen ist. Von Vulkanen über jahrhundertealte Tempel bis hin zu tropischen Stränden und lebendigen Märkten. Der größte Inselstaat der Welt beeindruckt mit einer Fülle an Höhepunkten.

Erfahre mehr über die geschichtlichen Hintergründe, kulturelle Vielfalt und die landschaftliche Schönheit Indonesiens. Hol dir praktische Tipps für eine gut strukturierte, atmosphärisch dichte Rundreise. Von der besten Reisezeit bis zu lokalen Besonderheiten.

Inhalt

Wissenswertes über Indonesien

Indonesien liegt in Südostasien und erstreckt sich über mehr als 17.000 Inseln zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land grenzt unter anderem an Papua-Neuguinea, Osttimor und Malaysia. Mit über 285 Millionen Einwohnern (Stand: 2025) zählt Indonesien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt. Zugleich ist es der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung.

Die politische Struktur Indonesien umfasst 38 Provinzen, zu denen auch die beliebten Reiseziele Bali, Yogyakarta (Java) und Molukken gehören. Die Hauptstadt Jakarta liegt auf der Insel Java und bildet das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes.

Neben der Amtssprache Bahasa Indonesia existieren hunderte regionale Sprachen und Dialekte. Zu ihnen zählen Javanisch, Sundanesisch und Balinesisch.

Bezahlt wird mit der Landeswährung, der Indonesischen Rupiah (IDR). Für einen Euro erhält man derzeit 19.521,90 IDR (Stand: 2025).

Die Indonesier begegneten uns mit einer ruhigen, respektvollen Freundlichkeit. Höfliche Floskeln wie terima kasih (danke), selemat pagi (guten Morgen) oder tolong (bitte) werden sehr geschätzt und öffnen oft Türen zu echten Begegnungen. Ein Lächeln ist hier mehr als nur eine Geste, es ist Teil der Kultur.

Indonesien - Berglandschaft mit modernen Gebäuden am Ufer eines Sees in Indonesien, umgeben von üppiger Vegetation.
Hotel am Lake Toba

Geschichtlicher Einblick

Die Geschichte Indonesiens ist so vielschichtig wie seine Landschaften. Über Jahrtausende hinweg war der Archipel Knotenpunkt für Handel, Religion und kulturellen Austausch. Früh entwickelte sich hier eine komplexe Gesellschaft, geprägt von lokalen Königreichen, die sich entlang der Gewürzrouten etablierten. Insbesondere auf Java und Sumatra entstanden im ersten Jahrtausend mächtige Reiche wie Srivijaya und später Majapahit, deren Einfluss weit über die heutigen Landesgrenzen hinausreichte.

Im 13. Jahrhundert, mit dem Aufkommen des Islam, änderte sich das religiöse Bild vieler Regionen. Moscheen ersetzten Tempel, dennoch blieben die alten Traditionen oft erhalten. Dieses Nebeneinander ist bis heute spürbar.

Europäische Seefahrer erreichten die Inseln im 16. Jahrhundert, allen voran die Portugiesen, später die Niederländer. In vielen Städten sind heute noch koloniale Züge zu erkennen.

1945 erklärte Indonesien seine Unabhängigkeit, was bedeutete, dass tausende von Inseln sowie mehr als einhundert Sprachen und Kulturen zu einem Staat vereint werden mussten. Was für eine Herausforderung! Die Geschichte ist allgegenwärtig: Ob man durch die monumentalen Tempelruinen von Borobudur oder Prambanan streift oder zwischen den kolonialen Fassaden Jakartas flaniert.

Indonesien - Traditionelles indonesisches Haus mit geschwungenem Dach und aufwendiger farbiger Bemalung, umgeben von tropischer Vegetation.
Pagaruyung-Palast

Praktische Hinweise

Bei einer Reise nach Indonesien ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld über die Gepflogenheiten des Landes zu informieren. Zudem sollte man sich über Sicherheits- und Gesundheitshinweise erkundigen.

Bei Fernreisen ist es immer notwendig, einen gültigen Reisepass zu besitzen. Dieser sollte mindestens noch sechs Monate gültig sein. Gleichzeitig muss man im Besitz eines Rück- oder Weiterflugtickets sein.

