Nuwara Eliya Sri Lanka

Nuwara Eliya

Vorbei an einigen Teeplantagen, Reisfeldern und atemberaubenden Aussichten fuhren wir immer weiter in das Hochland von Sri Lanka.

Bevor wir den Wagen verließen um Fotoaufnahmen zu machen, wurden wir regelmäßig ermahnt, uns vor Schlangen und anderen exotischen Tieren in Acht zu nehmen.

Die Fahrt nach Nuwara Eliya führte durch eine wunderschöne Region. Die Stadt selbst liegt auf einer Höhe von ungefähr 1.900 Metern und ist somit die höchstgelegene Stadt Sri Lankas. Sie befindet sich inmitten der drei höchsten Berge der Insel. Die Veränderung merkten wir nicht nur an der Landschaft, auch die Temperaturen waren etwas niedriger als an den vergangenen Tagen. Und immer wieder schoben sich Regenwolken vor die Berge. Im April wird es hier etwas wärmer. Trotz alledem ist in dieser Region fast ganzjährig mit häufigem Niederschlag zu rechnen.

Zugfahrt von Kandy nach Nuwara Eliya Sri Lanka
Eine Zugfahrt auf Sri Lanka ist spannend

Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du unbedingt die Fahrt von Kandy nach Nuwara Eliya mit dem Zug machen. Unterwegs reihen sich Tee- und Gewürzplantagen aneinander. Die Eisenbahnlinie gibt es übrigens seit 1885.

Fahrt nach Nuwara Eliya Sri Lanka
Fahrt durch das Hochland

Wir fuhren an unzähligen Reisfeldern vorbei, die terrassenförmig angelegt sind. Unsere Blicke verloren sich in der traumhaften Landschaft. Die Anlage der Reisfelder wirkt schon fast kunstvoll. Durch ein gut durchdachtes Bewässerungssystem müssen die Felder extrem feucht gehalten werden, da die Pflanzen nur so eine Grundlage bekommen, um zu wachsen und zu gedeihen.

Bauer pflügt Reisfeld mit Ochsengespann

Die Bauern rackern sich mit ihren Wasserbüffelgespannen regelrecht ab, um die Felder zu pflügen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, denn nur so wird die Versorgung gewährleistet. Der Pflug, den die Tiere durch das Feld ziehen, ist sehr einfach, ja man kann schon fast sagen, primitiv. Unter Einsatz höchster körperlicher Anstrengung ziehen Mensch und Tier diesen durch das Feld, das in tiefem Schlamm liegt.

Frauen ernten Nuwara Eliya Sri Lanka

Doch auch die Frauen haben kein leichtes Leben und müssen auf den Feldern arbeiten. Die Ernte der Reisfelder obliegt den Frauen.

Kurz danach erreichten wir unser Ziel, die Damrow-Teeplantage. Nach wie vor ist der auf Sri Lanka angebaute Tee eines der wichtigsten Produkte, das weltweit exportiert wird. Hier im zentralen Hochland besichtigten wir eine der größten Teeplantagen.

Wie bei der Reisernte sind auch bei der Ernte des Tees die Frauen zuständig. Da wir uns im Hochland befanden, gab es ziemlich häufig Niederschlag, weshalb sie sich mit Plastiksäcken vor der Feuchtigkeit schützten. Auf dem Rücken trugen sie Säcke, in denen sie die Teeblätter sammelten. Dieser muss natürlich auch vor den Einwirkungen der Nässe geschützt werden. Nachdem wir die Fotoaufnahmen gemacht hatten, mussten wir natürlich eine Gegenleistung erbringen und bei der Ernte helfen. Die Frauen hatten ihren Spaß daran und entließen uns recht schnell wieder.

Bevor die Teeblätter verarbeitet werden, müssen sie getrocknet werden. Dies geschieht in den oben dargestellten Behältern. Sie liegen auf Gitterböden, so dass die Luft zirkulieren kann. Nach 12 bis 18 Stunden ist dieser Prozess abgeschlossen. Sodann kommen sie in eine Maschine, in der sie derart gerollt werden, dass die letzte Flüssigkeit (der Pflanzensaft) aus ihnen heraustritt. Hierdurch tritt die Fermentierung ein, wodurch der Tee seine braune Farbe erhält. Obwohl die Maschine bereits in die Jahre gekommen war, hat sie ihren Dienst tadellos versehen. Nach Abschluss dieses Vorgangs erfolgt erneut das Trocknen der Teeblätter.

