Bali: Tempelpfade, Reisterrassen und Schlangen
Nach einer kurzen Flugzeit von etwa einer Stunde ließen wir Java hinter uns und landeten auf Bali. Schon beim Aussteigen spürten wir die warme, tropische Luft und das geschäftige Treiben rund um den Flughafen. Die ersten Eindrücke sind lebendig und bunt. Palmen, freundliche Gesichter und das Gefühl, eine ganz andere Welt zu erleben.
Stell dir vor, du steigst aus dem Flugzeug und hörst in der Ferne das rhythmische Geklapper von Gamelan-Musik. Willkommen auf Bali. Wir waren voller Vorfreude und gespannt, was uns auf dieser faszinierenden Insel erwarten wird. Von grünen Reisterrassen über spirituelle Tempel bis hin zu den legendären Stränden Balis.
Inhalt
Wissenswertes über Bali
Bali ist eine Insel der Kontraste. Im Norden erhebt sich der majestätische Vulkan Gunung Agung, der wie ein schlafender Riese über die Insel wacht. Im Süden befindet sich mit Uluwatu und Caggu ein Paradies für Surfer und Sonnenanbeter. Dazwischen Reisterrassen, die aussehen, als hätte ein Künstler sie mit Pinselstrichen in die Landschaft gemalt, so exakt sind die Felder angelegt.
Bali gehört zu Indonesien und liegt zwischen den Inseln Java und Lombok, eingebettet in die tropischen Gewässer des Indischen Ozeans. Die Insel ist Teil der sogenannten Kleinen Sundainseln. Mit einer Fläche von rund 5.600 Quadratkilometern ist Bali überschaubar und für Rundreisen geradezu geeignet. Man kann in wenigen Tagen verschiedene Regionen erkunden, ohne stundenlange Transfers in Kauf nehmen zu müssen. Dennoch erlebt man dabei völlig unterschiedliche Landschaften.
Die Insel ist geprägt von Vulkanen, Hügeln und fruchtbaren Ebenen. Mit über 3.000 Metern ist der Gunung Agung der höchste Berg der Insel. Im Süden liegt die Hauptstadt Denpasar. Um sie und die Orte Sanur, Kuta und Ubud pulsiert das touristische Leben.
Die Regenzeit ist von November bis März, die eher trockene Phase von April bis Oktober.
Balis Ursprünge reichen weit zurück. Schon früh entwickelte sich auf der Insel eine eigenständige Gesellschaft, geprägt von Landwirtschaft und spirituellen Ritualen. Besonders prägend war der Einfluss hinduistischer Fürstentümer aus Java, die ab dem 9. Jahrhundert ihre Religion, Architektur und Kunst nach Bali brachten. Viele der heute verehrten Tempel, darunter auch Pura Besakih, stammen aus dieser Zeit.
Ab dem 14. Jahrhundert wurde Bali Teil des Majapahit-Reiches, dessen kulturelles Erbe bis heute in klassischen Tanzformen, Ritualen und der balinesischen Schriftsprache spürbar ist. Nach dem Zerfall dieses Reiches entwickelte sich auf Bali eine eigenständige Königsdynastie, die bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte.
Danach geriet Bali unter niederländische Kontrolle. Die Kolonialzeit brachte tiefgreifende Veränderungen, die 1906 ihren tragischen Höhenpunkt erreichten. Beim Einmarsch in Denpasar begingen Mitglieder der königlichen Familie sowie ihre Gefolgschaft den Puputan, einen rituellen Massenselbstmord. Sie wollten damit ein Zeichen des Widerstands setzen. Trotz alledem bewahrte sich die Insel ihre kulturelle Eigenständigkeit. Nach der Unabhängigkeit Indonesiens 1945 wurde Bali Teil der Republik und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem geschätzten Reiseziel. Balis Geschichte bleibt jedoch lebendig und spürbar in Tempelzeremonien, traditionellen Tänzen und nicht zuletzt dem Stolz ihrer Einwohner.
Anreise nach Bali
Die meisten internationalen Reisenden erreichen Bali über den Flughafen Ngurah Rai in Denpasar. Direktflüge aus Europa sind eher selten. Meistens erfolgt der Flug mit einem Zwischenstopp beispielsweise in Singapur, Doha oder Dubai. Wer flexibel plant, kann mit etwas Recherche nicht nur Zeit, sondern auch Kosten sparen. Vor Ort empfiehlt sich ein Mix aus privaten Fahrern und lokalen Transportmitteln, je nach Route und Komfortanspruch. Wir haben uns für einen privaten Fahrer entschieden.
