Kloster Ayia Napa Zypern

Ayia Napa

Nach unserer Ankunft auf dem Flughafen in Larnaka hatten wir noch eine kurze Strecke von ca. vierzig Minuten Fahrzeit vor uns, um nach Ayia Napa (auch Agia Napa) zu gelangen.

Der bekannte Ferienort liegt an der Süd-Ostküste der Mittelmeerinsel Zypern. Mittlerweile ist Ayia Napa den meisten als Partyhochburg bekannt, häufig wird es mit dem Ballermann verglichen.

Sehr viel gibt es über den damals recht beschaulichen Ort nicht zu berichten. Dennoch wollten wir euch Ayia Napa im Rahmen der Berichte über unsere Zypern-Reise nicht vorenthalten.

Blick auf die Hotelanlage

Zum Zeitpunkt unserer Reise glich Ayia Napa eher einem gemütlichen Fischerdorf. Die Hotels lagen noch nicht dicht gedrängt beieinander und somit waren auch die Strände nicht so überfüllt.

Die Bevölkerung der Stadt besteht im Übrigen überwiegend aus Griechen.

Bei einem Besuch des Hafens von Ayia Napa stellten wir fest, dass dieser lediglich aus einer kleinen Bucht mit Fischerbooten bestand. Vereinzelt waren auch Segelboote festgemacht, mit denen die Touristen Tagestouren unternehmen konnten. Zwischenzeitlich wurden Wege angelegt, die bis zum Leuchtturm reichen.

Die für uns interessanteste Sehenswürdigkeit war das Kloster von Ayia Napa, das Wahrzeichen der Insel. Es ist leicht zu finden, da es sich mitten im Dorf befindet. Um 1500 n. Chr. wurde es erbaut. Während ein Teil des Klosters unterirdisch ist, so wurde der andere Teil in Felsen geschlagen. Ursprünglich war es nur für Frauen zugänglich. Später, im Jahr 1668, wurde es zu einem Männerkloster. Bemerkenswert ist hierbei, dass nicht regelmäßig Mönche in dem Kloster lebten. Warum? Nun, nachdem das Kloster erbaut war, entwickelte sich um dieses herum ein kleines Fischerdorf, das mit der Zeit wuchs. Somit stand das Kloster in einem belebten Stadtgebiet. Die Mönche zogen allerdings die Abgeschiedenheit und Ruhe vor. Andere Quellen besagen, dass die Mönche aus unbekannten Gründen das Kloster verlassen hätten.

Das Kloster gleicht einer mittelalterlichen Burg. Geweiht wurde es der Heiligen Jungfrau der Wälder. Dies bezieht sich auf das altgriechische Wort „napa“ (bewaldetes Tal).

Dort, wo sich heute die Klosteranlage und auch das Dorf befinden, war vor deren Entstehung ein dicht bewaldetes Gebiet. Wenn sich überhaupt jemand hierher verirrte, so waren es hin und wieder Jäger aus den umliegenden Dörfern.

Hierzu wird uns bei unserer Besichtigung folgende faszinierende Geschichte erzählt:

In dem Wald war einst ein Jäger mit seinem Hund unterwegs, um einen Hasen zu jagen. Nachdem der Jäger das Tier aus den Augen verloren hatte, verfolgte sein Hund es weiter. Ja, er folgte ihm sogar in eine Höhle. Sein Herrchen war in voller Sorge um ihn und folgte dem Bellen des Hundes durch den Wald. Bis er sich plötzlich vor dem Höhleneingang befand. Unsicher betrat der Jäger die Höhle und fand dort eine Ikone der Jungfrau Maria.

Wahrscheinlich wurde die Ikone zur Zeit des Byzantinischen Reiches dort versteckt. So war sie sicher vor Plünderern. Nach dem Fund der Ikone wurde der Ort in der Folge nach der Jungfrau Maria benannt.

Die Gartenanlagen des Klosters sind sehr gepflegt. Neben verschiedenen blühenden Pflanzen wechseln sich Palmen und Ölbäume ab. Bis auf eine Ausnahme. Vor dem Südtor steht eine über 600 Jahre alte Platane.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall, einmal durch die Innenhöfe zu schlendern und dabei dieses hübsche historische Bauwerk in aller Ruhe zu studieren. Wir waren überrascht von der ruhigen Atmosphäre.

Süßwasserbrunnen

Dieser Brunnen befindet sich im Norden des Klostergeländes. Das Wasser tritt aus einem Eberkopf aus und läuft sodann in das Auffangbecken. Gleich hinter dem Brunnen befindet sich ein Haus, von dem erzählt wird, dass es sich um die Wohn- und Lebensstätte des Gründers des Klosters handelt.

Das Kloster hat bisher seine Ursprünglichkeit bewahrt, weshalb es immer noch ein Ort ist, der sowohl von Pilgern als auch von Touristen gerne aufgesucht wird.

Heute fungiert es nicht mehr als Kloster. Vielmehr beherbergt es ein Museum, in dem großartige archäologische Funde bestaunt werden können. Größtenteils stammen sie wohl aus der Sammlung von Erzbischof Makarios.

Wer in Ayia Napa mehr besichtigen möchte, der kann die Felsengräber (griechische und römische Zeit) sowie das Meeresmuseum Thalassa aufsuchen.

Ayia Napa, einst ein traditionelles beschauliches Fischerdorf, heute ein quirliger Urlaubsort, der jedes Jahr zahlreiche Touristen anzieht.

Wir haben Ayia Napa als Ausgangspunkt für unsere Touren gewählt. Zunächst haben wir die Insel mit Mofas erkundet. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten waren wir bereit für den nächsten Tag. Geplant war eine Tour entlang der Küste. Und ich kann euch jetzt schon verraten, dieser Ausflug hatte es in sich! Seid gespannt auf unsere heiße Zweiradtour.

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