Pinnawela

In Pinnawela, einem kleiner Ort in der Provinz Sabaragamuwa, besuchten wir das Elefanten-Waisenhaus. Es ist weit über die Grenzen von Sri Lanka bekannt.

Das Elefantenwaisenhaus befindet sich direkt am Fluss Maha Oya, zu dem die Tiere täglich geführt wurden.

Die Elefantenhaut ist sehr empfindlich, deshalb müssen sie regelmäßig baden. Im Anschluss bewerfen sie sich mit Sand, damit die Haut gegen Zecken und andere Tiere geschützt ist.

Während eines Besuches in Pinnawela (auch Pinnawala) kannst du hautnah miterleben, wie sich um die Dickhäuter gekümmert wird. 


Hinweis

Vorwegnehmen möchte ich, dass wir die Schilderungen, die heute in verschiedenen Reiseberichten zu lesen sind, nicht bestätigen können. Bei unserem Besuch waren die Elefanten keinesfalls angekettet oder in zu engen Behausungen/Käfigen untergebracht. Auch wurden sie nicht geschlagen, im Gegenteil. Der Umgang mit den Tieren war äußerst liebevoll. Wäre es anders gewesen, hätten wir unseren Besuch dort sofort abgebrochen bzw. diesen gar nicht in das Rundreiseprogramm integriert. Außerdem möchte ich anmerken, dass zum Zeitpunkt unserer Reise das „Reiten auf Elefanten“ nicht angeboten wurde.


Elefantenherde Pinnawela Sri Lanka

Der kleine Ort Pinnawela befindet sich in der Nähe der Stadt Kegalle. Das dort befindliche Elefanten-Waisenhaus existiert seit 1975. Der ursprüngliche Gedanke war, Elefantenjunge aufzunehmen, die ihre Mutter verloren haben. Sie sollten in dem Waisenhaus aufgezogen und später wieder ausgewildert werden.

Mit der Zeit ergab es sich, dass in dem Waisenhaus auch Elefanten gehegt und gepflegt werden, die alt, krank oder verletzt sind.

Kurz vor unserem Besuch ergoss sich ein ziemlich heftiger Regenschauer über das Land und so stapften wir gemeinsam mit den Elefanten teilweise durch den Schlamm, was das tolle Erlebnis aber nicht geschmälert hat.

Pinnawela Sri Lanka

Wegen dieser lustigen Schnappschüsse darf eine Kamera nicht fehlen.

Viele Elefanten in verschiedenen Altersstufen werden auf dem Gelände beherbergt. Sie haben die Möglichkeit, sich auf dem großen Areal frei zu bewegen. Auch ein Bad im nahegelegenen Fluss wird ihnen ermöglicht. Aufgrund des regnerischen Wetters haben wir uns entschlossen, die Elefantenherde nicht zum Fluss zu begleiten.

Elefantenjunges in Pinnawela Sri Lanka

Die jungen Elefanten wurden zur Fütterung in einen Unterstand gebracht. Hierbei ergab sich für mich die Gelegenheit, dem Kleinen einmal über den Kopf zu streichen. Die Borsten auf dem Kopf waren vom Wasser und Schmutz ziemlich hart.

Die Fütterung der Dickhäuter ist für die Besucher ein wahres Schauspiel, diese finden jeweils morgens und am Mittag statt. Den kleinen dabei zuzusehen war besonders schön. Mein besonderer Höhepunkt des Besuches war, dass ich das Glück hatte, einen der jungen Elefanten mit der Flasche füttern zu dürfen. Der Mahout, so werden die Pfleger genannt, übergab mir die Flasche.

Was für ein Erlebnis! Er konnte gar nicht genug bekommen. Die Flasche wurde in Windeseile geleert.

Fütterung junge Elefanten in Pinnawela Sri Lanka

Die kleinen Elefanten wurden ausschließlich für die Fütterung leicht angebunden. Wenn sie erstmal die Milchflasche sehen, sind sie nicht mehr zu bremsen. Ich hielt ihm die Flasche ins Maul und schon ging es los. Das Fotografieren gestaltete sich etwas schwierig, da sich der Elefant immer etwas bewegte. Um die Fütterung fortzusetzen musste ich ihm natürlich folgen. Er ließ sich mit Genuss füttern. Wahnsinn, wie schnell er die Flasche leerte.

Herdenzusammenschluss in Pinnawela Sri Lanka

Nach der Fütterung ging es wieder hinaus ins Gelände, das von Wäldern und Palmbäumen umgeben ist.


Sri Lankas Elefanten sind bei den Buddhisten und Hindus heilige Wesen. 

Während der ganzen Zeit wurden wir von den Mahouts begleitet, die uns viel Wissenswertes über die Elefanten, deren Lebens- und Verhaltensweisen und insbesondere über das Waisenhaus berichteten.


Es reicht, wenn du für die Besichtigung des Elefanten-Waisenhauses einen halben Tag einplanst. 

Das Elefantenwaisenhaus kann täglich in der Zeit von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr besucht werden.

Zum Zeitpunkt unserer Reise war die Besichtigung kostenfrei. Nach unseren Recherchen beträgt heute der Preis für ein Ticket 13,50 Euro (Stand: Dezember 2023).


Wir wären gerne noch ein wenig länger bei den Dickhäutern geblieben zumal wir den Eindruck hatten, dass es ihnen auf dem großzügigen Gelände gut geht und sie sich wohl fühlen.

Doch auf unserem Tourenplan stand als nächstes Ziel Nuwara Eliya.


2 Comments

  • feliga1

    Wir haben das Waisenhaus 2006 besucht und konnten auch sehen, dass die Elefanten gut behandelt wurden. Elefantenreiten haben wir dort auch nicht miterlebt. Einen kleinen Elefanten durfte ich auch füttern.
    Liebe Grüße
    GabrielaAufReisen

    • Ulrike

      Das Füttern der kleinen Elefanten ist wirklich ein sehr schönes Erlebnis. Insgesamt ist Sri Lanka schön und vielseitig.
      Liebe Grüße
      Ulrike

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