Die getrockneten Blätter werden in Sieben nach Größe und Qualität aussortiert.

Selbstverständlich haben wir uns reichlich mit dem besten Blatt-Tee eingedeckt. Das Qualitätsmerkmal dieses Tee mit Spitzenqualität lautet FOP. Die Abkürzung FOP steht für “Flowery Orange Pekoe” und weist auf die zarten, sehr feinen und gerade im Aufblühen befindlichen Blattanteile hin. Da wir auf der Teeplantage die Möglichkeit hatten, verschiedene Tees zu probieren, konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben.


Den besten Tee erzielt man aus den Spitzen der Teeblätter.

Auch wenn uns die Menschen, insbesondere die mit der Ernte beschäftigten Frauen, immer fröhlich zuwinkten und lachten, so war uns klar, dass es sich bei der Arbeit, die sie verrichten müssen, um Knochenarbeit handelt. Und dies bei sehr geringem Lohn.


James Taylor, ein Schotte, hat 1867 die ersten Teesträucher von Indien nach Ceylon gebracht.  

Lauch wird im Fluss gewaschen Nuwara Eliya Sri Lanka

Hier wird Lauch geerntet und gewaschen. Wir waren ein wenig erstaunt, da wir mit Sri Lanka nur Reis und Tee in Verbindung gebracht haben.

Beim Erreichen unserer Unterkunft war sie wieder da. Wie auf Knopfdruck schien die Sonne und ließ das Hotel in seinem ganzen Glanz erstrahlen. Das St. Andrews Hotel ist ein wunderschönes Gebäude aus der Kolonialzeit.

St. Andrews Hotel Nuwara Eliya Sri Lanka
St. Andrews Hotel

Ursprünglich war es tatsächlich ein Herrenhaus im georgianischen Stil.

Nachdem wir eingecheckt und unser Gepäck auf die Zimmer gebracht worden war, mahnte unser Reiseführer erneut zum Aufbruch. Anscheinend wollte er uns so viel wie möglich von Sri Lanka zeigen. Kein Problem für uns, denn das war ja der Grund unserer Reise.

Impressionen:

Die Landschaft ist atemberaubend schön. An diesem unbeschreiblichen Teil der Insel hat jeder Naturliebhaber seine Freude.

Lake Gregory Nuwara Eliya Sri Lanka
Lake Gregory

Der Lake Gregory wird heute für Freizeitaktivitäten genutzt. Er wurde 1873 nach Sir William Gregory, einem britischen Gourverneur, benannt. Der Stausee befindet sich in der Stadt Nuwara Eliya.

Fast unvorstellbar, dass sich anstelle des Sees früher ein Moorgebiet befunden haben soll.

Der darauffolgende Tag war ausgefüllt mit einem Ausflug zum Ramboda Wasserfall, dessen Besonderheit darin liegt, dass er die Form eines „Y“ hat. Häufig wird er auch als „Ramboda Ella“ bezeichnet. Er befindet sich nordwestlich von Nuwara Eliya.

Die Landschaft um den Wasserfall herum ist malerisch. Tosend stürzen sich Unmengen von Wasser fast 109 Meter in die Tiefe. Teilweise verstand man sein eigenes Wort nicht mehr. Ein wahnsinniges Naturschauspiel.

Wanderschuhe

Tipp:

Die saftigen Wälder rund um Nuwara Eliya warten darauf, von dir erkundet zu werden. Also schnapp dir deine festen Schuhe und auf geht es in die Horton Plains. Die Nebelwälder dieser Bergregion sind in eine magische Stimmung getaucht. Auch auf diesen Routen gibt es wunderschöne Wasserfälle und dunstige Seen zu sehen. Wer viel Ausdauer hat, wird mit einem spektakulären Ausblick von der World’s End Klippe, die an einer Steilwand im Süden des Parks liegt, belohnt. 

Bevor wir unsere Rundreise nach Colombo fortsetzten, verbrachten wir noch eine Nacht im St. Andrews Hotel. Die Strecke von fast 170 Kilometern wollten wir entspannt und in Ruhe absolvieren.


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