Kouris-Stausee Zypern

Troodos-Gebirge – Der höchste Berg Zyperns: Mount Olympos

Ein Ausflug in das Troodos-Gebirge ist bei einem Aufenthalt auf Zypern ein Muss! Hier im Gebirge erlebst du ein völlig anderes Zypern.

Unsere Tour in das Gebirge war ziemlich aufregend. Bei ungefähr 32 Grad machten wir uns von Aya Napa auf den Weg. Stopp! Da war doch noch etwas: Genau, den Linksverkehr darf man nicht vergessen. Es ist nicht so einfach, plötzlich die Schaltung auf der „falschen“ Seite zu haben. Da kommt es das ein oder andere Mal vor, dass Kurven genommen werden, ohne in den nächst niedrigen Gang zu schalten. Trotzdem hat alles wunderbar funktioniert.

Die Gebirgskette des Troodos-Gebirges erstreckt sich über einen großen Teil des westlichen Bereichs der Insel. Die atemberaubende Landschaft sowie die historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten locken die Touristen an. Insbesondere Wanderfreudige können auf ihren Routen spektakuläre Ausblicke genießen.

Wir entdeckten alte Steindörfer, in denen offenbar die Zeit stehen geblieben ist. Denn dort wird immer noch streng nach der Tradition gelebt und alles in Handarbeit erledigt. Über enge und kurvenreiche Straßen ging es immer weiter ins Gebirge hinein, der Wald wurde dichter und stand im Kontrast zu der bereits zu dieser frühen Jahreszeit (Ende April) ziemlich trockenen Küstenregion.

Unser Ziel war der höchste Berg des Gebirges, der Mount Olympos. Und dort erlebten wir eine handfeste Überraschung. Doch dazu später mehr.

Im Gebirge wirst du immer wieder auf kleine Dörfer stoßen, wobei sich das höchstgelegene auf einer Höhe von 1.400 Meter befindet.

Hättest du das gewusst?
Es gab im Troodos-Gebirge ein Tagebauwerk, in dem Asbest abgebaut wurde. Diese Minen haben im Gebirge ihre Spuren hinterlassen. Zwischenzeitlich konnte das Gelände wieder aufgeforstet werden.

Die grüne Lunge von Zypern wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf.

So lohnt sich ein Besuch des Dorfes Galata, in dem sich vier Kirchen befinden, die mit schönen Fresken ausgestattet sind. 

In Kakopetria befindet sich ein zauberhafter Dorfplatz mit schön restaurierten Häusern. Der Platz steht im Übrigen unter Denkmalschutz. Die Kirche Panagia Theotodou ist mit Fresken ausgestattet.

Das Kykkos-Kloster ist das bekannteste und reichste Kloster auf Zypern mit einer Sammlung von zahlreichen antiken Fundstücken.

Pedoulas ist bekannt geworden durch die Archangelos Michael Kirche, die aus dem Jahr 1474 stammt. Eine typische Scheunendachkirche.

Die Wasserfälle Millomeris und Kaledonia verwandeln das Gebirge nahezu in ein malerisches Paradies.

So langsam näherten wir uns unserem Ziel und es wurde merklich kühler, was uns dazu veranlasste, ein T-Shirt mehr überzuziehen.

Überraschung! Dass auf einer Mittelmeerinsel Schnee fällt, ist doch wohl fast unvorstellbar, oder? Im Troodos-Gebirge ist dies auf jeden Fall anders. Morgens bei 32 Grad losgefahren und mittags im Schnee ausgekommen. Beeindruckend.

Wir sind auf dem höchsten Berg von Zypern, dem Mount Olympus, angekommen, befinden uns auf 1.952 Metern Höhe und im Sun Valley Olympos. Hier gibt es Cafés und Restaurants. Im Übrigen ist hier auch die letzte Möglichkeit, das Auto zu parken, der Rest des Weges muss zu Fuß zurückgelegt werden.

