Udaipur

Wir setzten unsere Fahrt in Richtung Udaipur mit dem LKW fort und konnten erneut eine Vielzahl von Eindrücken aufnehmen. Anders als in Deutschland fährt man in Indien ausschließlich über Landstraßen, Autobahnen haben wir nicht gesehen. Die meisten Transporte werden mit dem LKW abgewickelt.

Überwiegend wird das Straßenbild geprägt von LKWs der Indischen Marken Tata Motors,  der mit Abstand der größte Automobilhersteller in Indien ist und der in Chennai ansässigen Firma Ashok Leyland, einer starken Konkurrenzfirma. Häufig sind die LKWs alt und verrostet, aber auffällig oft bunt geschmückt. Sprüche, religiöse Symbole und allerlei Zierrat machen jeden LKW zum Unikat.

Dieselfilter waren zur damaligen Zeit nicht bekannt, so dass wir auf unserer Fahrt öfters eine Menge Abgase einatmen mussten.

Wasserbüffel

Wenn Zeit keine Rolle spielt oder wenn Kraftfahrzeuge nicht erschwinglich sind, bewegt man sich auch auf Wasserbüffeln. Eine kostensparende und gesunde Alternative.

Banas

Wir durchqueren die Flußlandschaft des Banas, einer von vielen Flüssen Rajasthans, die in den Ganges münden.

Trockene wüstenartige Landschaften, in denen nur Palmen gedeihen, wechseln sich ab mit blühenden Feldern.

Hier ist die Vegetation in vollem Wachstum

Totalschaden

Verkehrsunfälle sind auf Indiens Landstraßen bei dem hohem Tempo der LKWs nicht selten. Hier ist ein Tanklaster mit einem Bus eine innige Vereinigung eingegangen. Autowracks bereichern oft das Straßenbild. Viele Fahrer haben bei Ausfällen nicht das Geld, um einen Abschleppwagen zu finanzieren. Dann bleibt der Wagen eben liegen bis irgendwann einer den Wagen wieder fahrfähig macht oder auch nicht.

Lake Palace Hotel

Schließlich erreichen wir unser eigentliches Ziel Udaipur.

Gegründet wurde Udaipur von Maharana Udai Singh II. ( 1522 – 1572) , einer der bedeutendsten Herrscher des Rajputenstaates Mewar. Udaipur löste Chittorgarh als Hauptstadt ab.

Das Lake Palace Hotel wurde ursprünglich von dem Maharana Jagat Singh I zwischen 1743 und 1746 als Sommerresidenz gebaut. Nach seinem Gründer hieß es Jagniwas oder Jan Niwas. 

Die Wände bestehen aus schwarzem und weißen Marmor geschmückt mit Halbedelsteinen und Ornamenten. Der Sommerpalast wurde von den nachfolgenden Herrschern zweckentsprechend verwendet, verfiel aber mangels Renovierung nach und nach auf Grund des feuchtwarmen Klimas bis es in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts aufgegeben war.

Seine Wiederauferstehung erlebte das Bauwerk unter Bhagwat Singh Mewar, der von 1955 bis zur Abschaffung aller königlichen Titel durch die indische Regierung als formeller Herrscher des indischen Fürstenstaates Udaipur oder Mewar fungierte. Nach seinen Vorstellungen wurde der ehemalige Palast zu einem Hotel umgebaut und entwickelte sich unter seinem Nachfolger zu einem 5-Sterne-Luxushotel, das nach weiteren Renovierungen noch heute in voller Pracht besteht.

Am Ufer des Pichola Sees liegt der City Palast, ein riesiger Palastkomplex, der ab  1533 gebaut wurde. Maharana Udai Singh II, war der erste, der sich der Errichtung widmete. Der Ausbau erfolgte über weitere 400 Jahre durch seine Nachfolger. Er ist mit Abstand der prächtigste und größte Palast seiner Art in dem Bundesstaat Rajasthan und diente als Regierungssitz der jeweiligen Herrscher.

Ein Teil des Palastkomplexes dient als Museum, andere Teile als Hotel. Weitere werden von dem Maharana mit seiner Familie bewohnt. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn der Palast ist mit zahlreichen Kostbarkeiten ausgestattet.

Seeufer

Ein Blick auf die Uferbalustrade, wie sie sich zur Zeit unserer Reise darstellt.

Das ganze Ausmaß des Palastkomplexes erschließt sich von der Rückseite, auch wenn der Vordergrund nicht so attraktiv ist. Der Palast hat eine Länge von 244 Meter und eine Höhe von 30,4 Meter. Er liegt 598 Meter über dem Meeresspiegel.

Indischer Künstler

Ein Indischer Künstler fertigt Miniaturen an, die überwiegend an Touristen verkauft werden.

Stadtpalast

Aus der Nähe kann man erkennen, dass der Zahn der Zeit auch an diesem Gebäude genagt hat. Zwischenzeitig seit seiner Nutzung als Hotel wurde durch Restauration der Fassade dieser Eindruck im wesentlichen behoben.

Stadtpalast

Vergleicht man die neuen Aufnahmen mit den alten erkennt man allerdings, dass der historische Anblick dadurch verfälscht wurde.

Eingang zum Museum des City Palastes

Der alte Eingang zum Museum des City Palastes ist mittlerweile auch verschönert worden. Erfreulicherweise sind die Wandmalereien erhalten geblieben.

Vom Palast hat man einen traumhaften Blick über den See und die sich anschließende Landschaft.

In den zahlreichen Innenhöfen des Palastes sind eine Vielzahl von Wandmalereien zu bewundern, die zum Zeitpunkt unseren Besuches allerdings teilweise durch Plastikscheiben geschützt waren.

Von anderen Gebäudeteilen eröffneten sich weitere Ausblicke auf das Seepanorama.

Zur Rückseite hatte man einen fantastischen Überblick über die Stadt Udaipur.

Udaipur

Manche Räume sind gekachelt. Hatte der Fürst Kontakt nach Delft in Holland oder stammen die Kacheln aus Indischer Produktion?

Der Innenhof mit zahlreichen romantischen Fresken.

Pfauenhof

Zu den prunkvollsten Innenhöfen des Palastes gehört zweifelsohne der Mor Chowk (Pfauenhof).  Er diente den jeweiligen Herrschern für Audienzen und Empfänge. Während der Hof im 17. Jahrhundert entstand, erfolgten die Glaseinlegearbeiten (Mosaiken) mit den kunstvollen Darstellungen erst im 19. Jahrhundert.

Pfauenhof

Den Namen hat der Innenhof von den kunstvollen Pfauendarstellungen erhalten.

Pfauenhof
Pfauenhof

Im oberen Bereich sind die Indischen Herrscher abgebildet.

Den schönsten Blick auf den Palast hat man von dem Lake Palace Hotel in der tief liegenden Nachmittagssonne.

Innenhof Lake Palace Hotel

Der Innenhof des Lake Palace Hotels hat einen gewissen Charme, der einen an die Sommerfrischen der 50er Jahre erinnert.

Innenhof Lake Palace Hotel

Dieser Innenhof ist luftiger und hat uns mehr beeindruckt.

Stadtpalast Udaipur

Dieser Ausblick ist unbezahlbar, es sei denn man ist Hotelgast, dann ist er nur teuer.

Kleine Boote wie das im Vordergrund bringen einen schnell von der Anlegestelle zum Lake Palace Hotel.

Auch dieses Hotel hat seine kleinen Kostbarkeiten.

Vielleicht etwas klischeehaft, aber ein Sonnenuntergang sollte in einem Reisebericht nicht fehlen.

 

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