Bottrop Indoor Skydiving - Zwei Menschen fliegen im Windkanal. Vor der Scheibe stehen Zuschauer und weitere Fluggäste.

Indoor Skydiving: So erlebst du den freien Fall

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, das berauschende Gefühl des freien Falls zu erleben?

Ohne jegliche Erfahrung im Fallschirmspringen machten wir uns an einem Freitag auf den Weg nach Bottrop, um das Abenteuer Indoor-Skydiving zu wagen. Wir, das sind Kicki, Silvia und ich, die Bloggerin Ulrike.

Inhalt

Indoor Skydiving: Das Abenteuer beginnt

Mit Herzklopfen und einer Mischung aus Aufregung und Nervosität betraten wir die Halle, in der der Windkanal bereits auf uns wartete. Bereit, uns in die Lüfte zu heben.

Wir mussten zunächst einchecken, was unsere Vorfreude nur noch steigerte. Danach hatten wir noch etwas Zeit, um uns bei einem Kaffee umzusehen.

Vor dem Tunnel gibt es einen Besucherbereich mit Sitzgelegenheiten und einer kleinen Bar. Hier herrschte eine entspannte Atmosphäre. Wer sich hier aufhält, gehört erstmal zum Team Zuschauer.

Der Windkanal brummte vor sich hin. Bei uns jedoch knisterte die Luft vor Spannung.

Hin und wieder sprangen zwischen den einzelnen Gruppen wagemutig zwei Proflyer in den Tunnel und zeigten atemberaubende Kunststücke. Toll, wie präzise und elegant deren Bewegungen waren. Es war faszinierend mit anzusehen, wie sie durch die Luft und scheinbar schwerelos durch den Tunnel schwebten.

Super! Aber von dieser Performance sind wir noch sehr weit entfernt.

Die Vorfreude auf unser eigenes Abenteuer wuchs mit jedem Moment, den wir den beiden zusahen.

Schon bald werden wir selbst in den Tunnel steigen und das unbeschreiblich tolle Gefühl des Fliegens erleben können.

Der Ablauf

Um 14.30 Uhr fanden wir uns neben dem Eincheckschalter wieder ein. Unsere Drei-Damen-Gruppe wurde um weitere drei Personen erweitert.

Wir erhielten einen Helm, den wir zur Probe aufsetzen mussten. Danach wurden wir mit einer Schutzbrille und einem „Fluganzug“ ausgestattet. Es erfolgte eine kurze Anweisung, wie wir dies alles an- und überziehen mussten. Bepackt mit diesen Utensilien ging es in die Umkleide.

Bottrop Indoor Skydiving - Drei Frauen bekleidet mit hellblauen Anzügen, weißen Helmen und Schutzbrillen. Die Helme sind mit Nummern versehen.
So sieht das Ergebnis aus

Sobald wir umgezogen waren, mussten wir uns im Briefing-Raum einfinden, in dem wir eine Einweisung erhielten. Wir erfuhren die drei wichtigsten Zeichen, die wir im Windkanal beachten sollten. Natürlich lernten wir auch, wie die beste Körperhaltung ist, um „perfekt“ fliegen zu können.

Wegen des starken Windes und der damit verbundenen lauten Geräusche ist eine Kommunikation im Tunnel nur per Zeichensprache möglich. Deshalb erhielten wir zusätzlich auch noch Ohrstöpsel.

Die Anzüge hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt lässig, wie bei Rennfahrern, um die Hüfte geknotet. Helm und Brille lagen griffbereit auf einem Tisch und mit jedem Satz der Einweisung wurde die Aufregung größer.

Kurz wurden wir noch nach möglichen Erkrankungen, insbesondere des Skeletts gefragt. Dies sollte der Fluglehrer auf jeden Fall wissen. So weiß auch er, wie er sich bei den einzelnen Personen verhalten muss.