Aktuell benötigen deutsche Reisende ein Visum für die Einreise. Am unkompliziertesten ist das Visa on Arrival, das direkt bei der Einreise beantragt und bezahlt werden kann. Es erlaubt einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen und kann einmalig um weitere 30 Tage verlängert werden.

Alternativ kann vorab online ein elektronisches Visum (e-VOA) beantragt werden. Dies ist für alle empfehlenswert, die ihre Reise gut vorbereitet antreten wollen.

Wer länger bleiben möchte, etwa für eine ausgedehnte Rundreise oder kulturelle Zwecke, sollte sich frühzeitig über die Möglichkeiten eines längeren Visums informieren. Hier gibt es ein Social-Cultural Visa oder ein Long-Term Visa.

Bei Verlust des Visums zählt der Eintrag im Reisepass. Ist dieser noch vorhanden, besteht kein Problem. Sofern auch der Pass nicht mehr vorhanden ist, sofort zur Polizei und zur deutschen Botschaft. Die Einwanderungsbehörde (Imigrasi) stellt ggf. ein Ausreisedokument aus. Ohne gültiges Visum im Pass kann die Ausreise verzögert oder mit einer Geldstrafe belegt werden.

Wichtig: Bereits zu Hause digitale Kopien von Pass und Visum vorab sichern.

Wer nach Indonesien reist, sollte sich auf eine Mischung aus Bargeld und Karte einstellen. In touristischen Regionen wie Bali, Yogyakarta oder Lombok ist es problemlos möglich, mit Kreditkarte zu zahlen. In kleineren Warungs (kleine Läden oder Imbissstände), auf Märkten oder bei lokalen Fahrdiensten wird hingegen fast ausschließlich Bargeld akzeptiert.

Es empfiehlt sich, Euro oder US-Dollar mitzunehmen und diese vor Ort in offiziellen Wechselstuben oder Banken umzutauschen.

Geldautomaten sind weit verbreitet, besonders in Städten und touristischen Zentren. Dennoch ist Vorsicht geboten: Am sichersten sind Automaten in Banken oder Einkaufszentren. Reiseschecks spielen heute kaum noch eine Rolle. Sie werden nur noch selten akzeptiert und sind für eine flexible Rundreise nicht empfehlenswert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reist mit zwei Kreditkarten.

Für deinen Aufenthalt in Indonesien empfehle ich leichte, atmungsaktive Kleidung, idealerweise aus Baumwolle oder Leinen. Die Temperaturen sind ganzjährig warm, die Luftfeuchtigkeit ist oft hoch. Synthetische Stoffe sind daher wenig angenehm und trocknen schlecht.

Je nach Region und Reisezeit können die klimatischen Bedingungen variieren: In den Bergen kann es abends kühl werden, während es in Küstenregionen oft schwül bleibt. Ein langärmeliges Kleidungsstück schützt nicht nur vor kühler Abendluft, sondern auch vor Mücken.

Eine Kopfbedeckung ist unerlässlich, um sich vor der intensiven Sonne zu schützen. Auch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine gute Sonnenbrille gehören ins Gepäck.

Bei deiner Reise nach Indonesien solltest du neben den alltäglichen Medikamenten auch Schmerzmittel in der Reiseapotheke haben. Es gibt keine speziellen Impfvorschriften für Indonesien. Dennoch ist es sinnvoll, vor Fernreisen den Tetanus- und Polioschutz zu überprüfen. Gegebenenfalls sollte eine Auffrischung erfolgen. Je nach Art deiner Rundreise solltest du in Erwägung ziehen, ob eine Hepatitis A-Impfung ratsam ist. Kläre dies ärztlich ab. Überprüfe auch, ob Impfungen gegen Typhus und Diphterie sinnvoll sind.

Eine Malaria-Prophylaxe ist auf jeden Fall erforderlich. Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem Rundreisenden dazu raten, hieran zu denken.

Genauere und ständig aktualisierte Informationen findest du auf der Webseite des Instituts für Reise- und Tropenmedizin in deiner Stadt.

Indonesien liegt nahe am Äquator und ist geprägt von einem tropischen Klima mit zwei Hauptjahreszeiten: der Trockenzeit und der Regenzeit. Für eine Rundreise über die Inseln Bali, Java und Sumatra bietet sich die Trockenzeit an, die von Mai bis Oktober dauert.