Ist Bali gefährlich?
Bali gilt als sicheres Reiseziel, dennoch ist wie überall ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit ratsam. Hier einige Punkte, die man im Blick behalten sollte:
- Verkehr: Besonders in Städten wie Denpasar ist der Straßenverkehr dicht und oft chaotisch. Ampeln werden nicht immer beachtet, daher ist Vorsicht geboten – auch als Fußgänger.
- Touristenfallen: In touristischen Gebieten können Preise für Transport oder Souvenirs überhöht sein. Ein kurzer Preisvergleich oder das Nachfragen bei einem Guide beziehungsweise im Hotel hilft oft weiter.
- Wertsachen: Teure Technik und Schmuck sollten sicher verstaut oder am Körper getragen werden. In Hotels empfiehlt sich die Nutzung eines Safes.
- Alleinreisende Frauen: Bali gilt als vergleichsweise sicheres Reiseziel für Frauen, auch alleinreisend. Dennoch ist respektvolle Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) empfehlenswert, besonders in ländlichen oder religiös geprägten Regionen. In touristischen Gegenden wie Ubud, Sanur und Canggu ist man als Frau meist unbehelligt unterwegs. Ein freundliches aber bestimmtes “Tidak” (Nein) wird in der Regel akzeptiert. In Partyzonen wie Kuta kann es zu direkteren Kontaktversuchen kommen. Die sogenannten “Kuta Cowboys” sind bekannt für ihre Flirtversuche mit westlichen Touristinnen. Meist harmlos, aber mitunter penetrant. Hier hilft ein selbstbewusstes Auftreten!
Bali – Unser persönliches Resümee
Von den drei Inseln, die wir besucht haben, hat kaum eine Spiritualität, Natur und Kultur so eindrucksvoll vereint wie Bali. Unsere Rundreise war ein echtes Erlebnis, intensiv, abwechslungsreich und voller überraschender Momente. Auch hier brachte jeder Tag neue Facetten zum Vorschein, die uns staunen ließen, teilweise aber auch zum Nachdenken anregten.
Wir haben nicht nur ikonische Tempel wie Pura Ulun Danu Bratan besucht, sondern auch stille Morgenstunden am See erlebt. Hinzu kamen Wanderungen durch Reisterrassen und spontane Begegnungen mit Einheimischen, die wir sehr genossen haben. Ob beim Erkunden traditioneller Märkte oder beim Probieren balinesischer Gerichte, wir waren immer mittendrin.
Die Insel zeigte sich lebendig, kontrastreich und ist weit mehr als nur ein Postkartenmotiv. Wer sich auf Bali einlässt, wird mit Eindrücken belohnt, die lange nachwirken. Für uns war diese Rundreise eine bereichernde Erfahrung, eine, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können.
Jeder Tag unserer Reise brachte neue Impressionen und Abenteuer mit sich. Ob beim Besuch des Pura Besakih am heiligen Gunung Agung oder beim Sonnenuntergang am Meerestempel Tanah Lot, wo sich die Silhouette des Tempels gegen den glühenden Horizont abzeichnete.
Unsere Rundreise auf Bali war ein echtes Highlight. Wir waren ohne feste Zeitpläne unterwegs, was uns Raum für spontane Stopps, stille Momente und Beobachtungen ließ. Ein abgelegener Aussichtspunkt, ein Gespräch am Straßenrand – vieles ergab sich unterwegs. Wir haben die Insel sozusagen in unserem eigenen Tempo entdeckt. Diese Art zu reisen machte die Erfahrung besonders intensiv und persönlich. Kurzum: ein Abenteuer mit vielen wunderschönen Momenten.
Unsere Stationen auf Bali
Auf der Karte kannst du sehen, wo unsere Reisehöhepunkte liegen. Verteilt über die Insel, von den Bergregionen im Inland bis zu den Küsten im Süden und Westen. So bekommst du ein Gefühl für die Wege, die wir zurückgelegt haben und die Vielfalt der Landschaften, die Bali zu bieten hat.
Stationen unserer Rundreise
Du denkst darüber nach, eine Bali-Reise zu planen? Nur zu: Aber lies vorher unsere Berichte. Sie zeigen dir die spannendsten Etappen, die auch zu deinen Highlights werden könnten.
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