Es wurde ernst! Die Anzüge mussten komplett angezogen werden und wir durften noch einen kurzen Moment vor dem Tunnel Platz nehmen. Während dieser Zeit setzten wir auch die Ohrstöpsel ein. Brille und Helm folgten. Sodann ging es zur Luftschleuse.

Die Luft war durch die „verstopften“ Ohren und den Helm nun nur noch von einem leisen Summen erfüllt. Die Kraft des Windes konnten wir nur erahnen.

Was so einfach aussieht, benötigt Körperbeherrschung

Wir nahmen in der Reihenfolge, in der wir fliegen sollten, Platz. Diese ist unbedingt einzuhalten, da während des Fluges sowohl Fotos als auch Videos von dir gemacht werden.

Kicki war von uns als erste dran. So konnten Silvia und ich uns für einen Augenblick noch einmal zurücklehnen und beobachten, was da auf uns zukommen würde.

Beim Eintritt in den Windkanal wurde sie sofort von einem starken Luftstrom erfasst und in die Höhe gehoben. Gott sei Dank war noch unser Guide bei ihr, der darauf achtete, dass sie nicht direkt bis zur Decke fliegt.

Beim Indoor Skydiving wird die Luft mit hohem Druck in dem Tunnel nach oben geblasen. Dies geschieht mit einer Geschwindigkeit von teilweise mehr als 200 km/h. Sie kann an einem Steuerpult entsprechend eingestellt werden. Hierbei spielt es wohl eine Rolle, wie man sich beim Betreten des Windkanals und dann im weiteren Verlauf verhält. Bei den ersten Flügen ist die Geschwindigkeit zumindest am Anfang etwas niedriger.  

Springst du in diesen Luftstrom hinein, so fliegst du. Hört sich einfach an, ist es aber nicht wirklich. Die Hilfestellungen vom Guide sind am Anfang hilfreich und auch erforderlich.

Und eh ich mich versah, war ich schon an der Reihe. Der Guide erwartete mich bereits im Luftstrom. Also, Hände nach oben an den Türrahmen, Kopf anheben und einfach in den Windkanal fallen lassen. Wenn es denn so einfach wäre… 😊

Der ungewohnte, extrem starke Luftstrom, das trotz der Ohrstöpsel laute Geräusch im Tunnel und dann die Beine. Diese schienen sich selbständig zu machen. Sollten sie doch gestreckt sein, um ein besseres Flugergebnis zu erlangen, so klappten sie aufgrund der starken Strömung immer wieder nach oben.

Plötzlich war er da … der Punkt, an dem ich völlig entspannt war und ruhig atmete. Ich fühlte mich total leicht. Ein tolles Gefühl!

Nach 60 Sekunden – so lange dauert der freie Fall bei einem Fallschirmsprung – war die erste Runde vorbei. Der Guide lenkte mich Richtung Tunnelausgang.

Nachdem die Gruppe den ersten Flug absolviert hatte, folgte gleich der zweite im Anschluss. Zeit zum Nachdenken hat man nicht wirklich. Ich kann dir verraten, der Adrenalinspiegel ist extrem hoch. Darauf wurde ich im Vorfeld hingewiesen, allerdings habe ich es mir so nicht vorgestellt.

Kicki war wieder vor uns dran und ich dachte, ich trau meinen Augen nicht. Die beiden flogen tatsächlich schon in den oberen Teil des Windkanals.

60 Sekunden später – auf geht’s. Hoffentlich klappen die Beine nicht wieder ständig nach oben. Ich stellte mich an den Eingang. Hände nach oben, Kopf anheben und schwubs war ich schon wieder mitten im Geschehen. Meine Körperhaltung wurde kurz korrigiert und dann ging es los.

Mit einer Geschwindigkeit, die ich so nicht erwartet hatte, flog auch ich in den oberen Teil des Windkanals. Dies geschah natürlich mit Begleitung. Hiernach gab es noch ein paar Übungen und einen kleinen Moment bin ich alleine geflogen.

