Die eindrucksvollen Ruinen von Palenque in Mexiko
Die Ruinen von Palenque stellen zweifellos eines der faszinierendsten Highlights unserer Mexiko-Rundreise dar.
Eingebettet im dichten Dschungel des Hochlands von Chiapas befindet sich diese geheimnisvolle Ruinenstadt. Zwar sind die berühmten Maya-Stätten in Chichén Itzá weithin bekannter als die Ruinen von Palenque. Dennoch entfaltet sich hier eine ebenso beeindruckende Aura.
Inhalt
Allgemeines
Nach dem Frühstück ging es sofort los. Der frühe Morgen ist aus mehreren Gründen die ideale Zeit für eine Besichtigung. Wir hatten Glück, es war noch sehr ruhig auf dem Areal. Dies bedeutet, dass die Besucherzahlen geringer waren. So konnten wir die Sehenswürdigkeiten ganz entspannt genießen. Auch sind die Temperaturen am Morgen sehr viel angenehmer. Das Erklimmen der Ruinen wird dadurch etwas erleichtert. Ein weiterer Grund ist das Licht. Die sanften Sonnenstrahlen verleihen dem archäologischen Ort schöne Farben. Dadurch kommen die Details der atemberaubenden Architektur besonders gut zur Geltung.
Die Stätte beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sie erstreckt sich über 15 Quadratkilometer und erzählt Geschichten längst vergangener Zeiten.
Palenque ist ein wahres Juwel der Maya-Zivilisation, das in den Jahren zwischen 600 und 800 n. Chr. in voller Pracht erstrahlte. Den Besuchern wird bei ihrer Erkundungstour ein Blick in die Vergangenheit geboten.
Neben der architektonischen Meisterleistung war die Stadt Zentrum für Wissenschaft und Kunst. Hier erschuf die Maya-Bevölkerung Kenntnisse in Astronomie, Mathematik und Schrift.
Der Nationalpark Palenque ist ein bedeutendes Kulturerbe. Die Stätte zählt zu den meistbesuchten prähispanischen Orten. Seit 1987 gehört Palenque zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Immer wieder werden interessante Funde bei Ausgrabungen hervorgebracht, die unser Wissen über die Kultur und das Leben der Maya erweitern.
Während der spannenden Führung erfuhren wir von Hinweisen, die auf unentdeckte Bereiche hindeuten. So sollen sogar im dichten Dschungel weitere Tempel verborgen liegen, die nur darauf warten, ans Licht gebracht zu werden.
Doch das ist nicht alles! Unser Guide berichtete uns, dass sich in diesen unerforschten Regionen auch weitere alte Gräber befinden sollen.
Diese geheimnisvollen Stätten sind unbeschreiblich. Die Vorstellung, dass im Schatten der Bäume des Dschungels weitere Schätze zu schlummern scheinen, macht das Abenteuer noch aufregender und interessanter.
Es wird angenommen, dass der ursprüngliche Name des Ortes Lakamha (Großes Wasser) lautete.
Templo de las Inscripciones (Tempel der Inschriften)
Beim Betreten des Geländes fällt unser Blick sofort auf den Tempel der Inschriften. Er ist das höchste Bauwerk in Palenque.
682 n. Chr. wurde der Tempel errichtet und diente als Grabmal für den Maya-König K’inich Janaab Pakal. Dieser regierte in der Zeit von 615 bis 683 n. Chr.
Der neunstöckige Tempel wirkt wie ein geheimnisvoller Wächter über die Landschaft. Eingebettet in die Hügel hebt er sich eindrucksvoll südlich des Palastes von allen anderen Ruinen ab.
Im Tempel wurde durch das Verschieben von Bodenplatten eine Treppe freigelegt. Diese führt über mehrere Etagen in die Tiefe. An deren Ende befindet sich das Grabmal des Maya-Königs K’inich Janaab Pakal. In einem Sarkophag waren die Überreste in Jade und Zinnober gehüllt.
Das Grabmal soll nach den Vorgaben des Königs errichtet worden sein.
