Mexiko City - Auf dem großen Platz weht die Landesflagge. Die Prachtbauten sind mit Weihnachtsschmuck versehen. Dieser ist rot, golden und blau. Die Weihnachtssterne sind silbern.

Mexiko City: Kultur, Geschichte und Abenteuer

Mexiko City ist die pulsierende Hauptstadt Mexikos. Wir erlebten hier eine Stadt voller Charme und Leben, eine aufregende Abwechslung zu traumhaften Stränden.

Neben historischen Bauwerken und quirligen Märkten gibt es hier viel zu entdecken.

Die Hauptstadt Mexikos liegt auf etwa 2.200 Metern Höhe in einem faszinierenden Talkessel, den majestätische Bergketten säumen.

Inhalt

Anreise von Chichén Itzá nach Mexiko City und kein Hotelzimmer

Um von Chichén Itzá nach Mexiko City zu gelangen, mussten wir auf das Flugzeug umsteigen.

Nach der Besichtigung der berühmten Maya-Stadt blieben wir eine weitere Nacht. Wir übernachteten in einem Hotel in der Nähe von Chichén Itzá. Am frühen Morgen des nächsten Tages fuhren wir zum Flughafen nach Cancún.

Die Strecke von Chichén Itzá zurück in die Hauptstadt wollten wir wegen der Entfernung nicht mit unserem Kleinbus zurücklegen. Schließlich liegen 1.200 Kilometer zwischen den beiden Städten, was eine ungefähre Fahrzeit von über fünfzehn Stunden bedeutet hätte.

In Mexiko City angekommen, wollten wir zunächst im Hotel einchecken. Zu viert standen wir an der Rezeption um dort zu erfahren, dass über die Reisegesellschaft angeblich keine Zimmer gebucht wurden. Wir wurden aufgefordert, zur Sicherheit Kreditkarten zu hinterlegen, damit wir ein Zimmer bekommen.

Nach einigem Hin und Her, der Vorlage der Reiseunterlagen und einem Gespräch mit dem Hotelmanager bekamen wir unsere gebuchten Zimmer. Das Abenteuer Mexiko City war bereits in vollem Gang!

Wissenswertes über Mexiko City

1325 gründeten die Azteken die Stadt Tenochtitlan, ein kleines verstecktes Juwel. Inzwischen ist es als Mexiko City zur ältesten Stadt Nordamerikas aufgestiegen.

Mexiko City ist die zweitgrößte Stadt Amerikas und die höchstgelene Nordamerikas. In der Weltrangliste ist sie mittlerweile auf den sechsten Platz abgerutscht. Die jahrhundertealte Stadt ist beispielsweise für ihr aztekisches Erbe berühmt. Mit einigen UNESCO-Weltkulturerbestätten hat sie viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Mexiko City - Vor der Kathedrale wurde ein bunt geschmückter Torbogen befestigt. Menschen ziehen in einer Prozession durch die Straßen und verkaufen an Ständen Kerzen.
Die festliche Atmosphäre zieht Besucher aus aller Welt an

In der lebhaften Metropole befindet sich der größte öffentliche Platz Lateinamerikas.

Freunde von Museen werden begeistert sein. Mehr als 150 Museen stehen in der Stadt zur Besichtigung zur Verfügung. Darunter auch das Museo Nacional de Antropologia. Dieses haben wir zu Beginn unserer Reise besichtigt.

Und natürlich darf auch die Kulinarik nicht fehlen. Die Küche ist in Mexikos Hauptstadt sehr vielfältig. Von Straßenküchen bis hin zu gehobenen Restaurants ist alles vorhanden. Also, Feinschmecker sind hier bestens aufgehoben.

Sehenswürdigkeiten

Mexiko City bietet einige faszinierende Orte, die man sich anschauen sollte. Die Vielfalt und der Charme der Stadt sind unvergleichlich. Im historischen Zentrum findest du rund um den Zócalo einige interessante Sehenswürdigkeiten. Einen kleinen Teil der Hauptstadt hatten wir bereits bei unserer Ankunft besichtigt.