Die Regenzeit beginnt etwa im November und dauert bis April. Zwar sind die Inseln zu dieser Zeit mit üppigem Grün bewachsen, allerdings kann es bei Touren durch den Dschungel oder bei Fahrten in abgelegene Regionen zu Einschränkungen kommen. Während es auf Sumatra zu starken Regenfällen kommen kann, sind es auf Bali häufig nur kurze, heftige Schauer.

Die indonesische Küche ist äußerst reichhaltig, vielseitig und scharf. Reis steht fast immer im Mittelpunkt, begleitet von Gemüse, Fisch oder Fleisch in den unterschiedlichsten Zubereitungen. Die Aromen sind kräftig, aber ausgewogen. Kokosmilch, Chili, Ingwer und Zitronengras kommen häufig zum Einsatz.

Als Getränke dienen Fruchtsäfte, Kokoswasser oder gesüßter Schwarztee (Teh Manis). Wer Kaffee mag, sollte Kopi Tubruk probieren. Dies ist ein kräftiger, ungefilterter Kaffee. Das Kaffeepulver wird direkt mit Zucker vermischt und dann aufgebrüht – Geschmackssache.


Cook it, peel it or leave it!
Wenn du diese Regel beachtest, bist du auf der sicheren Seite.

Auch beim Wasser solltest du darauf achten, dass dieses grundsätzlich in einer noch verschlossenen Flasche serviert wird.

Indonesien erstreckt sich über drei Zeitzonen. Wer auf einer Rundreise zwischen Bali, Java und Sumatra unterwegs ist, merkt schnell: Die Uhr tickt nicht überall gleich.

  • Java und Sumatra liegen in der westindonesischen Zeitzone und sind unserer Zeit (MEZ) um sechs Stunden voraus. Während unserer Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung +5 Stunden.
  • Bali gehört zur zentralindonesischen Zeitzone und liegt sieben Stunden vor der MEZ, bzw. +6 Stunden während der Sommerzeit.

Wer, wie wir, zwischen den Inseln unterwegs ist, sollte die Zeitunterschiede kennen. Besonders bei Inlandsflügen und der Planung von Transfers lohnt sich ein genauer Blick auf die lokale Uhrzeit.

In Indonesien beträgt die Stromspannung 230 Volt. Dies bedeutet, dass die meisten elektrischen Geräte aus Mitteleuropa problemlos funktionieren. Auch bei Steckdosen gibt es gute Nachrichten. Auf Bali, Java und Sumatra sind mittlerweile überwiegend Steckdosen des Typs C und F verbreitet, also solche, die mit den üblichen Euro- und Schukosteckern kompatibel sind. Ein Adapter ist daher in den meisten Fällen nicht nötig, sollte aber für den Fall sehr abgelegener Regionen im Gepäck sein.

Bei starken Regenfällen und besonders in ländlichen Gebieten, kann es schon einmal zu Stromausfällen kommen. Sorgen machen muss man sich nicht, da die meisten Hotels darauf vorbereitet sind und über Notstromlösungen verfügen.

Unsere Rundreise

Unser erstes Ziel: Medan auf Sumatra. Wir flogen von Frankfurt/M. über Abu Dhabi, ein Zwischenstopp, der angenehm kurz war und Raum für einen Kaffee und Gelegenheit zum Durchatmen zwischen den Flügen ließ. Nach knapp 19 Stunden, inklusive aller Eincheck- und Wartezeiten, erreichten wir indonesischen Boden. Wer so lange unterwegs ist, sollte sich auch die Zeit nehmen, das Land in seiner Vielfalt zu erleben. Ein Kurzaufenthalt von wenigen Tagen wird Indonesien kaum gerecht.

Jede Insel hat ihren eigenen Rhythmus: Sumatra mit üppiger Natur und kolonialer Geschichte. Java mit kulturellen Zentren und pulsierenden Städten, Bali mit spiritueller Tiefe und landschaftlicher Schönheit. Indonesien verzaubert mit faszinierenden Gegensätzen. Neben Großstädten und heiligen Stätten auch mit weitläufigen Küsten, die sich ideal zum Abschalten eignen.

Und das Fernweh? Es meldet sich schneller bei dir als du glaubst!

Stationen unserer Rundreise

Sumatra

Java

Bali

Du planst selbst eine Reise nach Indonesien? Lass dich von unseren Erfahrungen inspirieren und finde heraus, welche Insel zu dir passt. Wenn du Lust hast mehr zu entdecken, folge uns auf unserer Route.


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