In der Maya-Mythologie symbolisieren die neun Ebenen der Unterwelt die neun Stufen des Tempels. Wahrlich ein schauriges und dennoch fesselndes Zusammenwirken von Architektur und Glauben.
Wir hatten das Glück, den Tempel noch erkunden zu können. Der Aufstieg über die steilen Treppen war zwar anstrengend aber lohnenswert.
Mittlerweile soll der Tempel komplett gesperrt sein, was sehr schade ist. Denn der Ausblick von oben über die Anlage ist einmalig.

Nichts für Menschen, die nicht schwindelfrei sind. Hoch geht es ja noch. Die Pyramiden sind sehr steil und somit ist der Abstieg nicht ganz so einfach.
Dennoch gibt es Menschen, die es tatsächlich schaffen, kerzengerade die Treppen hinabzugehen. Respekt!
El Palacio (Der Palast)
Ein weiteres überaus schönes Beispiel der Maya-Architektur stellt zweifelsohne der Königspalast von Palenque dar.
Dieses imposante Bauwerk diente als Wohnstätte für die Adligen und Priester der Maya.
Die einzelnen Räume und Innenhöfe wurden durch hohe, gewölbte Gänge miteinander verbunden. Sowohl die Innenhöfe als auch die Plateaus sorgten für ausreichend Licht in den seinerzeit vorhandenen Räumlichkeiten.
Bei genauer Betrachtung sind auch heute noch die einzelnen dekorativen Motive auf den Pfeilern zu bewundern.
Der Steinturm ist für die Architektur der Maya eher untypisch. Er diente sowohl als Observatorium als auch als Wachturm.
Im 8. Jahrhundert wurde er errichtet und ist das Herzstück des Palastes. Der Turm thront auf einem vier Meter hohen Sockel. Enge Treppen führen im Inneren nach oben, bis sie schließlich an einem kleinen Altar enden.
Später erfuhren wir, dass sich die Sonne zur Tag-und-Nacht-Gleiche genau über dem Altar erhebt. In diesem Moment genau vor Ort zu sein, ist bestimmt ein traumhaft schönes Erlebnis.
Inmitten der Ruine befindet sich der geheimnisvolle Osthof, ein Ort, der von Geheimnissen erfüllt ist. Die Wände sind mit Reliefs bedeckt. Sie zeigen Kriegsgefangene in verschiedenen Posen.
Templo del Sol (Sonnentempel)
Der Sonnentempel gehört zur Kreuzgruppe, die aus drei verschiedenen Tempeln besteht.
Alle weisen viele Gemeinsamkeiten auf, was darauf hindeutet, dass sie dem gleichen Zweck dienten. Sie wurden zur Verehrung der drei lokalen Gottheiten errichtet.
Neben dem Sonnentempel kannst du noch den Tempel des Blätterkreuzes und den Kreuztempel besichtigen.
Jeder der drei Tempel wurde Ende des 7. Jahrhunderts von K’inich Kan Bahlam II. errichtet. Ihre Bezeichnung, Kreuzgruppe, erhielten sie, da sie alle große Kreuzdarstellungen besaßen.

Im Westen, teils durch den Dschungel von Palenque verborgen, erhebt sich der Templo del Sol auf einer kleinen Plattform. Man kann den Tempel wahrhaftig als eine archäologische Schatztruhe bezeichnen.
Es bleibt nicht aus, dass man ihm an verschiedenen Stellen ansieht, dass auch er vom Zahn der Zeit gezeichnet ist. Sein schmucker Dachkamm gehört allerdings zu den vollständigsten.
Hier und dort sind noch Überreste des überaus kunstvollen Stucks zu erkennen. Geheimnisvolle Figuren und auch rätselhafte Glyphen wurden hier miteinander vereint.
Besuch im Museo de Sitio de Palenque
Nach dem wirklich sehr abenteuerlichen Rundgang besichtigten wir noch das in der Nähe der Ruinen gelegene Museum. Du kannst hier interessante Fundstücke sehen. Einige stammen aus dem großen Grab des Königs K’inich Janaab Pakal.