Auch bekannt als „Palast der Schönen Künste“ ist der Palacio de Bellas Artes ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Stadt. Er befindet sich im historischen Viertel von Mexiko City.

Mexiko City - Vor dem steinernen Palast befindet sich die Pegasus Statue
Die Pegasus Statue vor dem Palacio de Bellas Artes

Mit der Errichtung des Gebäudes wurde bereits 1913 begonnen. Jedoch stellte die mexikanische Revolution ein Hindernis dar. Erst 1932 fand die Fortsetzung der Bauarbeiten statt. 1934 war der Palacio de Bellas Artes fertiggestellt und erstrahlte mit einer Fassade des Jugendstils. Im Inneren ist er mit glänzenden Marmorböden ausgestattet.

Während die Besucher auf den Beginn der Aufführung warteten, wurden sie mit beeindruckenden Wandmalereien überrascht. Auf drei Rängen fanden mehr als 10.000 Zuschauer Platz.

Heute beherbergt das Gebäude das Museo Palacio de Bellas Artes und das Museo Nacional de Arquitectura. Ursprünglich wurde es als Nationaltheater errichtet


1987 wurde der Palacio de Bellas Artes von der UNESCO als Künstlerisches Denkmal anerkannt.

Offiziell ist der Zócalo als Plaza de la Constitución bekannt. Hierbei handelt es sich nicht nur um das Herz der Stadt. Ihm wird nachgesagt, weltweit einer der größten Stadtplätze zu sein.

Mexiko City - Ein großer Platz erstreckt sich vor imposanten Gebäuden. Nur wenige Menschen bewegen sich über den Platz.

Die Geschichte des Zócalos reicht bis in die Zeit der Azteken zurück. Ursprünglich war er der zentrale Platz der im 14. Jahrhundert gegründeten Aztekenstadt Tenochtitlán. Rund um den Zócalo erheben sich zahlreiche imposante Gebäude. Dazu gehören beispielsweise die Catedral Metropolitana, der Palacio Nacional oder das Antiguo Palacio del Ayuntamiento, das alte Rathaus.

Darüber hinaus ist der Zócalo ein beliebter Ort für kulturelle Feste, Märkte, Veranstaltungen, aber auch Demonstrationen und politische Kundgebungen.


Sowohl der Zócalo als auch die umliegenden historischen Bauwerke gehören seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Mexiko City - Die Häuser im Hintergrund des großes Plastes sind mit rotem, goldenen und blauen Weihnachtsschmuck verziert. Die Weihnachtssterne sind silbern. In der Mitte des Platzes weht die Landesflagge.
Plaza de la Constitución

Die riesige Fläche im Centro Historico macht einen tristen Eindruck. Dies steht im Gegensatz zum farbenfrohen Mexiko, wie wir es in den vergangenen Wochen kennenlernen durften. Ohne die Weihnachtsdekoration an den Gebäuden wäre die Nationalflagge, die in der Mitte des Platzes weht, der einzige Farbakzent.

In anderen mexikanischen Städten haben wir das Leben in malerischen Parkanlagen erlebt. An diesem Platz begegnete uns jedoch eine unerwartete Nüchternheit.

Die größte Kathedrale Amerikas? Zumindest sagt man ihr das nach. Die Catedral Metropolitana ist mit 16 Kapellen ausgestattet. Davon sind 14 öffentlich zugänglich und zwei privat. 

Mexiko City - Die riesige mit dunklen Steinen erbaute Kathedrale ragt zum blauen Himmel empor. Sie ist mit vielen filigranen Verzierungen versehen. Einige Menschen
Die Kathedrale wurde erst nach fast 300 Jahren Bauzeit vollendet

Sie kombiniert verschiedene architektonische Stile. Einflüsse des Barocks, Neoklassizismus und der Renaissance sind zu erkennen.

Mexiko City - Ein goldener Altar mit vielen Heiligenfiguren, die bunt dargestellt sind.

Die Kathedrale ist für ihre detailreiche Innenausstattung ebenso bekannt wie für ihre prachtvolle Fassade. Die goldenen Altäre sind so beeindruckend, dass sie einem den Atem rauben. Sie reichen beinahe bis zur Decke und strahlen eine majestätische Pracht aus. 