Im Dorf erfahren wir, dass es in der Zeit von Januar bis März möglich ist, hier oben Ski zu fahren. Daneben befinden sich in dem Gebiet auch Langlauf-Loipen. Und Ende April liegt im Gebirge immer noch etwas Schnee.

Weiter dürfen wir nicht

Bis kurz vor den Gipfel darf man laufen, der höchste Punkt allerdings ist tabu, da sich dort eine Radarstation der Royal Air Force befindet. Das System der Radarstation soll eine Reichweite bis zu 3.000 Kilometer haben. Von hier aus wird sowohl der zivile als auch der militärische Luftverkehr überwacht.

Schade ist, dass durch die Anlage der Gipfel zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde und somit der Zugang nach oben verboten ist. Von dort oben hätte man sicherlich noch spektakulärere Ausblicke über das Gebirge. 

Aus Sun Valley Olympos wurde Snow Valley Olympos 😊

Häufig wird das Troodos-Gebirge auch als „Schwarzwald“ Zyperns bezeichnet, was sich dadurch auszeichnet, dass es eine üppige Flora aufweist. So sind hier verschiedene Pinienarten, Zedern und die Erlenblättrige Eiche zu finden.

Wer durch das Gebirge wandert und ganz viel Glück hat, entdeckt möglicherweise ein Mufflon, die im Gebirge herumlaufen.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kleinen Stopp am Kouris-See. Nach Erzählungen soll hier ein Seeungeheuer in den Tiefen des Wassers leben. Es soll auf den Namen Aby Filiko Teras hören und nach Berichten einer Schlange ähneln.

Heute befinden sich einige Häuser des früher am See liegenden Dorfes Alassa im Wasser, die bei Niedrigstand zu sehen sind. Hierzu gehört auch die Kirche, die Agios Nikolaos geweiht war. Der Rest des Dorfes wurde umgesiedelt.

Der Kouris-Stausee ist ein Wasserreservoir in einer Größe von 3,6 Quadratkilometern. Die Flüsse Kouris, Krios und Limnatis sind dafür „verantwortlich“, dass dieses Wasserreservoir ständig mit Wasser gespeist wird. Mit einem Damm von 550 Metern Länge und einer Höhe von über 100 Metern ist es der größte Damm auf Zypern. Nach vier Jahren Bauzeit wurde er 1989 fertiggestellt.

Ein Seeungeheuer haben wir hier nicht gefunden. Dafür einen einsamen Angler, der die Ruhe am See genossen hat.

Das Troodos-Gebirge mit dem höchsten Berg, dem Mount Olympos, ist sehr beeindruckend und sehenswert. Beliebt ist diese Region auch bei Wanderern und Naturliebhabern. Auf zahlreichen Wanderwegen sind spektakuläre Aussichten fabelhafte Fotomotive. Aber Achtung: Die Wanderungen im Gebirge müssen gut geplant und vorbereitet sein. Wichtig ist eine angemessene Ausrüstung in Form von gutem Schuhwerk und passender Kleidung. Auch die Kondition sollte entsprechend gut sein, denn das Gelände ist teilweise sehr anspruchsvoll. Hier wäre es von Vorteil darüber nachzudenken, ob man nicht eine geführte Tour wählt.

Wer mit dem Auto zum Mount Olympos fahren möchte, muss zwei Dinge beachten. Zum einen ist es ratsam ein Navigationsgerät mit an Bord zu haben und zum anderen, für den Fall der Fälle, vorher bitte eine sehr gute Straßenkarte besorgen. Denn es gibt zahlreiche unbefestigte Straßen im Troodos-Gebirge und so manches Mal fällt dann auch das Navi wegen des fehlenden GPS-Signals aus. Die Straßenschilder sind teilweise für Menschen, die der griechischen Sprache nicht mächtig sind, nicht zu entziffern und schnell ist man in Gegenden unterwegs, in die man gar nicht wollte.

Wir haben alles bravourös gemeistert. Leider war das Ende unseres Urlaubs auch schon in greifbarer Nähe. Den letzten Tag auf Zypern verbrachten wir mit der Besichtigung von Nicosia.

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