Ein unsagbar schönes und unvergessliches Erlebnis.

Nun musste auch Silvia noch in die Höhen des Windkanals fliegen. Es machte ihr offensichtlich genauso viel Spaß wie uns.

Während der nächste Fluggast seine Runden dreht besteht die Möglichkeit, sich den eigenen Flug im Vorraum auf dem Fernseher anzuschauen. Sah jetzt nicht so toll aus wie bei den Jungs, die anfangs ihre Akrobatenstücke gezeigt haben. Aber immerhin.

Am Ende waren wir uns aber auch einig: Bei anderen sieht es tatsächlich einfacher aus.

Indoor Skydiving Bottrop - 3 Frauen im Fluganzug. Die Haare kommen aus Öffnungen aus den Helmen. Alle Lächeln.
Haarkatastrophe nach dem Flug

Wer etwas längere Haare hat, darf nach den Flügen keinen Wert auf Schönheit legen. Die Haare finden ihren Weg durch die Öffnungen im Helm nach draußen, was doch recht lustig aussieht. Silvia hat uns bis heute nicht verraten, warum ihre Haare unter dem Helm geblieben sind. Welchen Trick hat sie angewendet?


Nach dem Flug sind deine Haare durch den Helm verschwitzt und völlig durcheinander. Nimm unbedingt einen Kamm oder eine Bürste mit, sonst wirst du sie nicht entwirren können. 

Was geschieht nach dem Flug?

Nach dem Flug geht es wieder in die Umkleide, um sich des Anzugs, Helms und der Brille zu entledigen. Wichtig – die Ohrstöpsel nicht vergessen!

Anzüge, Helme und Brillen mussten an der Theke zum Reinigen und Desinfizieren wieder abgegeben werden. Sodann erlebten wir eine Überraschung, es erfolgte eine Urkundenverleihung. Jeder Teilnehmer erhält nach den Flügen eine Urkunde. Hierauf werden die Fähigkeiten, die du im Windkanal erlangst hast, festgehalten.

Bottrop Indoor Skydiving - Auf einem Tisch liegen drei Flugdiplome mit Namen der Flugschüler. Die Fähigkeiten, die sie beim ersten Flug erlangt haben sind angekreuzt.
Unsere Flugdiplome

Hast du mehrere Flüge absolviert und alle Fähigkeiten sind abgehakt, kannst du Proflyer werden. Dies bedeutet, dass du selbständig den Windkanal betreten, in ihm fliegen und ihn auch wieder ohne Hilfe verlassen kannst.

Schnell war uns klar, da wollen wir hin. Was für ein Glück, zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes wurde ein Summer-Special angeboten. Nach kurzer Überlegung haben wir zugegriffen.

Wir kauften zehn Flüge á 60 Sekunden. So haben wir die Möglichkeit, beim nächsten Mal drei Flüge wahrnehmen zu können.

Wir kommen dem Ziel, Proflyer zu werden immer näher!

Das Gefühl schwerelos zu sein und durch die Luft zu gleiten ist unbeschreiblich. Indoor Skydiving war ein Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es hat uns aber auch gezeigt, dass man manchmal einfach den Mut haben muss, etwas Neues auszuprobieren.

Erlebe den ultimativen Adrenalinkick!

Das Fliegen im Windkanal ist ein einmaliges Abenteuer.

Von der unkomplizierten Buchung bis hin zum atemberaubenden Flug und dem einfachen Download der von den Flügen gemachten Fotos – alles verlief reibungslos. Freundliche Mitarbeiter stehen jederzeit bereit, um deine Fragen zu beantworten.

Bist du bereit, die Schwerkraft zu überwinden und das Gefühl des freien Falls zu erleben? Egal, ob du ein Anfänger bist. Der Windkanal bietet dir ein unvergessliches Erlebnis.

Hole dir hier weitere Informationen, buche deinen Flug und hebe ab! 🚀


4 Comments

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