Unmittelbar neben der imposanten Kathedrale befindet sich rechts die charmante Sagrario Metropolitano, die im Jahr 1749 errichtet wurde. Dieses kleine, aber dennoch beeindruckende Bauwerk ist ein herausragendes Beispiel für den Churrigueresken Stil. Dieser Baustil wurde nach dem spanischen Baumeister José Benito de Churriguera benannt.

Mexiko City - Die Fassade der Sagrario Metropolitano ist sehr aufwendig mit filigranen Steinschnitzereien gestaltet. Überwiegend wurde sie mit zahlreichen Heiligenfiguren ausgestattet.
Sagrario Metropolitano

Es ist interessant, dass das Tabernakel auf dem Grund eines trockengelegten Sees stehen soll. Es droht wegen des weichen Untergrunds langsam zu sinken.

Mexiko City - Detailaufnahme der Sagrario Metropolitano --Hervorgehoben werden die filigranen Steinschnitzereien mit Säulen und Figuren

Obwohl sie um ein Vielfaches kleiner ist als die Kathedrale, fallen die opulenten Verzierungen und filigranen Details sofort ins Auge. Sie ziehen die Blicke der Menschen regelrecht auf sich. Auf der Fassade finden sich beeindruckende Darstellungen von Aposteln und Heiligen sowie Szenen aus der Bibel. Eine wahre kunsthandwerkliche Meisterleistung.

Leider blieb uns der Besuch der Kirche im Inneren verwehrt, da dort gerade Bauarbeiten durchgeführt wurden. Diese waren notwendig, um die Stabilität des Gebäudes zu gewährleisten. Es werden alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um das architektonisch wertvolle Erbe so lange wie möglich zu erhalten.

Ein absolutes Highlight war der Besuch im nördlichen Teil von Mexiko City, im faszinierenden Stadtviertel Tlatelolco. Einst war dieses Viertel das pulsierende Handelszentrum der Azteken.

Mexiko City - Im Vordergrund erstreckt sich ein großer Platz. Dahinter befindet sich die Basilika, die sehr aufwendig gestaltet wurde.
Wallfahrtsort auf dem Hügel von Tepeyac

Die Geschichte von Juan Diego ist legendär. Er erlebte im Jahr 1531 die Erscheinung der Jungfrau Maria an diesem Ort. Sie hat sich bis heute tief im Gedächtnis der Mexikaner verankert.

Jährlich zieht die Basilika Millionen Menschen an. Nach Rom ist sie die am häufigsten besuchte Pilgerstätte weltweit.

Da der Besucherstrom extrem groß war, wurde in den 1970er Jahren direkt gegenüber der alten Basilika eine moderne neue Kirche errichtet. 40.000 Gläubige sollen in ihr Platz finden. Die alte Basilika, die zum Teil etwas baufällig war, konnte diese enormen Menschenmengen nicht mehr bewältigen. Einige der Pilger legen die letzten Meter bis zur Basilika sogar auf Knien zurück!

Mexiko City - Menschen tanzen mit weißen Scherpen und mit Blumen geschmückten Bögen durch die Straßen.

Am 12. Dezember jeden Jahres, dem Tag der Guadalupe, verwandelt sich ganz Mexiko in ein Riesenfest.

Die Begeisterung ist in keiner Stadt und in keinem Dorf größer als in Mexiko City. Gläubige pilgern in farbenfrohen Prozessionen, die von Musik und Tanz begleitet werden, zur Basilika.

Die Basilika wird zum Schauplatz des Festes, sie erstrahlt in einem atemberaubenden Glanz. Die Menschen stehen dicht gedrängt beieinander. Wenn jemand wie wir die Chance hat, diesen magischen Ort an dem Festtag zu besuchen, erlebt er ein unbeschreibliches Gefühl. Es ist fast schon ein spirituelles Erlebnis. Diese Emotionen sind nicht in Worte zu fassen. Gänsehaut-Feeling pur!  