Hier hatten wir Gelegenheit, einen Einblick in die einstige Farbenpracht der Tempel zu bekommen. Die dort ausgestellten bunten Artefakte, Tafeln und Masken zeugen von der künstlerischen Meisterschaft der Maya. Sie zeigen auch den kulturellen Reichtum der damaligen Zeit.
Tipps für deinen Besuch in Palenque
Frühes Erscheinen
Da Palenque zu den gefragtesten Sehenswürdigkeiten zählt, ist es empfehlenswert, bereits am frühen Morgen hierher zu kommen. So lässt sich der Ansturm von Touristen vermeiden und du kannst in Ruhe fotografieren. Zudem ist das Gelände weitläufig, so dass ausreichend Zeit eingeplant werden sollte, um wirklich alles besichtigen zu können.
Führungen
Gleich am Eingang stehen zahlreiche Guides, die den Touristen anbieten, sie durch die Ruinen zu führen. Da wir mit unserem privaten Guide unterwegs waren, haben wir dankend abgelehnt.
Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, die Ruinen auf eigene Faust zu erkunden. Um die Geschichte von Palenque vollumfänglich zu erfassen, ist unserer Meinung nach eine Führung ratsam. Es ist auch wichtig, die Bedeutung der Maya-Tempel zu verstehen. Ein erfahrener Guide kann dir wertvolle Einblicke in die archäologischen Stätten geben. Er bringt dir die Maya-Kultur und deren beeindruckende Architektur näher.
Wasser / Sonnen- und Insektenschutz
Es ist wichtig, sich entsprechend auf die Bedingungen vor Ort einzustellen. So ist beispielsweise der Sonnenschutz unerlässlich. Schütze dich mit einem hohen Lichtschutzfaktor, Hut und Sonnenbrille.
Darüber hinaus solltest du genügend Wasser bei dir haben. Die Temperaturen steigen schnell an und durch eine ausreichende Wasserzufuhr bleibst du während der Besichtigung der faszinierenden Ruinen fit.
Palenque liegt im Regenwald weshalb es ratsam ist, Insektenschutz mitzunehmen.
Kleidung / Schuhe
Achte auf bequeme Kleidung und festes Schuhwerk. Schuhe, die über die Knöchel gehen, sind sinnvoll, da das Gelände teilweise uneben ist.
Eintrittspreis
Der Eintritt kostet etwa 80 bis 100 mexikanische Pesos (3-5 Euro) für Erwachsene. (Stand: 2024)
Ist Palenque einen Besuch wert?
Ein Besuch in den Ruinen von Palenque ist auf jeden Fall ein unvergessliches Abenteuer.

Stell dir vor, du wanderst auf schmalen Pfaden durch den tropischen Regenwald. Um dich herum hörst du die exotischen Vögel und das Rascheln der Blätter. Plötzlich taucht vor dir der Tempel der Inschriften mit seinen majestätischen Mauern auf. Sogleich wirst du von den geheimnisvollen Geschichten und vergessenen Ritualen in den Bann gezogen.
Jeder einzelne Schritt, den du durch die Ruinen läufst bringt dich der Welt der Maya näher.
Palenque ist nicht nur ein Reiseziel, sondern ein wahres Abenteuer. Ein faszinierender Ort, an dem Geschichte und Natur miteinander zu verschmelzen scheinen.
Hier wird jeder Besucher zum Entdecker einer mythischen Welt, die viele Wunder und Geheimnisse birgt.
Das Abenteuer Mexiko geht weiter
Hast du schon einmal von Campeche gehört? Diese bezaubernde Stadt in ein kleines Paradies für Reisende!
In meinem nächsten Beitrag lade ich dich ein, mit uns auf eine Entdeckungsreise durch dieses Juwel zu gehen. Campeche verzaubert mit seiner kolonialen Architektur und einer lebendigen Kultur, die zum Staunen und Verweilen einlädt.
Sei gespannt auf die Geschichten und Eindrücke, die wir mit dir teilen werden!
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