Ussé

Das Schloss von Ussé liegt in der Ortschaft Rigny-Ussé am südlichen Ufer des Indre, einem Nebenfluss der Loire.

Ursprünglich stand an dieser Stelle eine mittelalterliche Burg, auf deren Fundamenten das Schloss gebaut wurde, welches im 16. Jahrhundert erweitert und in den folgenden Jahrhunderten in einem romantischen Stil verändert wurde, so dass es heute das Aussehen eines Märchenschlosses hat.

Seid 1927 steht es unter Denkmalschutz, der Schlosspark und die Orangerie seid 1951. Die erste Errichtung geht auf den Admiral Jean V. de Bueil zurück, der 1462 mit den Bauten begann.

Unter seinem Sohn Antoine de Bueil wurden die Bauten fortgeführt und 1480 der Bergfried vollendet. Er errichtete auch Ostflügel, Arkadengang mit zweigeschossiger Galerie und den Westflügel.  Jacques d’Espinay, ein Kammerherr der Könige Ludwig XI. und Karl VIII., übernahm von dem verschuldeten Antoine das Schloss, vollendete den Ostflügel und ließ den Westflügel erneuern.

Sein Sohn Charles errichtete eine Stiftskirche und eine Kapelle, die 1538 eingeweiht wurde. Dessen Sohn Rene war bereits so hochverschuldet, dass er das Schloss 1557 an Suzanne de Bourbon weiterveräußerte. Und so wanderte das Schloss von Eigentümer zu Eigentümer.

Denn Unterhalt und Umbau einer solchen Schlossanlage nagte auch an den großen Vermögen der durchaus ursprünglich betuchten Adeligen.

Die Schlossanlage ist aus weißen Kalktuff, der in der Region gewonnen wurde. Als Kalktuffe wird „stark poröses bis kavernöses und wechselnd verfestigtes, nicht marines Karbonatgestein bezeichnet. Wenn dieser Stein fest und polierfähig ist, wird er auch Travertin genannt.

Die Dächer sind mit Schiefer bedeckt. An diesem Schloss sind verschiedene Baustile verwirklicht: Flamboyant, Renaissancebau, Gotik sowie klassizistischer Barock.

Der barocke Schlossgarten schließt sich direkt an, ansatzweise könnt ihr diesen auf dem Bild rechts sehen. Schloss und Garten können von Besuchern besichtigt werden.

Die gepflegte Gartenanlage verfügt über einen sehr alten Baumbestand und lädt die Schlossbesucher zu einem Spaziergang ein. Der französische Garten besteht aus zwei Rasenflächen, die um ein rundes Wasserbecken mit Springbrunnen angelegt sind. Sie sind von Blumenbeeten begrenzt, die wiederum von niedrigen Buchsbaumhecken umgeben werden.

Die beiden großen Libanonzedern, die auf der linken Seite des Bildes zu sehen sind,  hat der Schriftsteller François-René de Chateaubriand 1808 der damaligen Schlossherrin, Claire Lechat de Kersaint, zum Geschenk gemacht.

Das gesamte Ensemble wird in der Luftbildaufnahme verdeutlicht. Wie man erkennen kann, lohnt sich die Besichtigung dieser bezaubernden Anlage, die in der heutigen Zeit wieder im alten Glanz erstrahlt.

Begleitet uns zu unserem nächsten Ziel, das Schloss von Saumur.

 

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