Trotz ihrer Bedeutung als eine der bedeutendsten Pilgerstätten weltweit, bleibt sie häufig von Reisenden unentdeckt.

In Mexiko sind die Wurzel der aztekischen Zivilisation auch heute noch überall sehr präsent. Viele Menschen können ihre Herkunft auf die Azteken zurückführen.

Mexiko City - Aztekischer Kalender, der bunt gestaltet ist. Die runde Scheibe ist mit Figuren und Symbolen verziert. In der Mitte sind zwei Zeiger einer astronomischen Uhr.
Am Glockenturm entdeckten wir den aztekischen Kalender

Du wirst bei jedem Schritt und Tritt den Relikten der aztekischen Kultur begegnen. Auch die farbenfrohen aztekischen Kalender sind allgegenwärtig. Sie halten die Zeit auf eine einzigartige Weise fest. Darüber hinaus sind sie ein Symbol für die tief verwurzelten Traditionen des Landes.

Mexiko City - Auf einem Hügel seht eine Kapelle aus dunklen Steinen. Vor dem Eingang befindet sich eine große helle Statue. Etwas tiefer ein Boot mit weißen Segeln aus Stein.

Hinter der Basilika windet sich eine Treppe ungefähr 100 Meter hinauf. Sie führt zur Capilla del Cerrito, der Hügelkapelle. Sie wurde erbaut, um den Ort zu kennzeichen, an dem die Jungfrau von Guadalupe Juan Diego erschienen ist.

1666 wurde die ursprüngliche Capilla errichtet. Erst 1740 begann man mit dem Bau des Gebäudes, wie es heute zu besichtigen ist. Die Kapelle ist ein schönes Beispiel religiöser Architektur und begeistert mit ihren kunstvollen Fresken und Statuen.

Darüber hinaus bietet sich von ihr ein atemberaubender Ausblick über die Stadt.

Von der Kapelle führt der Weg bis zum Jardin Del Tepeyac. Ein idyllischer Park mit Gärten und kleinen Wasserfällen. Die bezaubernd gestaltete Landschaft dient der Skulpturengruppe, die die Szene der Erscheinung darstellt, als malerische Kulisse. Sie besteht aus 16 bronzenen Figuren und trägt zur spirituellen Atmosphäre des Ortes bei.

Mexiko City - An einer Felswand wurde aus

Wir folgten dem Pfad, der uns wieder den Berg hinunter führte und gelangten zur barocken Capilla del Pocito.

Mexiko City
Capilla del Pocito

Das beeidnruckende runde Bauwerk mit drei gekachelten Kuppeln wurde 1787 errichtet. Ursprünglich diente es lediglich als schützendes Dach über einer wundertätigen Quelle. Diese Quelle zog allerdings so viele Pilger an, dass eine gesonderte Kirche notwendig wurde.

An den Außenseiten der Kuppel befinden sich Zickzack-Verzierungen, die ebenso wie die farbenfrohen Fenster die Blicke auf sich ziehen.

Im Inneren stützen 16 Säulen die riesige Kuppel, die mit Engelsschwärmen bemalt ist.

Die Capilla del Pocito ist eine bemerkenswerte Kapelle. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des imposanten Wallfahrtskomplexes der Basilika de Guadalupe in Mexiko City.

Nach dem Besuch der Capilla besichtigten wir noch ein wenig auf eigene Faust die farbenfrohen Straßen der Stadt. Empfehlenswert sind verschiedene Museen oder die lebhaften Märkte.

Warum du Mexiko City auf jeden Fall in die Reiseliste aufnehmen solltest

Während du durch die Straßen der einzelnen Stadtviertel schlenderst, wirst du viel über die Geschichte der verschiedenen Epochen erfahren. Plätze und Märkte laden dich ein, einen Einblick in das tägliche Leben der Einheimischen zu bekommen. Aber auch die kulinarischen Köstlichkeiten sind es wert, probiert zu werden.

Darüber hinaus bietet die Stadt einen idealen Ausgangspunkt für unvergessliche Tagesausflüge. Wir haben die historische Stätte Teotihuacán besucht, von der ich dir in meinem nächsten Beitrag ausführlich berichten werde.


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